Fotografen Website: 10 wertvolle Tipps

18. November 2021November 21st, 202117 Kommentare
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Die Fotografen-Website gehört heute zu den wichtigsten Marketing-Maßnahmen eines Berufsfotografen. Wenn sie richtig gestaltet ist, gute Inhalte aufweist und von Suchmaschinen gefunden wird, leistet sie fast ohne weiteres Zutun und ohne weitere finanzielle Investition unschätzbare Dienste in der Kundengewinnung.

Ziele und Inhalt deiner Website

Eine Website für Fotografen soll in den meisten Fällen nicht direkt verkaufen, sondern den Kunden dazu bringen, Kontakt aufzunehmen. Du zeigst das, was ein Interessent bekommt, wenn er oder sie mit dir zusammenarbeitet und weist deine Expertise nach.

Du beschreibst, welchen Nutzen deine Kunden durch die Zusammenarbeit erzielen. Dadurch zeigst du, dass du die Wünsche des Kunden verstehst und erfüllen kannst.

Du zeigst Persönlichkeit und lässt die Interessenten einen Eindruck gewinnen, wie die Arbeit mit dir ganz konkret aussehen wird.

Du lieferst Argumente, warum gerade du der richtige Ansprechpartner bist und baust über Kundenmeinungen Vertrauen auf.

Die ideale Website weckt Interesse und ein Bedürfnis, baut eine Beziehung auf und führt zu einem persönlichen Kontakt.

Erster Eindruck

Der erste Eindruck muss überzeugen

Gleich auf den ersten Blick möchte der Besucher sehen, was auf dieser Website zu erwarten ist.

Daher möchten wir sofort Interesse wecken und die Botschaft senden: Hier bist du richtig!

Ohne dass der Besucher klicken oder scrollen muss.

Tipp: Überprüfe diesen ersten Eindruck auch auf Mobilgeräten.

Domain

Nutze eine eigene Domain. Punkt.

Kein foto-meier.wordpress.com oder fotomeier.webbaukastenanbieter.com

Sondern foto-meier.de oder andreasmeier.com.

Das zahlt sich auch später bei der Suchmaschinenoptimierung aus.

Fotos auf der Website

Portfolio

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Die Beispielfotos auf der Website zeigen nicht nur eine erstklassige Qualität, sondern entsprechen vor allem genau dem, was ein potentieller Kunde jetzt bei dir beauftragen kann.

Keine Heldentaten der letzten 10 Jahre!

Zeige eine einheitliche und aktuelle Bildsprache. Bringe deinen eigenen Stil rüber.

Und sortiere alle Fotos aus, die älter als 3 Jahre sind, denn sie werden nicht mehr dem entsprechen, was du heute abliefern möchtest.

Zeige nur dann Fotos mit sehr jungen Models, wenn du sehr junge Models ansprechen möchtest.

Ist dein Zielpublikum eher die Generation 40 plus, dann zeige Fotos mit Menschen 40 plus. Eigentlich logisch, oder?

Kein Ablenkungen von deiner Positionierung

Zeige keine Fotos, die nicht zu deiner Positionierung passen. Auch dann nicht, wenn sie noch so gut geworden sind.

Ich hatte zu meiner Zeit als Businessfotograf die Möglichkeit, für einen Boxweltmeister den Meisterschaftskampf zu begleiten. Dabei sind sehenswerte Fotos entstanden, die ich aber nicht auf meiner Website gezeigt habe. Einfach weil ich nicht in diesem Bereich tätig war und auch keine entsprechenden Aufträge bekommen wollte.

Möglich ist eine Unterrubrik „Meine persönlichen Projekte“, in der du Arbeiten zeigst, die über die Themen deiner Aufträge hinaus gehen.

Kontext

Beschreibe zu den Fotos auch den Kontext, in dem sie entstanden sind. Am besten: Du zeigst, wie deine Fotos vom Kunden eingesetzt werden.

Sehr überzeugend sind also gedruckte Werbeanzeigen mit deinen Fotos oder der Screenshot von der Website des Kunden.

Fotografen Website

Texte auf der Website

Website Text

Bilder sprechen zwar bereits für sich, werden durch Texte in den Kontext gesetzt und dadurch kraftvoller. Erst durch die Texte auf deiner Website zeigst du dem Interessenten, dass du der richtige Fotograf für ihn bist.

Außerdem sind Texte Voraussetzung für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung.

Klare Aussage zu deinem Angebot

Natürlich sieht man auf deinen Fotos, was du anbietest. Beschreibe es aber noch einmal textlich. Nicht alles, was dir klar ist, versteht der Interessent genauso schnell.

Zielgruppe ansprechen

Sprich deine Zielgruppe konkret an. Mach deutlich, für wen du arbeiten möchtest,

Für den Besucher ist das sehr überzeugend. Denn dadurch merkt er, dass er hier richtig ist.

Kundennutzen darstellen

Schreibe immer über den Kundennutzen, nicht so sehr über die Produkteigenschafen

Es ist für den Kunden absolut uninteressant, mit welcher Ausrüstung du arbeitest und mit welcher Auflösung du deine Bilder ablieferst.

Wenn du als Hochzeitsfotograf beschreibst, dass du magische Momente einfängst und für die Ewigkeit festhältst, überzeugt das viel mehr.

Denke immer daran: Du bist dafür da, Herausforderungen zu lösen und Wünsche zu erfüllen

Sprache des Kunden sprechen

Verwende die Worte, die auch deine Kunden nutzen. Vermeide Fach-Chinesisch und Fotografen-Sprech.

Das fällt dir am leichtesten, wenn du den Menschen gut zuhörst, wenn sie über deine Arbeit sprechen.

Schreib dir am besten genau diese Wortwahl auf und verwende sie anschließend. Dadurch erreichst du, dass weitere Interessenten sich gut verstanden fühlen.

Emotionen

Sprich die Kunden emotional an. Wecke Bedürfnisse.

Bei der Hochzeitsfotografie kannst du über die über Freudentränen im Auge des Brautvaters schreiben.

Aber auch bei der Businessfotografie sind Emotionen wichtig.

Persönlichkeit

Wer bist du?

Die Website sollte etwas über deine Persönlichkeit aussagen. Und damit meine ich ausdrücklich nicht, mit welch toller Ausrüstung du arbeitest oder dass du deine erste Kamera von deinem Opa bekommen hast,

Der Kunde möchte vielmehr einen Eindruck davon bekommen, was für eine Art Mensch du bist. Was dir wichtig ist. Wie du denkst und handelst.

Und er möchte sich vorstellen, wie es sein wird, mit dir zusammenzuarbeiten.

Das eigene Foto

Natürlich muss die Website auch ein ansprechendes Portrait von dir zeigen. Und das sollte möglichst keines sein, bei dem ein dicker Spiegelreflex-Body das gesamte Gesicht verdeckt, sondern eines, das aussagekräftig und sympathisch ist.

Überlege mal:

Wenn du keinen Wert auf ein eigenes Foto legst, wie möchtest du deinem Kunden vermitteln, dass er oder sie genau das tun soll?

Social Proof

Referenzen

Auch wenn es ein wenig nach Angeberei aussieht:

Auf die Website eines Businessfotografen gehören die Namen der Firmen, für die er bereits gearbeitet hat. Und damit meine ich nicht die Namen der Modelagenturen, für man mal ein kostenloses Testshooting durchgeführt hat oder den Namen der Zeitung, in der einmal ein nicht honoriertes Leserfoto abgedruckt wurde.

Besonders wertvoll ist es, wenn die für Kunden erstellten Fotos in ihrer tatsächlichen Verwendung gezeigt werden können, also beispielsweise als Artikelfoto in einem Magazin oder als Foto auf einem Flyer.

Kundenmeinungen

Behaupte nicht selber, dass Du ein toller Fotograf bist, sondern lasse das Deine Kunden tun.

Verwende dafür reale und nachprüfbare Aussagen. Alles andere wirkt wenig vertrauenswürdig.

Ich hatte beispielsweise einen Auftrag für eine Eisenbahnfirma. Die positive und sehr konkrete Kundenaussage der verantwortlichen Managerin hat dazu geführt, dass ich weitere Aufträge von Eisenbahnfirmen bekommen habe.

Handlungsaufforderung

Kontaktmöglichkeit

Je mehr Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme du deinem Kunden anbietest, desto wahrscheinlicher ist, dass du tatsächlich kontaktiert wird. Zumindest die Email – Adresse sowie die Telefonnummer sind erforderlich.

Lade den Besucher der Website ganz konkret dazu ein, den nächsten Schritt zu tun. Schlage also ein Telefonat oder die Kontaktaufnahme per Email oder Kontaktformular vor.

Am besten auf jeder Seite der Website.

Suchmaschinenoptimierung für deine Website

Um Besucher auf deine Website zu bekommen, die nach deinem Angebot suchen, brauchst du die Hilfe von Suchmaschinen.

Du möchtest in den Ergebnislisten bei den relevanten Suchanfragen auf der ersten Seite und möglichst unter den ersten drei Suchergebnissen angezeigt werden.

Die gute Nachricht: Auch Google (bzw. die anderen Suchmaschinenbetreiber) haben ein großes Interesse daran, gute Website nach oben zu bringen.

Wenn du die Tipps in diesen Artikel beherzigst, wird dir das gelingen:

Suchmaschinenoptimierung für Fotografen

Technik zur Erstellung der Website

Web-Baukästen

Website erstellen

Mit der Hilfe eines Webbaukastens erstellst du sehr schnell eine ansprechende Website.

Meine Empfehlung:

Wenn andere Wege zu lange dauern, ist die Nutzung eines Baukastens eine sehr gut Möglichkeit, innerhalb sehr kurzer Zeit mit einer Website an den Start zu gehen, die ihren Zweck erfüllt.

Bei Fotografen sind besonders beliebt:

Werbung

Jimdo

Der Anbieter aus Hamburg bietet die Gestaltung einer eigenen Homepage ganz ohne technische Vorkenntnisse auf Wunsch auf einer eigenen Domain und mit abmahnsicheren Rechtstexten.

Zur Jimdo-Website

Squarespace

Website-Builder für Seiten mit anspruchsvollem Design und daher sehr beliebt bei Kreativen.

Zur Squarespace Website

WordPress

Das weltweit am meisten eingesetzte Content Management System ist WordPress. Du bekommst die Software kostenfrei auf der Website des Anbieters.

Einer der großen Vorteile von WordPress ist, dass es eine sehr große Menge an erstklassigen Designs, die sogenannten Themes, gibt.

Worauf es bei der Auswahl eines WordPress -Themes ankommt und welche Themes empfehlenswert sind, habe ich hier beschrieben:

WordPress Themes für Fotografen

Die Einarbeitung in die Software WordPress ist nicht schwierig, dauert aber eine Zeit. Wenn du bisher damit noch nicht gearbeitet hast und schnelle Ergebnisse haben möchtest, empfehle ich eher die Beauftragung eines Webdesigners.

Beauftragung eines Webdesigners

Was ist deine Kernkompetenz: Fotos machen oder an Webseiten basteln?

Wenn du lieber hinter der Kamera stehst, überlass die Gestaltung deiner Website lieber einer Person, die sich darauf spezialisiert hat.

Diese Investition bekommst du sehr schnell durch bessere Aufträge wieder herein. Und du freust dich, dass du mehr Zeit hast für das, was die eigentlich am Herzen liegt:

Erstklassige Fotos machen

Checkliste für deine Website

Vermeide die wichtigsten Stolpersteine auf deiner Website

Ich sende Dir gerne meine Checkliste mit

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Über Michael Omori Kirchner

Nach vielen Jahren als Berufsfotograf arbeite ich heute als Mentor und Coach für kreative Unternehmer. Mehr über mich

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