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Sony Alpha 7R: Test und meine Meinung

Von 30. September 2014 17 Kommentare


Die Sony Alpha 7R ist bereits seit einiger Zeit auf dem Markt und hat für großes Aufsehen gesorgt. Nun habe ich sie für zwei Wochen in die Hand bekommen und getestet. Das Ganze ist kein technischer Test, sondern eher ein Erfahrungsbericht, wie ich die Kamera erlebt habe, was mir gefällt und was mich stört.

Das Konzept

Besonders an der Sony Alpha 7R ist der Vollformatsensor mit 36 Megapixeln Auflösung, der in ein spiegelloses Kamera-Gehäuse gepackt wurde. So etwas hat es vorher noch nicht gegeben und Sony läutet damit quasi eine ganz neue Kamera-Klasse ein.

Mit den bisherigen spiegellosen Kameras lässt sich die Sony aufgrund ihres Sensors nur schwer vergleichen und mit üblichen DSLRs wegen des fehlenden optischen Suchers auch nicht so richtig.

Die Frage, die sich mir stellt: Vereint die Sony das besten aus beiden Welten (DSLR und Systemkamera/DSLM)? Oder ist das ganze ein Kompromiss?

Baugröße und Gewicht

Das Kameragehäuse wiegt weniger als 500 g und ist in seinen Abmessungen sehr kompakt. Für manche Männerhände vielleicht sogar zu filigran, aber das ist Ansichtssache. Die Hoffnung, dass die eigene Kamera-Ausrüstung mit der Sony deutlich leichter wird, als bei einer Spiegelreflex-Ausrüstung, bewahrheitet sich aber nur bedingt. Denn die Objektive müssen aufgrund des großen Sensors technisch bedingt eine ähnliche Größe haben wie bei einer Vollformat-DSLR.

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Größenvergleich Sony E-Mount, Canon-Vollformat und Micro Four Thirds Objektiv

Ich hatte beispielsweise ein Sony / Zeiss Sonnar 55 mm f1.8 im Test, das mehr wiegt als ein Vollformat-DSLR-Objektiv ähnlicher Leistung (beispielsweise das Canon 50 mm 1.4). Ein Micro Four Thirds – Objektiv (beispielsweise das Panasonic 20 mm 1.7) wiegt nur ein Drittel.

Wer also auf Gewichtsersparnis Wert legt, schaut sich vielleicht eher bei den spiegellosen Kameras mit etwas kleinerem Sensor um.

Bildqualität

Die Bildqualität der Sony Alpha 7R ist (zumindest mit den von mir getesteten Objektiven) einfach atemberaubend. Wenn alle Aufnahmeparameter stimmen, liefert die Kamera Bilder in einer Detailliertheit, die es vorher bei spiegellosen Kameras nicht gegeben hat und die die Qualität der meisten DSLRs in den Schatten stellt.

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P1409-Sony-098-708

Als Beispiel zeige ich hier einen unbearbeiteten 100 % Ausschnitt aus dem darüber gezeigten Foto, das mit Blende 2.8 bei 1/500 sec und ISO 50 mit dem erwähnten 55 mm Zeiss Objektiv entstanden ist.

Autofokus und Geschwindigkeit

Die Sony Alpha 7R ist nicht für Action- und Sportfotografen geeignet. Dafür ist der Konstrast-Autofokus einfach zu langsam. Ich habe versucht, meinen Sohn beim Fußball-Spielen mit der Kamera einzufangen und bin nicht so richtig glücklich damit geworden.

Bedien-Konzept

Seit über 10 Jahren arbeite ich mit Canon DSLRs. Da hat man sich natürlich an das Bedienkonzept dieser Kameras gewöhnt und kann sie quasi im Schlaf bedienen. Trotzdem kam ich mit der Sony auf Anhieb gut klar. Einzige Kritikpunkten sind die etwas umständliche Verschiebung des Fokuspunktes sowie die Verstellung der ISO-Empfindlichkeit, die irgendwo im Menü versteckt ist.

Die Fokus-Verschiebung ist ein wichtiger Punkt für mich, den die Sony leider nicht so komfortabel leistet wie meine Canon EOS 5DIII. Aber da sind andere spiegellose Kameras leider auch nicht besser.

Einen ähnlichen Eindruck schildert auch Gunther Wegner in seinem Review.

Ein kleiner, aber wichtiger Punkt

Ein kleiner, aber für mich sehr wichtiger Punkt ist, dass man den Akku der Alpha 7R über ein handelsübliches Micro-USB Ladegerät aufladen kann. Andere Hersteller liefern zu jeder neuen Kamera einen neuen Akku-Typ und ein neues Ladegerät. Bei mir hat das dazu geführt, dass ich mittlerweile 15 dieser Ladegeräte vorhalten muss und im Zweifelsfall auf Reisen genau das falsche Ladegerät dabeihabe. Dass Sony hier auf einen Standard setzt, den viele Technik-Nutzer ohnhin mit sich führen (beispielsweise zum Aufladen von Handy und Tablet), finde ich sehr kundenfreundlich und daher besonders erwähnenswert.

Ein Kamera für Profis?

Sony bietet seit der Photokina 2014 für die Alpha 7 einen Profi-Service an, der sich an den Angeboten von Canon und Nikon orientiert. Daran erkennt man, dass der Hersteller sein Produkt ganz klar im Profi-Bereich positioniert.

Einmal abgesehen von Action- und Sportfotografen gibt es sicher einige Foto-Profis, die diese Kamera in die engere Wahl nehmen oder bereits als Arbeitsgerät einsetzen (wie beispielsweise Alexander Heinrichs). Bis das ganze aber auf breiter Fläche passiert, muss in meinen Augen erst der Autofokus schneller werden, die Objektiv-Palette deutlich vergrößert werden und Sony zeigen, dass sie den Profi-Service ernst meinen.

Mein Fazit

Die Alpha 7R ist eine bemerkenswerte Kamera mit einer atemberaubenden Bildqualität.

Trotzdem wird sie im Moment für mich nicht dazu führen, dass ich von Canon zu Sony wechsle. Die noch kleine Objektiv-Palette, der durchschnittliche Autofokus sowie die nicht ganz so praxisgerechte Bedienung lässt mich derzeit bei Canon bleiben.

Eine Reihe interessanter Meinungen, die sich teilweise von meiner Einschätzung unterscheiden, gibt es bei Amazon.

Wie ist Eure Sichtweise auf diese Kamera? Habt Ihr sie einmal ausprobiert? Oder sogar gekauft? Wie ist Euer Eindruck?

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

17 Kommentare

  • Danke für diesen differenzierten Bericht. Zusatzfrage: Hast du auch die Videofunktionen getestet? Wie sind die bzw. wie ist die Videoqualität?
    Ein schneller Autofokus wäre für meine Arbeit auch Voraussetzung. Wäre toll, wenn Sony da noch nachlegt. Die Panasonic GH4 zeigt ja durchaus, dass das auch mit Kontrast-AF möglich ist.
    Beste Grüße
    Hendrik

  • Danke für den Bericht. Ich bin gerade dabei mir eine zu bestellen mit Metabones Adapter für meine Objektive von Canon.
    Ich habe die Sony selbst vor einer Woche für einen ganzen Tag getestet und war hin und weg von der Bildqualität, sei es Stills oder Video.

    Danke und Gruß

  • Ben sagt:

    Moin,

    also ich hab die Alpha 7 getestet und muss sagen, dass es ein cooles Ding ist.
    Die Fokus-Verschiebung geht übrigens über die C3 Taste schneller und besser als bei Canon (Vergleich 5D MK III) und man kommt halt bis in die Ecken.
    Iso-Wert konnte ich problemlos über das Rad direkt einstellen…
    Also ich hab jetzt schon mehrfach von der Fokus-Verschiebung im Menü-rum-suchen gelesen und so ging es mir zu Beginn auch. Aber als ich den dreh mit dem Knopf raus hatte war das kein Thema mehr. (Und nein ich hab nichts umbelegt :D)
    Also für mich hat die Sony definitiv eine Zukunft. Vielleicht nicht die 7, oder die 7R (die ja den langsameren Autofokus hat, dafür aber eine Auflösung die ich nicht brauch :D), aber vielleicht eine Alpha 8? 😉 – wer weiss.

    Grüsse Ben

  • Eike sagt:

    moin, zum verstellen der ISO Zahl muss man eigentlich nur am Rädchen an der Rückseite drehen. das geht direkt
    der fokuspunkt ist wirklich ein minus punkt.

  • Martin sagt:

    Interessanter Artikel und ein interessantes Bild mit dem FE 55/1.8 neben dem EF 50/1.4. Ich finde es zeigt das Dilemma: eine super Kamera aber es gibt keine passenden sinnvollen Objektive. Wobei ich damit kompakte und lichtstarke Festbrennweiten meine. Andere Hersteller bekommen das auch hin (Fuji), manche auch mit Vollformat (Leica, Voigtländer).
    http://www.spuelbeck.net/mirrorless-milestone-sony-a7/
    Als Rundumlösung bleibe ich daher auch erstmal bei der DSLR, auch wenn so eine Vollformat-Mirrorless verlockend erscheint.

  • Redeyeimages sagt:

    Teste mal die a6000. Sie ist kleiner als die a7 Serie hat zwar nur APS-C aber doch sehr gut. Und ihr AF ist schnell.
    Sie dürfte deinen Anforderungen entsprechen.
    Für Video ist dort auch die AF-Sperren Funktion gut, wo ichnder Kamera zB eine Person zuweise diemsie verfolgen soll.

  • Marc sagt:

    Schöner Bericht. Ich liebäugle auch immer wieder mit einer a7, oder doch einer a7r oder s?
    Die Auflösung der a7r find ich schon sehr geil, aber auch bei mir ist der Autofokus der Knackpunkt.
    Wenn ich eine halbwegs kleine Kamera habe, dann will ich die natürlich auch dafür einsetzen können meine Kinder beim Sport usw. zu fotografieren.
    Trotz allem ist die a7r eine klasse Kamera mit der Sony den anderen Herstellern sehr schön zeigt wo es in Zukunft wohl hingehen wird. Aber ich warte auf eine A7 mit dem Autofokus der a6000 dann schlage ich zu!

  • Interessanter Bericht.

    Das Verschieben des Fokusfeldes ist bei mir auf der Mitteltaste des Drehrades gelegt. Einmal drücken und ich kann das Fokusfeld verschieben. Ich finde das genau so einfach wie bei der Canon 5D Mark III.

    Gruß Diana

  • Ralf Badera sagt:

    Als ich die A7 auf der photokina in die Hand nahm und ein wenig damit herum spielte, störten mich auch sofort ein paar Punkte:
    1. Standardmäßig erfolgte die „Bildkontrolle“ nach dem Auslösen direkt im Sucher für einige Sekunden – ich dachte zunächst, das ausgelöste Bild sei eingefroren, weil das Speichern auf der Karte so lange dauert, doch ein Sony-Messestand-MA klärte mich dann auf. Hatte mich schon gewundert und hätte das als absolutes no-go empfunden. Man kann die Anzeigezeit einstellen (0 bis 10 Sekunden).
    2. Das Verschieben des AF-Felds, wie bereits mehrfach schon beschrieben wurde, ist auf eine Art und Weise gelöst, wie ich sie indiskutabel finde. Ich verstehe auch nicht, wieso das in dieser Form umgesetzt wurde. Warum wird das Rädchen auf der Rückseite funktional wie bei einer Kompaktkamera belegt und nicht wie bei einer Spiegelreflexkamera?
    3. Die Platzierung der programmierbaren Knöpfe mag für irgend jemanden logisch sein, für mich nicht. C1 oben rechts, C2 hinten oben mittig und C3 hinten unten rechts – warum verstreut verteilt?
    4. Der elektronische Sucher ist wirklich schön hell und groß. Aber auch hier: Das Umschalten vom Display/LiveView auf den Sucher (sobald man mit dem Auge an den Sucher geht) und auch anders herum geschieht immer mit einer leichten Verzögerung. Zudem zeigt der Sucher das vermutlich allen Kameras mit einem elektronischen Sucher anhaftende monitorhafte Bild. Von natürlichem Seheindruck merke ich nichts.
    Also irgendwie nicht so überzeugend – für mich. Das einzige, was ich klasse finde, sind Größe und Gewicht der Kamera.
    Vielleicht könnte ich mich mit der Bedienung anfreunden, wenn ich nur diese Kamera mal für mindestens eine Woche mit in den Urlaub nehmen würde, hege jedoch gewisse Zweifel. Und die Kamera einfach mal testweise kaufen, dafür ist sie dann doch ein wenig zu teuer. Also momentan sehe ich in dieser Preisklasse die A7 (egal mit welchem Buchstaben) noch lange nicht als ernsthafte Konkurrenz zu Canikon.

  • HL-Photo.com sagt:

    Danke für diesen Bericht. Ich kannte diese Kamera vorher noch gar nicht (bitte jetzt keine Fragen wie: wo lebst du? Hinterm Mond!). Aber die Bildqualität in Verbindung mit Profiobjektiven ist für mich ein sehr entscheidender Faktor. Was mich aber bisher immer abschreckte ist, dass diese ganzen neuen spiegellosen Kameras nur mehr elektronische Sucher habe – damit kann ich mich in keinster Weise anfreunden. Sehe hier massivste Nachteile z.B. beim Fotografieren im Sonnenlicht. Ich finde damit ist keine ordentliche Bildgestaltung möglich. Bin jedesmal entzückt wenn ich durch meinen Canon Mark II Sucher sehe, egal ob im hellen Sonnenlicht oder in dunkler Umgebung, einfach top der optische Sucher!

  • Benni Dixen sagt:

    Also ich hatte die Kamera nun ein paar mal in der Hand und muss sagen dass mir der Autofokus eigentlich ziemlich egal ist, da das manuelle Scharfstellen durch das Fokuspeeking so genial ist, dass ich schnell mein Motiv im Kasten habe, ohne vorher den richtigen Fokuspunkt auszuwählen.

    Ebenfalls finde ich es ganz nett dass man einen konstanten Live View hat. Ok, erfahrene Fotografen werden diese kaum brauchen, dennoch kann man dort schon den Dynamikumfang besser einschätzen.

    Mir fehlen eigentlich nur noch gute Objektive. Klar gibt es den Adapter, aber über den Adapter lässt sich die Blende am Objektiv nicht mehr umstellen! Und daher sind für mich Canon und Nikon Objektive an der Sony unbrauchbar.

    Gekauft wird sie dennoch 😉

  • Ralf sagt:

    „Die Sony Alpha 7R ist nicht für Action- und Sportfotografen geeignet. Dafür ist der Konstrast-Autofokus einfach zu langsam. Ich habe versucht, meinen Sohn beim Fußball-Spielen mit der Kamera einzufangen und bin nicht so richtig glücklich damit geworden.“

    Danke für diese ehrliche Meinung, untermauert durch einen ganz, ganz simplen Test, die eigenen spielenden Kinder. Wenn ich da an das verlogene Gelaber gewisser Konsorten aus dem Spiegellos-Lager denke, die gebetsmühlenhaft das Ende der DSLR herbeireden. Soll ich für das von mir nicht angezweifelte Quäntchen mehr an Bildqualität einer Sony A7 tatsächlich zwei Kamerasysteme einlagern?

    Oder im Fall zu kleiner Sensoren und tatsächlich kompakterer Objektive das Fotografieren einfach einstellen, weil ich unter 4-5000 ISO nicht zum gewünschten, ja geforderten Foto komme? Auch wenn das zugegeben eher seltener gefordert ist. Und wozu, wenn mir EINE Kamera, die Vollformat-DSLR das ALLES serienmäßig bietet.

    Offensichtlich wollen gewisse Leute auch nicht akzeptieren, dass bestimmte C&N-Modelle einigermaßen kompakt und durchaus unauffälliger werden, wenn ich das Batterieteil mal zu Hause lasse und nur ein 1,8 oder 2/28 oder 35 und ein 1,8/85 einstecke.

  • Andreas sagt:

    interessanter und ehrlicher Bericht – toll und offen geschrieben.
    Kommend von Nikon bin ich letztes Jahr über eine NEX-5n bei der A7 (ohne R) gelandet.
    Schon bei der NEX verblasste mein Wunsch weiterhin eine DSLR zu benutzen. Irgendwie sind sie mir zu klobig geworden…
    Da ich auch analog mit einer Minolta unterwegs bin, war es für mich die perfekte Ergänzung zwischen den beiden Welten. Als die A7 erschien hatte ich meinen „Wunsch“: Eine kompakte VF-Kamera, die nicht zu klobig ist, und „mein System“ ergänzt. Mittlerweile ist die NEX verkauft und die A7 wird aktuell nur mit meinen alten manuellen Minolta Rokkor Gläsern betrieben.
    Für mich aktuell eine passende Kombination die richtig Spaß macht. Zusammen mit dem Fokus-Peaking habe ich für mich eine Fotografie ohne Sucher entdeckt und angewöhnt, dass ich diesen am liebsten komplett verbannen würde. Dementsprechend habe ich gerade 1 oder 2 mal durch den EVF geschaut, weswegen er mich auch nicht stört…
    Aber, ich glaube die „Akzeptanz“ für eine solche Kamera hängt nicht nur von der Offenheit des Fotografen ab, sondern auch von dessen gedachten Einsatzzweck. Da ich keine Menschen, Sportler oder schnelle Dinge vor die Linse nehme, passt sie für mich. Jemand der aber auf diese Motive angewiesen ist, und es sich nicht aussuchen kann, für den ist die A7 meiner Meinung nach nichts…

  • […] Meinung zu der Sony 7R sowie dem Zeiss Objektiv habe ich in einen separaten Artikel […]

  • Man kann sagen die A7 ist schwerer als eine Micro Four Thirds, macht aber erstaunlich gute bilder, oder man kann sagen eine A7 macht bilder wie die besten KB spiegelreflexkameras ist aber erstaunlich leicht.

    Ich habe entschieden, meine A7 ist erstaunlich leicht 😉

    Man kann sagen, es gaebe recht wenig orginal objektive (obwohl das durchaus gute sind die huebsch was abdecken), oder man kann sagen mit hilfe von „focus-peaking“ geht manuelles fokusieren derart einfach das man auf mehr objektive, sinnvollen, zugriff hat wie bei jedem anderen hersteller. Teilweise sehr, sehr gute und legendaere glaeser und praktisch alles passt.

    gruss aus berlin

    Was allerdings stimmt, die A7 kann nicht nur klassische glaeser, sondern braucht auch einen klassischen fotografen hinter dem glas. Weniger einen reporter oder sportfotografen. Letzteres weil sie langsam ist, (das mit dem AF stimmt leider), ersteres weil sie jemand braucht der das alles zu schaetzen weiss und auch mal ohne AF und zoom kann.

  • Hallo Michael, vielen Dank für diesen ausführlichen Erfahrungsbericht. Auch wir haben vor einigen Wochen den Test gemacht. Sony Alpha 7R und die 7RII bei verschiedenen Shootings, Messestand- und Reportagefotografie. Viele Jahre Nikon, heute Canon bin ich „fast“ versucht alleine schon aus Enttäuschung über die Einfallslosigkeit bei den Canonentwicklern Sony eine echte Chance zu geben und komplett umzusteigen. Der AF ist nicht so das Thema für uns, wir kontrollieren eigentlich in 95% aller Fälle unter sehr kontrollierten Bedingungen.

    Was mich aber schon „verrückt“ gemacht hat, irgendetwas geht verloren auf dem Umweg des OLEDsuchers zum Auge. Ich weiß noch nicht genau, wie ich das in Worte fassen kann, aber neben dem „fummligen Ding“ ist das eines der wesentlichen Dinge, die mich im Moment noch vom Umstieg abhalten. Ich fand es auch sehr anstrengend 4 Stunden durch diesen Sucher zu blicken und weiß nicht, wie es mir ergeht, wenn ich das dann täglich so und nicht anders meinen Augen zumute.

    Ich werde alles in Ruhe überdenken und mit Deinem Bericht hast Du mir auch ein großes Stück geholfen.
    Viele Grüße aus Köln
    dirk

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