Reportage + Presse

Tipps zur Clubfotografie

Von 11. April 2018 6 Kommentare
clubfotografie

Gastbeitrag von Rikkert, Fotograf in Hamburg

Clubfotografie

Ein schwarzer, großer Raum, tropisches Klima und die permanente Anspannung, dass die Kamera diese Nacht nicht überlebt. Das ist die Clubfotografie 🙂

Also ein wenig übertrieben ist es schon, aber nur das mit der Angst, denn meistens stehe ich ein wenig abseits der Menge hinter dem DJ und nur ab und zu zieht es mich auf die Tanzfläche und die „gefährliche Zone“ für ein paar Bilder direkt aus der „Crowd“. Die Tanzfläche betrete ich dann auch erst nach dem Job oder zumindest ohne Kamera zum Tanzen.

Dazu habe ich auch direkt mal einen Tipp

Wenn du schnell durch eine tanzende Menschenmenge kommen möchtest, dann tanze dich durch sie durch! Ich verspreche dir, die Leute werden dir viel eher Platz machen und noch cooler finden, dass du tanzt, als wenn du dich versuchst durchzudrängeln. (Ich spreche aus Erfahrung und glaub mir, es funktioniert!)

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Die idealen Voraussetzungen

Wie du es dir schon vorstellen kannst, benötigst du für gute Voraussetzungen ein offenblendiges Objektiv (z.B. ein 35 oder 24mm mit f. 1.4 oder 1.8) und im Idealfall auch eine Vollformatkamera, die kein Problem mit einem hohen ISO-Wert hat.

Denn die meisten (Techno-)Clubs sind wirklich sehr dunkel und die Beleuchtung der DJ´s minimal. (Es hängt natürlich aber auch ganz von der Veranstaltung und der Location ab). Und du solltest Spaß an der Musik und der gesamten Party haben, sonst kann es ein sehr unangenehmes Arbeitsumfeld sein.

Die Kameraeinstellungen

Ich arbeite meist mit einem ISO-Wert von 1200-2000, dabei lässt sich aber selbst bei einer Vollformatkamera wie der Canon Eos 6D ein leichtes Rauschen nicht verhindern. Die Blende ist dabei auch sehr offen, meist so ca. bei f 1.8 oder 2.0.

Das nächste Problem ist der Autofokus, der so gut wie garnicht in dieser Dunkelheit funktioniert. So bleibt einem nur der manuelle Modus, außer man wartet mal auf einen Lichteffekt des Visual- Jockey.

Da der DJ aber auch nicht festgewachsen ist und die Beats bei 130 BPM das ganze voran treiben, sollte man sich mit seiner Technik schon ein wenig auseinandergesetzt haben. Im schlimmsten Fall stehst du nämlich dann die ganze Nacht im Club und versuchst vergeblich dem DJ hinterher zu laufen und ihn zu fokussieren.

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Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg

Gegen die fiese Dunkelheit kannst du in den meisten Fällen was unternehmen und zwar Absprachen halten. Du kannst, wenn er vorhanden ist, mit dem Visual-Jockey (Licht und Visual-Künstler) des Clubs/Veranstalters über dein Vorhaben sprechen und ihn fragen, inwiefern er das Licht für deine Zwecke steuern kann.

Ebenso ist es von großen Vorteil mit den Personen zu sprechen, die du fotografierst. So wissen sie, was abgeht und können dir bei deinem Vorhaben, scharfe und schicke Bilder zu schießen,
ebenfalls helfen. Beim DJ solltest du das aber lieber vor seinem Auftritt machen und nicht während dessen 😀

Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Fotografieren und bei Fragen kannst du dich jederzeit melden!

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Über Rikkert

Rikkert ist der Mann hinter RIKK ART und Fotograf in Hamburg

Er begleitet Künstler, meist Produzenten und Dj´s in ihrem Berufsalltag. Dabei ist er meist vom Produktionsprozess bis zum Auftritt (unscheinbar im Hintergrund) mit seiner Kamera dabei und hält so unvergessliche und emotionale Momente fest.

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