Portraitfotografie

Martin Rohrmann: Fotos von Jugend und Schönheit

Martin Rohrmann studiert seit 2004 an der Fachhochschule Hannover Fotografie mit dem Schwerpunkt Fotojournalismus und Portrait. Seine aktuellen freien Arbeiten hat er nicht mit Models, sondern mit Personen aus seinem Umfeld, die das erste mal vor der Kamera stehen, fotografiert.

© Martin Rohrmann

© Martin Rohrmann

© Martin Rohrmann

© Martin Rohrmann

© Martin Rohrmann

Martin Rohrmann zu seinen Fotos:

Wenn ich gefragt werden, ob diese Fotos nun Portraits oder Fashionbilder sind, weiß ich darauf keine Antwort. Es sind Fotos von Menschen – tolle, junge Leuten, die ich alle selbst ausgesucht habe. Teilweise hab ich sie auf der Straße angesprochen, teils stammen sie aus meinem Freundeskreis. Sie alle verbindet Jugend und Schönheit, zumindest erkenne ich es ihnen. Jugend … Schönheit … vielleicht ist das oberflächlich, aber ich finde Oberflächlichkeit wird unterschätzt. Auf jeden Fall ist dieses Projekt ein kompletter Gegensatz zu meinen kommerziellen Aufträgen und freien Reportagen.

Es ist schwerer mit Anfängern zu arbeiten, aber darin sehe ich einen großen Vorteil: Man bekommt viel intimere Bilder, die Unsicherheit der Modelle (die ja zum ersten Mal fotografiert werden) wird sichtbar, genau wie ihre Verletzlichkeit. Ich möchte ihre Verletzlichkeit fotografieren, ihre Zweifel und Zerrissenheit und trotzdem auch ihre Freude, ihre Schönheit und die verborgene Stärke in ihnen.

Ich fotografiere sie einen halben Tag lang – nicht länger. Sie sollten sich nicht an die Kamera gewöhnen, keine Routine gewinnen, ihre Anspannung behalten. Für mich die Herausforderung, innerhalb kürzester Zeit zu ihnen durchzudringen. Ich wählte die Kleidung aus, die Orte an denen wir fotografierten. Ich fotografierte ganz allein, ohne Assistenten oder Visagisten. Auch im Studio arbeitete ich allein mit dem Model.

Weitere Informationen: Interview mit Martin Rohrmann sowie weitere Fotoserien auf seiner Homepage.

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

5 Kommentare

  • Also ich finds schon irgendwie amüsant, wenn Profifotografen das machen, was der Hobbyist mehr oder weniger tagtäglich tut und das dann als was besonderes darstellt – mit Personen aus dem Umfeld arbeiten. Die Bilder sind ganz gut – aber nix, was nicht dutzende von Hobbyfotografen auch locker hin bekommen. Das Modelrecruting über beispielsweise Facebook ist für Hobbyisten Alltag, denn welcher Hobbyfotograf kann sich schon Models aus ner Agentur leisten? Und die Mädels aus der MK sind meilenweit von Profis entfernt (Ausnahmen bestätigen die Regel) und stehen meist auch zum erstenmal vor der Kamera und haben keinen Plan. Was hier gezeigt wird ist also nix tolles – sondern für Hobbyfotografen eher normales.

    Gruß
    Light Impression
    https://www.facebook.com/LightImpression

  • Claudia sagt:

    Mich sprechen diese ausgewählten Bilder leider nicht an. Wie Light Impression schon sagte, es ist nix tolles – sondern eher für Hobbyfotografen geeignet.
    Allerdings ist man bestimmt kein Hobbyfotograf wenn man es an die FH hannover geschaft hat. Oder ist der Standart nicht mehr so hoch gesetzt wie früher? Ich möchte mit der Frage keinem auf die Füße treten.

    Jedenfalls stell ich mir die Frage warum Martin gerade diese Portraitbilder zur verfügung gestellt hat. Er hat auf seiner Homepage ein paar Bilder dazwischen die Aussagekräftiger sind. Und dann besteht auch nicht die Gefahr als Hobbyfotograf abgestempelt zu werden.

    Das ist meine Meinung.

  • t.w. sagt:

    ich finde, da liegt ein denkfehler drin, light. erstens mal haben hobbyfotografen in der regel keinen plan was sie tun, kein konzept wie man so schön sagt, sondern fotografieren munter drauf los ohne irgendwelchen intentionen, ferner kommen hobbyfotografen in der regel nie auf solche ergebnisse wie der fotograf aus dem tipp. das rad neu erfunden hat dieser fotograf sicherlich nicht, dennoch sehe keine vergleichbarkeit zwischen einem hobbyfotografen, der seine liebsten knipst oder sich auch models sucht und jemanden, wie hier der fotograf, der sich gezielt gedanken macht und leute sucht die auch alle wunderbar zusammenpassen und diese neulingsmodels dazu bringt, so auf der kamera rüberzukommen wie sie jetzt rüberkommen. sowas hab ich noch von keinem (hobby)fotografen gesehen. was man da in der regel sieht sind schnurzlangweilige posings der models, sogar wenn die fotografen profimodels haben. kann man vielleicht vergleichen mit einem hobby- und einem profikoch die beide mit denselben zutaten kochen, aber ganz andere ergebnisse kriegen, obwohl die zutaten gleich waren. auf jeden fall finde ich diese fotos stringent und durchaus „besonders“ fotografiert und mal ein lichtblick im dschungel all dieser hochglanzfotos. ich finde auch, dass zwar viel leute gute fotos machen, nur können sie diese ergebnisse oftmals nicht halten, bzw. haben keine eigene linie, keinen stil. und wenn sie einen stil haben, dann ist das ein stil, der nur durch technik entsteht.
    mfg
    timo

  • André sagt:

    Was man schon erkennt ist die gute Grundausstattung. Grade am zweiten und vierten Foto kann man das sehen. Dennoch sehe ich es auch eher wie Light. Wenn ich in der FC die Fotos von Freunden durchsehe, dann hat jedes zweite diese Richtung. Und jedes fünfte kann mithalten. Dann soll die Arbeit von Martin Rohrmann nicht schmälern, denn die Fotos sind sehenswert. Aussergewöhnlich sind sie jedoch nicht.

    „Oberflächlichkeit wird Unterschätzt“. Das muss ich mir merken 🙂
    Mir fehlt da die Nachhaltigkeit in der Oberflächlichkeit.:)

    Beste Grüße
    André

  • Danke für Eure ausführlichen und fairen Kommentare.

    Mich sprechen die Bilder von Martin Rohrmann sehr an und ich kenne wenig Hobbyfotografen, bei denen es mir ähnlich geht.

    Aber die Geschmäcker sind unterschiedlich. Mich sprechen dagegen die Portfolios von Claudia und Andre nicht besonders an (bitte nicht böse nehmen, das ist nicht als Retourkutsche gedacht).

    Die Unterscheidung Hobby / Profifotograf hat in meinen Augen oft wenig mit künstlerischer Qualität zu tun, sondern mit Erfahrung in der Auftragsabwicklung, Zuverlässigkeit, Routine, etc etc

    Gruß Michael

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