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Die Druckmaschine als Dunkelkammer

High Definition Skia Photography (HDSP) heißt das neue revolutionäre Druckverfahren, mit dem sich Fotodrucke in bisher nicht erreichter Qualität auf herkömmlichem Offsetpapier erzeugen lassen, und das auch feinste Strukturen und Details in das Auge des Betrachters rückt.

Mit der neuen Technologie, die direkt am Negativ, dem skiagraphischen Bild, ansetzt, entstehen Fotografien, die nie eine Dunkelkammer gesehen haben.

Dazu präsentieren vom 20.-24. Juli 2009 der Erfinder von HSDP, Dieter Kirchner, und die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) rund 50 Fotografien in der Heidelberger Print Media Academy. Zu sehen sind Kunstwerke namhafter Fotografen wie Dieter Appelt, Manfred Hamm, Ulrich Mack und Jim Rakete, die alle nach dem HDSP-Verfahren hergestellt worden sind.

Alle in der PMA ausgestellten Exponate wurden auf Druckmaschinen von Heidelberg produziert. Beim Erzielen der erforderlichen Qualität kommt es dabei auf das richtige Zusammenspiel von Druckmaschine, Software und Verbrauchsmaterialien, insbesondere der Farbe, an.

Der Fotokünstler Jim Rakete (rechts) und Dieter Kirchner (links) signieren ein Exponat, gedruckt im Skia-Verfahren auf einer Speedmaster XL 105, für die Ausstellung in der Heidelberger der Print Media Academy.

„Als die ersten Skia Photography Prints von Dieter Appelt „Das Feld“ aus der Speedmaster XL 105 das Normlicht erblickten, wusste ich sofort, dass es die fotografischen Bilder waren, von denen ich mein ganzes Leben geträumt hatte. Nie habe ich diese Tiefenzeichnung und diesen Tonreichtum vorher gesehen. Und alle meine fotografischen Freunde waren fasziniert. Ich wusste immer, dass der Druckprozess eines Tages die Qualität des Fotopapiers übertreffen und die Grenze der Bildwahrnehmung unseres Gehirns erreichen wird. Damit ist die Druckmaschine zur Dunkelkammer geworden“, so Dieter Kirchner.

„Wir freuen uns, allen Liebhabern hochwertiger Fotografien diese Ausstellung bieten zu können. Gleichzeitig unterstreicht Heidelberg den Anspruch, mit seinen Lösungen den Benchmark bei Druckprodukten in absoluter High-End-Qualität zu setzen“, so Dr. Jürgen Rautert, Vorstand Marketing, Vertrieb und Service bei der Heidelberg.

Die Ausstellung in der Print Media Academy in Heidelberg ist täglich von 9-17 Uhr vom 20.-24. Juli für alle Interessierten geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

Wie funktioniert Skia?

In der High Definition Skia Photography werden die Negative, Dias oder Raw-Daten in zwei unterschiedlichen digitalen Datensätzen erfasst. Eine elektronische Dunkelkammer berechnet daraus über ein Programm alle entwicklungsrelevanten Gammakurven für den Druckprozess. Anhand eines definierten Digitalbildes wird von dem Fotografen, wie einst in der Dunkelkammer, die Papiergradation eingestellt. Die Abzüge werden mit speziellen Farben gedruckt, die auf die Wirkung von Entwicklersubstanzen abgestimmt sind. Damit wird die Druckmaschine ebenfalls zur Dunkelkammer, mit dem Unterschied aber, dass der Druckprozess selbst reproduzierbar ist. Grundlage der Drucktechnik ist ein neues Standardisierungsverfahren für eine gleichmäßige optimierte Farbspaltung und die Konstruktion der neuen Heidelberg Druckmaschinen. Damit ist es möglich, auch kleine Auflagen mit kaum wahrnehmbaren Tonschwankungen zu drucken.


© Horst Moser / HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN AG

Herkömmliche Fotopapiere haben nur einen begrenzten Bildumfang. Dadurch wird rund ein Drittel des optischen Bildumfangs abgeschnitten. Das Skia Photography-Verfahren erreicht dagegen einen Bildumfang, der an der Wahrnehmungsgrenze des Sehens liegt. Zum ersten Mal lassen sich alle sichtbaren Bestandteile, die von der Kamera erfasst wurden, auf den Abzug übertragen. Da das räumliche Sehen von Papierabzügen abhängig vom Bildumfang und dem Simultankontrast ist, erreicht der Skia Photography-Druck eine hohe natürliche Räumlichkeit.

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

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