Reisefotografie

Tipps für eine Fotoreise nach Rom

Rom ist innerhalb von Europa eines der beliebtesten Ziele für eine Fotoreise. Das liegt sicher daran, dass es in der gesamten Stadt so viele Sehenswürdigkeiten gibt, dass man gar nicht weiß, wohin man als erstes gehen soll.

Wir waren vor einigen Jahren für eine Woche dort und selbst nach einer Woche hatten wir das Gefühl, nur einen Bruchteil gesehen zu haben.

Einige der wichtigsten Attraktionen möchte ich kurz beschreiben:

Piazza Navona

Dieser Platz ist eines der Touristenzentren von Rom. Von morgens bis abends ist man hier nie alleine. Mitten auf dem Platz ist der bekannte Brunnen „Fontana dei Quattro Fiumi“, der mit den vier Flüssen Nil, Ganges, Rio de la Plata und Donau die damals bekannten Kontinente symbolisiert.

Fontana di Trevi

Auch diesen Brunnen lässt kaum ein Tourist aus. Vor Ort waren wir etwas überrascht, dass der Brunnen sehr groß ist. Es nimmt die gesamte Breite des Palazzo Poli ein und wird abends sehr schön beleuchtet. Damit ist er eine der Sehenswürdigkeiten, die meiner Meinung nach abends noch imposanter wirken als tagsüber und sich für eine Langzeitbelichtung mit Stativ sehr gut eignen.

Die Spanische Treppe

Diese große Freitreppe muss man natürlich auch besucht haben. Am unteren Ende befindet sich ein kleiner Brunnen, am oberen Ende das Hotel Hassler, in dem regelmäßig Prominente absteigen. Dementsprechend oft sieht man hier Paparazzi-Fotografen auf der Lauer. Die Spanische Treppe liegt in einem beliebten Einkaufsviertel. Die Via Condotto und die Via del Corso sind für den Autoverkehr gesperrt und bieten viele hochklassige Modegeschäfte. Die gesamte Gegend ist auch spät abends noch sehr gut besucht und der eine oder andere trägt vielleicht seine gerade gekauften modischen Kleidungsstücke zur Schau. Damit ist dieses Gegend, ähnlich wie die Gegend um die Fontana di Trevi sehr gut für Straßenfotografen geeignet.

Vatikan und Petersdom

Wir hatten gehört, dass man durch die Bronzepforte an der Schweizergarde vorbei gehen und sich Karten für eine Papstaudienz besorgen kann. Ein Schweizer wies uns den Weg und kurze Zeit später hatten wir tatsächlich Karten für die Audienz in der Hand. Ob diese Möglichkeit heute immer noch besteht, weiß ich allerdings nicht. Aber auch ohne den Besuch einer Audienz ist der Besuch des Petersdoms beeindruckend.

Vatikanische Museen

Für den Besuch der Vatikanischen Museen haben wir uns einen separaten Tag reserviert. Und das war auch eine gute Idee. Natürlich war die Sixtinische Kapelle unser hauptsächliches Ziel, aber auch die unzähligen anderen Räume (wie die Stanzen des Raffael) haben uns sehr beeindruckt. Für Fotografen immer wieder ein lohnenswertes Ziel ist die markante Wendeltreppe beim Zugang zum Museum, auch wenn das mittlerweile ein viel zu häufig gesehenes Motiv ist.

Palatin und Forum Romanum

Durch die Farnesischen Gärten kamen wir zum Forum Romanum. Dort sieht man als erstes den beeindruckenden Titusbogen und gleich daneben die Konstantinbasilika.

Kolosseum © Moyan Brenn

Und sonst?

Alle sehens- und fotografierenswerten Dinge aus Rom aufzuzählen ist nicht möglich. Kolosseum, Pantheon, Kapitol, Engelsburg, Monumento a Vittorio Emanuele II., Via Appia, Bocca della Verita …. die Attraktionen sind fast endlos. Man kann sich aber auch einfach nur durch die Altstadt treiben lassen, an jeder Häuserecke bieten sich wunderbare Fotomotive.

Reisetipps

Oft wird vor Taschendieben und hohen Espresso-Preisen in den Cafés gewarnt. Vor Ort stellt sich das dann auch nicht schlimmer als in anderen Großstädten heraus. Wir haben uns nie unsicher oder abgezockt gefühlt. Die Preise für Essen und Trinken in den Restaurants sind im normalen Rahmen, zumindest wenn man nicht mitten auf der Piazza Navona seinen Espresso schlürfen muss, sondern ein paar Schritte in eine Nebengasse geht.

Für die Buchung einer Städtereise nach Rom kann man gut auf eines der vielen Reiseportale zurückgreifen. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht. Man muss nur aufpassen, dass einem nicht ungewollt noch überflüssige Reiseversicherungen mit auf die Rechnung gesetzt werden oder Zusatzkosten für die Zahlungsweise berechnet werden. Keine schlechte Idee ist es auch, die Preise bei verschiedenen Portalen zu vergleichen.

Meine eigenen Fotos

Manch einer wird fragen, warum ich zur Bebilderung des Artikel fremde Fotos verwende und keine eigenen zeige. Ehrlich gesagt ist die Reise schon ein paar Jahre her. Damals habe ich noch analog fotografiert und auch nur einen ganz einfachen Scanner verwendet. Die Bildbearbeitung fand in Paintshop Pro statt (gibt es das heute überhaupt noch?) Dementsprechend unspektakulär sehen meine damaligen Fotos heute aus. Für mich sind das wichtige Erinnerungen, aber meinen Lesern wollte ich die Bilder dann doch nicht zumuten 😉 Aber wir planen, im nächsten Jahr wieder nach Rom zu fliegen und dann kann ich sicher wieder eigene Fotos zeigen.

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als zertifizierter Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

6 Kommentare

  • Stefan sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel über eine wirklich faszinierende Stadt. Ich hätte da auch noch zwei Tipps:

    1. Für mich war der Besuch der Vatikanischen Gärten ein tolles Erlebnis und eine gute Gelegenheit Mitten in Rom ganz in Ruhe fotografieren zu können. Und genügend Motive gibt es dort. Das tolle ist, dass die Führung auch den Eintritt für die Vatikanischen Museen beinhaltet, d.h. man kann sich das Warten an der teilweise über 100m Schlange sparen. Man geht einfach zur Führung direkt zu Kasse im 1. Stock und kann dann direkt nach der Führung ohne Warten in die Museen. In meinem Blog gibt es meine Eindrücke und ein paar Bilder dazu: http://photoblog.stefanseimer.de/2013/07/vatikanischen-garten-rom/
    Ich hoffe das ist okay, hier den Link zu zeigen. Dort findet Ihr auch einen Link zu der Stadtführerin, die uns durch die Gärten geführt hat.
    2. Man kann sehr viel Geld sparen, wenn man in den Cafés den Espresso im Stehen an der Theke trinkt, dort gelten andere Preise als an den Tischen.

    Vielen Dank für Deinen tollen Blog! Ich freue mich immer über neue Beiträge.

    Gruß

    Stefan

  • Jan sagt:

    Ein hlfreicher Artikel – ich habe auch noch ein paar Rom-Tipps:

    In der Sixtinischen Kapelle kann man (in einem unbeobachteten Moment) den Ausgang RECHTS nehmen, der aus irgendeinem Grund nur für Gruppen reserviert ist. Sie kommen dann nämlich wieder direkt auf dem Petersplatz heraus und müssen nicht umständlich wieder ganz außen herum.

    Ich empfehle auch auf die Kuppel des Petersdoms zu gehen – toller Rundumblick, auch auf die vatikanischen Gärten! Und da wir ja beim Espresso waren: den gibt es in einer kleinen, etwas versteckten Bar auf der „Terrasse“ der Petersdom-Kuppel sehr günstig.

    Der beste Reiseführer war damals für mich „Rom – Wege in die Stadt“ von Mauro Lucentini, das mittlerweile leider vergriffen ist. Wenn Sie günstig eines auftreiben können: unbedingt zugreifen!

  • Ich (Anne) durfte im letzten Jahr ebenfalls Rom aus Fotografenperspektive erkunden – vielleicht hilft unser Blogpost ja dem einem oder anderen Leser auch noch etwas weiter: http://bit.ly/R6D3qT & http://bit.ly/R6D3aa

  • Andreas sagt:

    Rom ist immer eine Reise wert. Die Anschaffung eines Roma Pass lohnt sich. Damit kann man problemlos an der langen Warteschlange im Kolosseum vorbeiziehen und genießt gewissermaßen Priority Boarding. Weitere Tipps zu einer Foto-Tour durch Rom habe ich in einer dreiteiligen Serie zusammengefasst: http://fotobeam.de/reportagen/foto-tour-rom-teil1/

  • Oliver sagt:

    Hallo,
    ich würde wenn auch etwas spät auch gerne noch einige Tipps geben.

    1.) Das Kolosseum, das Kolosseum zu fotografieren ist nicht einfach da die Schokoladenseite vor einem Hang liegt. D.h. man steht mehr oder weniger direkt davor und ohne Weitwinkel wird das nichts. Aber Weitwinkelbilder vom Kolosseum haben nicht viel Stimmung. Aber wenn man sich hier hinstallt:
    41.891477,12.491482 (Google Koordinaten)
    Hat man ein prima Blick auf das Kolosseum. man kommt dort hin wenn man in die Metrostation geht und dort die Treppen ganz nach oben geht. Will man dort Aufnahmen zur Blauenstunde machen sollte man etwas früher hin gehen, auch wenn der Platz ein Geheimtip ist so kennen ihn aber 200 andere Fotokrafen auch. Man kann von dort wunderbar mit einem Reisestativ fotografieren, die Mauer ist breit genug um es dort aufzustellen.

    2.) Rom bei Nacht. Wenn man ein Stativ dabei hat empfehle ich auch mal bei Nacht zu fotografieren.

    3.) Rom auf sich wirken lassen. Die meisten Rombesucher wollen Rom in einer Woche besichtigen und alles sehen. Vergesst es gleich. In Rom gibt es viel zu sehen, alles kann man nicht sehen. Wir waren jetzt 6 oder 7 mal a 2 Wochen dort, jetzt haben wir so im Ansatzt das meiste gesehen (die Tiber fahrt fehlt noch immer). Rom ist zu schade um durchzuhetzen, genießt es, last es auf Euch wirken und ihr werdet sehen wie schön es ist und wie toll die Römer sind. Irgendwo hinsetzten und mal eine Stunde lang nur beobachten.

    4.) Plastikrömer. Vor dem Kolosseum und auch sonst wo sieht man immer wieder mal die Plastikrömer. Birkenstock Sandalen, Plastikhelm und Holzschwert (die Besseren haben den Indienscheiß an) mit denen kann man sich dann fotografieren lassen. Fotografiert sie nicht ohne vorher zu zahlen, sonst kann das im Krankenhaus enden und die Kamera ist weg. Im Gegensatz zu den Regenschirmverkäufer werden die durch die Mafia geschützt und behütet, also Vorsicht.

    5.) Der Kaffee, den gibt es in Rom leider fast nicht! Echte Kaffetrinker werden sich umschauen und ihn vergablich suchen. Wer auf diese Milchbrühe steht der wird auf seine Kosten kommen (ich finde Schaum gehört auf ein Bier aber nicht auf Kaffee). Kaffeerinkern empfehle ich Espresso-Amerikano, das ist ein doppelter Espresso mit einem Schuß Wasserdabei. Das kommt dann einem Kaffee seher nahe, 3 Stück davon und die Nacht gehört dir!

    6.) Die Randgebite nicht vergessen. Will man Rom besichtigen sollte man nicht nur im Zentrum sich aufhalten. Wir hatten unsere Unterkunft etwa hier:
    41.928591,12.523577
    Also abseits des Trubels, dort bekommt man seinen Kaffee auch raus an den Tisch gebracht und es ist wie auf dem Lande, sehr herzlich und typisch römisch.

    7.) So der letze und wichtigste Tipp! Verpflegung sollte man im Rucksack haben, vorallem etwas zum trinken. Bei den fliegenden Händlern zahlt man wirklich unsummen. Als woir zu ersten mal in Rom wahren haben wir den Fehler gemacht. 3 Brötchen, 3 Wasser 50 Euro.

    Ich hoffe das hiloft alles ein wenig. Bilder von Rom habe ich auf meienm Blog:
    http://oteske.wordpress.com/category/fotografie/stadtebilder/rom/
    Michael, wenn ich Dir für Euren Rom Urlaub noch Tipps geben kann einfach melden, dass bin ich Dir für den roten Molton schuldig 😉

    Gruß
    Oli

  • czoczo sagt:

    Meine Reise nach Rom ist schon gebucht …Flug Hotel alles ist Erlädigt …jetzt nur noch Kraft und Ideen für die schönste 5 Tage sammeln …
    Ich bin jetzt schon voll im Rausch 🙂

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