Portraitfotografie

Babyfotografie

Von 21. September 2008 15 Kommentare

Kerstin Mumm beschreibt, wie sie ihre Liebe zur Babyfotografie entdeckt hat und wie ihr Fotos gelingen, die sich vom Durchschnitt abheben.

Babyfotografie aus meiner Sicht

Von Kerstin Mumm

Eigentlich war mein Masterplan, als freie Künstlerin in der Weltgeschichte rumzutingeln, Fotos zu machen an seltsamen Plätzen, Bilder zu malen im Morgengrauen……aber natürlich kam alles ganz anders……ich bin mit meinem Freund zusammengezogen -auch Künstler, welch Glück!- und wurde schwanger. Mein Plan lief trotz allem noch im Hinterkopf. Aber anstatt Architektur und Städte zu knipsen, wurde meine Tochter mein Lieblingsmotiv. Und daraus entstand dann die Idee, mich damit selbständig zu machen.

Gelernte Fotografen in diesem Bereich gibt es genug. Es gibt auch genug Bilder, von hingesetzten Babys im Blitzlicht, oder unter Scheinwerferlicht. Das wollte ich alles nicht. Ich wollte natürliche Bilder, wie sie der Realität entsprechen. Und ich will den Eltern das Hetzen zum Fotostudio ersparen. Und außerdem -das Wichtigste wahrscheinlich- hab ich ganz einfach einen anderen Geschmack als die Durchschnittsmami, die ihr Kind einmal im Leben, süß, mit Schleifchen im Haar, beim Fotografen sehen will. Irgendwie sollen meine Bilder rocken oder verträumt sein, oder alles auf einmal!

Wichtig ist mir das Gefühl und die Stimmung auf den Bildern. Man muss merken, dass das Kind sich wohlfühlt und dass ich es in seinem Spiel oder in seinem Tun allgemein nicht störe.

Meine Herangehensweise dabei: Das Baby darf sich nicht von der Kamera ablenken lassen. Wenn es überhaupt nicht gewohnt ist, fotografiert zu werden, schaut es meist erstarrt in die Kamera, als gäbe es kein Morgen, kein anders spannenderes Objekt auf dieser Welt! Und wenn jemand noch kein Baby starren gesehen hat: es starrt minutenlang ohne mit der Wimper zu zucken in die Linse und selbst Ablenkungsmanöver ignoriert es. Nix zu machen! Es starrt weiter! Das bedeutet: Geduldig sein ist das A und O! Die Kamera also erstmal weglegen, nicht auf die Uhr gucken und smalltalk mit den Eltern führen. Übrigens für mich eine der schwersten Begebenheiten. Gut wenn man jemanden kennt, der Psychologie und Coaching studiert hat, und Menschen, die zwar hinter der Kamera alle Scheu verlieren, sich aber ohne schüchtern dahin bewegen, die Angst etwas nehmen kann.

Wie auch immer, nach einiger Zeit ist das Kind dann meistens „warm“ geworden mit der Kamera und hoffentlich auch mit Dir!  Wenn es schon krabbeln kann, dann lässt man es die Kamera berühren oder macht zwischendurch ein paar Fotos, um ihm zu zeigen, dass es alles „ganz normal ist!“.

Schwer hingegen sind die sogenannten Fremdel-Phasen (meist um den achten Monat, kann bis zu 1,5 Jahren dauern!!!). Am Telefon frage ich immer nach, wie alt das Baby ist und ob es eventuell fremdelt, um vorbereitet zu sein( ebenso frage ich im Vorfeld nach Lieblingssituationen, Lieblingsplätzen, was es gerne mag und natürlich auch, vor was es Angst hat. Ich kenne z.B. ein Baby, das seltsamerweise Angst vor schwarzen Schuhen hat – also trag ich helle Turnschuhe, wenn ich zu ihm fahre.)

Zur Fremdel-Phase: Es kann vorkommen, dass man nur den Raum betritt und das Baby schreit und weint und findet alles schrecklich. So schrecklich, dass man sich am Besten erstmal zurückzieht, das Baby aus der Ferne beobachten lässt und einige Zeit abwartet. Hat es nach einer halben Stunde noch immer Angst, sollte man den ganzen Termin vielleicht am Besten verschieben. Für das Baby bedeutet es puren Stress und für die Eltern, die mit dem Weinen des Babys Stresshormone en masse ausschütten auch….. Babyfotografie erfordert Geduld. Aber das sagte ich bereits….


Foto: Kerstin Mumm

Wenn dann aber alles gut ist, die Stimmung stimmt, das Licht auch, kann man loslegen. Erst einmal aus dem Hintergrund mit einem mittleren Tele. Man tastet sich immer mehr heran. Und wenn man dann noch ein interessantes Spielzeug parat hat, ist der Weg zum Herzen des Babys meist offen und man kann lebendige Momente vom Krabbeln, Jauchzen, Lachen etc. einfangen. Stimmungsbilder!

Man sollte aber immer ein Auge darauf haben, wie das Baby sich fühlt! Oft ist es schwerer zu erkennen, als beim eigenen Kind, wie fast alle Eltern wissen. Und für die Kinderlosen sei gesagt: sobald das Kind weint (warum auch immer! Müde, Hunger, Angst….), muss sofort eine Pause eingelegt werden! Viele Eltern trauen sich leider nicht zu sagen, dass es nun reicht, oder dass das Baby Hunger hat und gestillt werden muss. Sei es aus Angst vor „Zeit = Geld“ oder dass sie nicht wissen, wie man einen Menschen am Besten bei der Arbeit unterbricht……wie auch immer, leider steht man als Fotograf dann manchmal auf dem Schlauch, wenn jemand nicht aus sich herauskommt und das Ende bzw. eine Pause ankündigen möchte.

Und junge Fotografen/innen können sich in derlei Situation vielleicht auch nicht hineinversetzen, bzw. spüren die Stimmung zwischen Mutter und Kind nicht. Augen also auf! Schaut die Mutter ungeduldig? Scheint sie plötzlich ohne Grund gestresst? Weint das Baby? Wirft sich ein älteres Baby in die Arme der Mutter und wendet sich vehement ab? Gähnt das Baby ununterbrochen oder niest es viel (kann auch ein Zeichen von Reizüberflutung sein!)? Immer wachsam sein und lieber einmal mehr bei der Mama nachfragen, ob alles noch in Ordnung sei! Sie wird es Dir danken!

Wichtig ist mir persönlich, nur mit natürlichem Licht zu arbeiten. Meine Termine lege ich nur vormittags und weise auch beim Vorab-Telefongespräch darauf hin, dass viel Licht an diesem Tag wichtig ist. Ganz winzige Babys bewegen sich ja noch nicht soviel, da bekommt man meist ohne Probleme gute Bilder hin.

Bei den größeren, flinken Babys siehts da schon anders raus. Gut ist es, immer eine Alternative anzugeben: Wenn die Sonne scheint: im Park! Wenns mal grauer ist,  in der Nähe des größten Fensters oder aber auch draußen! Dort entstehen dann meist auch die energiegeladensten Bilder! Beim Schaukeln, in die Luft werfen, Blümchen pflücken, während im Zuhause selbst alles oft viel weicher und kuscheliger wirkt!

Am Ende ist wichtig, eine gute Mischung aus beidem zu haben, um daraus dann die besten Bilder zu wählen.


Foto: Kerstin Mumm

Ergo: Ich wende mich an alle Fotografen, die sich an dieses Thema herantasten möchten. Und natürlich an alle, die selber Kinder haben, sie aber vielleicht nie wirklich als spannendes Motiv gesehen haben, sondern nur als „normales“ Familienmotiv. Nett und süß.

Oft wird vielleicht vergessen, dass Babys schon als winzige Menschen einen eigenen Charakter haben, den es lohnt auf einzigartigen Bildern festzuhalten. Ein Berg, den man fotografiert bleibt bestehen und wird vielleicht in 5 Jahren noch einmal diese besondere Lichtstimmung haben. Man muss nur geduldig warten. Ein Baby oder Kind ist nur einmal in seinem ganzen Leben so, wie es grade ist. Nur einen Sekundenbruchteil davon gilt es, in besonderen Motiven festzuhalten. Es wird nie wieder so lächeln, wie heute. Morgen sieht es schon wieder ganz anders aus!

Babyfotografie ist etwas anderes als normale Porträtfotografie. Das Lächeln eines Babys ist immer echt. Die Stimmung auch. Es ist ein höchst spannendes und auch sensibles Thema, bei dem man sich vielleicht auch selbst ständig fragt: war ich auch mal so? Hab ich dies und das auch mal mit diesen fragenden Augen betrachtet? Wagt Euch heran, ….an die Babys!

Kerstin Mumm

Literaturtipps (Amazon)

Babyfotografie
Baby Photography Now!

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15 Kommentare

  • jens sagt:

    Was ist denn das bitte für ein artikel? laberblub, blabla.
    Bin von fotografr eigentlich qualitativ bessere Artikel gewöhnt.

  • Omori sagt:

    In dem Artikel steht nicht die Technik im Vordergrund, sondern das Umgehen mit der fotografierten Person, in diesem Fall einem Baby. Das ist aus meiner Sicht ein wichtiger Punkt, der von vielen Fotografen vernachlässigt wird.

    Trotzdem danke, Jens, für die Rückmeldung, ich bin auch für negative Kritik offen.

    Gruß Omori

  • Andrej sagt:

    Gute Artikel (nicht für „Profis“ wie jens, natürlich), für mich aber sehr interessant und hilfreich. Und überhaupt, einfach schöne Text.

  • marco sagt:

    im gegensatz zu jens finde ich den artikel gelungen! wie oben bereits geschrieben, es geht um die herangehensweise und den umgang mit den menschen und nicht um die technik.

  • „“und wie ihr Fotos gelingen, die sich vom Durchschnitt abheben.““

    bitte um entschuldigung, die babybilder heben sich vom durchschnitt ab? von welchem durchschnitt? es handelt sich um suesse babys, aber was ist an den bildern fotografisch wertvoll?

  • omori sagt:

    Hallo Stefan,

    ich gebe Dir recht, künstlerisch wertvoll sind die Bilder nicht. Sollen sie aber sicher auch gar nicht sein.

    Baby- und Kinderfotos sind in der Regel eher kommerziell ausgerichtet auf den Geschmack der Eltern. Aber das, was eigentlich so einfach klingt, ist es eben doch nicht. Ich habe schon einige wirklich stümperhafte kommerzielle Fotografen erlebt, die Kinderfotos angeboten haben.

    Daher finde ich die Tipps und die Ergebnisse von Kerstin Mumm durchaus wertvoll, auch wenn ich nach Durchsicht Deines Portfolios verstehen kann, dass Du aus einer ganz anderen fotografischen Ecke kommst.

    Gruß Omori

  • Andreas Gerke sagt:

    Ich bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen. Und ich bin zwar kein Künstler, aber Vater eines kleinen Sohnes. Und ich glaube auch, dass es hier vordergründig nicht um die Kunst geht, sondern um zwischenmenschliche Beziehungen…-und die sind gelungen dargestellt. ICh habe beileibe schon andere Bilder von Babys gesehen!
    Und um auch einmal kritisieren zu dürfen: Meiner Meinung nach sind in den Bildern von Herrn Rohner nur Inzenierungen zu sehen (Nur darum geht es ihm anscheinend). allerdings ohne jegliches Gefühl für irgendetwas. Selbst die Bilder, die Dramatik oder ähnliches symbolisieren sollen, geben nichts wirkliches wider. Meine Frau hat bei den Bildern oft gegrinst (sie ist Kunstwissenschaftlerin) und gemeint: „Naja: DAS hab ich irgendwo anders auch schonmal gesehen! Selbes Bild, allerdings unter einem anderen Namen!“ Sie meinte, der Herr Rohner bedient nahezu jedes Klischee, dass es nur gibt! Technisch perfekt. Menschlich ohne Wertung. Und Künstlerisch viel zu oft nachgeahmt und inszeniert (Gibts auch mal „eigene Bilder“? Wo bleibt denn HIER die Kunst???)

    Als Vater, der sich für Babyfotografie interessiert zum Artikel, um den es hier ja gehen soll: gelungen und nachvollziehbar! Und vor allem menschlich und interessant. Weiter so, Frau Mumm!

  • […] dieser Seite. Kerstin Mumm zum Beispiel hat vor einiger Zeit auf FOTOGRAFR einen Artikel über Babyfotografie geschrieben, und dieser Artikel ist nun beim Suchbegriff “Babyfotografie” an zweiter […]

  • Jens Lange sagt:

    Also ich finde schon das sich die Bilder vom einheits-Baby in Badewanne-Brei unterscheiden. Man sieht deutlich das eine entspannte Atmosphäre war ….
    Gute Babyfotos …….

  • Tobias Herzog sagt:

    Hallo Omori,
    bedeutet das für den Studiofotografen, dass er sich ein anderes Feld als Baby Fotografie aussuchen sollte?
    Oder allgemeiner:
    Immer öfter lese und höre ich Stimmen die (höchstwarscheinlich oft in ermangelung einer Blitzanlage) darauf schwören wie unabdingbar ’natürliches‘ Licht sein muss. Alles muss on Location und im Park passieren, das ist das non plus ultra (klar, Studio hat der ‚ambitionierte Hobbyfotograf‘ ja keins)

    Diese Sätze mit ’natürlich‘ , nicht gestellt , nicht gespielt , hört man immer und immer wieder – einer redet es dem andern nach.
    Ist die Studiofotografie für den Mainstreamkunden am Arsch? tschuldigung

    MFG

    • @ Tobias: Ich bin jetzt nicht der Fachmann für Babyfotografie, aber eines ist klar: Die heutigen Kameras mit ihrer High-ISO Fähigkeit machen Fotos möglich, die vor 5 Jahren noch undenkbar waren.
      Die Fähigkeiten eines Fotografen sollten sich nicht daran festmachen, ob er mit Studioblitz oder ohne arbeitet (oder ob er einen solchen Blitz besitzt). Der erfahrene Fotograf wird das Werkzeug wählen, was in der gegebenen Situation angemessen ist

      Gruß Michael

  • Rob sagt:

    Mir gefallen die Bilder auch, insbesondere das schwarz/weiße am Anfang des Artikels. Die Bilder sehen aus, als hätte ein Fotograf seine eigenen Kinder fotografiert – und wenn das einem Fotografen bei fremden Kindern gelingt finde ich das eine große Leistung! Je mehr Kinderfotografen solch natürliche Fotos anbieten, desto seltener wird man die kitschigen Bilder mit Schleifchen im Haar oder einem Kind im Flechtkorb sehen…

    Rob

  • Beate Knappe sagt:

    Tja, ich mag diese Diskussion nicht „natürliches Licht“ versus Studiofotografie und ich mag nicht lesen, dass eine Frau, nach dem sie Mutter wurde, diese Art der Fotografie für sich entdeckt hat, das ist mir zu platt und zu unprofessionell und klingt irgendwie nach gestern.
    Ich entdecke immer wieder, dass die, die das „natürliche Tageslicht“ so hoch preisen, einfach nicht mit Licht im Studio umgehen können, schade. Ich mag keine Fotos auf denen Babys mit Schleife im Haar auf einem Holzflugzeug drapiert sind – das ist absurd. Es ist zutreffend, dass der Umgang mit Babys oder Kindern ein besondere ist. Doch wo sich die hier gezeigten Fotos von etwas abheben kann ich nicht erkennen und bitte was ist der „Durchschnitt“?
    Und soetwas :“Ganz winzige Babys bewegen sich ja noch nicht soviel, da bekommt man meist ohne Probleme gute Bilder hin.“ ist einfach irreführend und vermittelt den Eindruck, dass mit ein wenig Geduld und Spucke das jeder kann – was einfach falsch ist.

  • Lisa sagt:

    Hallo 🙂
    ich finde den Artikel und auch die Sichtweise super!
    Gerade in der Kindergartenfotografie sollten diese natürlichen Bilder endlich gefallen finden…
    Bisher habe ich Eltern bei dem Thema Kindergarten-Fotografie nur stöhnen hören: Das Bild ist ok aber DAS ist nicht mein Kind – so ist es nicht – ich erkenn mein Kind gar nicht wieder… ABER die Kindergärten buchen weiterhin die Sorte der Fotografen die alles so machen wie es immer war -.-

    Ich selbst bin fotografisch wohl irgendwo dazwischen – ich mag „gestellte“ Sets aber nur mit minimaler Deko und liebe das Fotografieren in der Natur.
    Und Familien fotografiere ich am liebsten beim Spaziergang im Park oder in den Feldern… ohne jeden einzeln zu „drappieren“… Ich möchte die Kinder bzw Familien in natürlichen Situationen fotografieren um die echten emotionen einzufangen 🙂

    Liebe Grüße
    Lisa

  • Kerstin Mumm sagt:

    Nach Jahren (6 um genau zu sein), habe ich gerade meinen eigenen Artikel wieder gelesen und die Kommentare dazu. Vielen Dank an alle. Tatsächlich haben sich die Technik und auch die ganze Herangehensweise in den Jahren verändert – aber ich muss sagen, dass ich tatsächlich noch genauso gerne Babys fotografiere wie damals. Nur dass es heute viel mehr Fotografen gibt, die Gottseidank auf die ganzen Posen beim Fotografieren von Babys verzichten. „Früher“ war das tatsächlich anders. Als ich angefangen habe, gab es in meiner Stadt tatsächlich nicht wirklich viele freiberufliche Fotografen. Es gab für frischgebackene Eltern nur das, was alle gemacht haben: ab ins Studio und dort vor Leinwänden Fotos machen. Bei uns in der Stadt gab es zu der Zeit – nach meiner Marktanalyse – keine Fotografen, die sich zb. draußen an den See gesetzt haben um dort Zeit zu verbringen und fotografiert zu werden. Ich bin zur richtigen Zeit auf den Zug gesprungen und bereue keinen einzigen Tag. Inzwischen gibt es hier zwar viele Fotografen, die nur on Location arbeiten aber jeder hat einen eigenen Stil und mit vielen ist man vernetzt. Das ist unglaublich schön und inspirierend.
    Der Arm der Mutter ist für mich aber nach all den Jahren noch immer das schönste Motiv. Und ich finde Zeit beim Baby fotografieren ganz wichtig. Auch Schleifchen und Mützchen und Körbchen etc sind – meiner Meinung nach – überflüssig. Ein Kommentator hat geschrieben: „natürliches Licht (…) in Ermangelung einer Blitzanlage (…) nicht gestellt (…) einer redet dem anderen nach“. Dazu sage ich: Auch ich blitze hin und wieder, auf Hochzeiten stelle ich meine Blitze abends der Feier auf und finde sie unglaublich wichtig. Aber bei Kinder- oder Babyfotos: warum soll ich blitzen, wozu? Ohne Blitz sind die Bilder viel schöner. Gerade weil es in einer gewohnten Umgebung ist, oder draußen wo die Farben leuchten. WARUM? Blitze stören kleine Kinder, und ich mag auch nicht angeblitzt werden. Das dazu.
    Im Endeffekt hat jeder einen anderen Geschmack. Und das ist doch das wunderbare. Manche mögen meine Bilder, manche die einer Kollegin die im Studio arbeitet, anderen reicht ein Bild aus dem Passbildautomaten um Erinnerungen festzuhalten. Was auch immer. So ist das gut und richtig – über gut und schlecht, richtig oder falsch ließe sich endlos diskutieren 😉
    Aber was ich eigentlich loswerden wollte: Auch Dank dieser Webseite, lieber Michael, habe ich es geschafft, mich in die Selbständigkeit zu wagen, habe mich weiterentwickelt und tue das noch immer. Für manche bin ich vielleicht „bloß eine Mutter“, die gerne fotografiert. Aber nein, das bin ich nicht. Ich bin eine Frau, die Ihren Beruf liebt, die als Kind schon fotografiert hat, freie Kunst studiert hat und die Dank Ihres eigenen Kindes vieles in der Berufswelt aufgegeben hat, um das zu machen, was sie nun ausfüllt. Fotografieren. Danke, dass es diese Webseite gibt!!!
    Ich wünsche Euch allen, Fotografen, Nicht-Fotografen, Vätern, Müttern, Profis und Anfängern eine ganz wunderbare Herbstzeit und bleibt Euch selbst treu.
    Eure Kerstin

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