BildbearbeitungFragen an FOTOGRAFR

Abgabe der Bilddaten in welchem Format (CMYK, RGB)?


Das ist ein Betrag im Rahmen der Reihe „Fragen an FOTOGRAFR“

Mary schreibt mir

Hallo.

Ich wurde heute etwas verwirrt. Ein Grafiker hatte mich (vor dem Kunden) zusammengestaucht weil ich Bilder im RGB- Farbraum abgegeben habe. Er meinte die müssten schon im cmyk sogar fotografiert sein, weil klar wäre das sie in den Druck gehen.

Mein Stand der Dinge ist.
Tiff, RGB, 8 Bit ( nach Farbanpassung und Kontrasten, davor natürlich 16 Bit)

Lieg ich falsch?

Freue mich über eine Antwort.

Beste Grüße,

Mary

Danke für Deine Frage, Mary, die ich aus meiner Sicht beantworten möchte.

Als allererstes ist mir aufgefallen, dass Du schreibst, der Grafiker hätte Dich vor dem Kunden zusammengestaucht. Ich weiß jetzt nicht, in welcher Geschäftsbeziehung Du zu dem Grafiker stehst (ist das ein Kunde von Dir oder ein weiterer Dienstleister Eures gemeinsamen Kunden?). Aber in beiden Fällen halte ich das für schlechten Stil. Mißverständnisse oder Unstimmigkeiten sollte man nicht vor den Augen und Ohren des Kunden austragen.

Ich selber liefere die Bilder in der Form ab, wie es gewünscht und vereinbart ist. Wobei es auch einmal sein kann, dass ich den Kunden (oder Grafiker) berate, wenn er etwas verlangt, was keinen Sinn macht. Meine Rohdaten sind fast immer im CRW-Format, sodass ich alle Formatwünsche nach dem Shooting in der Bildbearbeitung umsetzen kann.

Meine Erfahrung ist: Fast alle Kunden wünschen sich JPGs oder TIFs in sRGB. Gelegentlich wird AdobeRBG oder CMYK erwartet, dann wird das aber explizit vereinbart.

Fertige Druckdaten für den Offsetdruck müssen immer in CMYK sein, daher ist eine Festlegung erforderlich, an welcher Stelle des Workflows die erforderliche Umwandlung von RGB nach CMYK stattfindet und wer dafür verantwortlich ist (bei meinen Aufträgen in der Vergangenheit fast immer der Grafiker).

Ein Shooting bereits in CMYK ist allerdings gar nicht möglich, da es keine Kamera gibt, die CMYK-Daten liefert. Von daher ist die Forderung des Grafikers so nicht umsetzbar.

Mein Vorschlag: Du wandelst Deine fertigen Bilder in CMYK um. Das einzig größere Problem, das dabei nach meiner Erfahrung auftreten kann, sind Schriften oder grafische Elemente in Schwarz, die bei einer Umwandlung qualitativ leiden (das habe ich in meinem Artikel über die Herstellung von Sedcards genauer erklärt). Aber bei Fotos ohne grafische Elemente sollte das kein Problem sein.

Nachträgliche Änderung: In Anbetracht der Diskussion in den Kommentaren ändere ich meine Empfehlung in: Weigere Dich, CMYK an den Grafiker zu liefern 😉

Und ganz vorsichtig kannst Du ja den Grafiker darauf hinweisen, dass ein partnerschaftlicher und respektvoller Umgang miteinander keine so ganz schlechte Idee ist, insbesondere dann, wenn man selber nicht so sattelfest mit der Technik ist.


Du hast auch eine Frage? Hier kannst Du sie loswerden.

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Fotograf in Heidelberg und gebe mein Wissen und meine Erfahrung als Business-Coach für Kreative weiter. Mehr

29 Kommentare

  • Tari sagt:

    Also ich bin Hobbyfotograf/in (mal vorweg) und fotografiere im RAW Format und den Farbraum in AdobeRGB. Eine zusätzliche Kalibrierung des Monitors mittels Hardware kommt demnächst dazu. Ich drucke meine Bilder also nicht professionell. Nur mal hier oder da eins dann aber gern im Großformat (30×60 oder so). Bisher habe ich noch keine „Farbpatzer“ gehabt. Es wird aber wohl auch Unterschiede geben, ob man das Material zu einem Grafiker / Druckerei gibt oder zum Labor um die Ecke… Vielleicht ist das noch mal ein Blickwinkel den man in diesen Beitrag mit einfließen lassen kann. Wir sind ja nicht alle Profis 😉

  • Stefan sagt:

    In meinen Augen hat der Grafiker entweder keine Ahnung von den Dingen, die er macht oder er ist schlichtweg faul. Faul wäre er, wenn er die Bilder unbearbeitet in den Druck geben will, und sich den kleinen Aufwand der Profilumwandlung sparen will. Die Art der Antwort zeugt jedoch eher von Unfähigkeit. Scheinbar sollen Grafiken bei diesem Grafiker im CMYK-Farbraum den Bearbeitungszyklus durchlaufen. Die Umwandlung in das CMYK-Format für den Druck sollte jedoch der letzte Schritt der Bearbeitung vor dem eigentlich Satz sein. Für die Darstellung innerhalb des Bearbeitungsworkflows müssen CMYK-Daten nämlich in den RGB-Arbeitsfarbraum umgerechnet werden. Dies führt häufig zu fehlerhaften Endergebnissen.

  • Ich kann mich nur anschließen. In der Regel wollen die Kunden RGB Daten haben, da die weiteren Montagen in der Regel erstmal in RGB gemacht werden. Für den Druck müssen dann die Daten in CMYK konvertiert werden, da Offsetmachinen in diesem Farbmodus drucken (im Gegensatz zu Photodruckern mit Tinten, die drucken RGB). Wichtig ist immer das verwendete Farbprofil mitzuliefern bzw. bei gängigen wie Adobe RGB, das ich verwende, es zu bennen.

    Wenn mit meinen Daten nicht mehr viel Montage gemacht wird, liefere ich meist neben den RGB Daten auch CMYK. Da die beiden Farbräume unterschiedlich sind, kommt es häufig bei der Konvertierung zu Farbeverschiebungen, die nach der Konvertierung korrigiert werden müssen. So ist es mir schon passiert, das der Grafiker die Konvertierung vorgenommen hat und die Hauttöne einer Fashionstrecke in der Druckdatei extrem rotstichig waren. Wenn eine Druckerei die Konvertierung macht, scheuen Sie manchmal den Korrekturaufwand. Der Kunde in diesem Fall dachte, das das an meinen Fotos lag. So etwas ist natürlich für den Fotografen ärgerlich. Ich behalte da lieber selber die Kontrolle, auch wenn es zusätzlichen Aufwand bedeutet.

    Eine Möglichkeit den Effekt der CMYK- Konvertierung abzuschätzen ist der Softproof in Photoshop. Da kann man ganz gut vorher und nachher vergleichen und ggf. Abweichungen in der CMYK Datei korrigieren.

    VG Stefan

  • Rolf sagt:

    Als Grfiker will ich die Umwandlung von RGB nach CMYK unbedingt in eigenen Händen haben. Der Grafiker hat meiner Meinung nicht nur keine Ahnung. Er ist auch zu faul sich dieses Wissen nachträglich anzueignen. Nicht jeder hatte schließlich schon in der Ausbildung schon einen PC als Werkzeug zur Hand. Zu meiner Zeit gab es sie schlichtweg noch nicht.

  • Olaf sagt:

    Hallo Michael,

    vielleicht habe ich Dich jetzt nicht ganz richtig verstanden, aber Du stellt die Umwandlung von RGB in CMYK ein bisschen so dar, als wäre es einfach eine Konvertierung von Datenformat A in Datenformat B. Ganz so einfach ist es leider nicht – Stichwort „Druckvorlage“ bzw. „Farbseperation“.

    Die RGB-Datei liefert (meistens) einen deutlich größereren Farbraum als die daraus zu erstellende CMYK-Datei. Außerdem sind diese Farbraummodelle auch nicht deckungsgleich. Wird jetzt einfach nur eine Modusänderung in Photoshop (ohne oder mit inkorrektem Colormanagement) vorgenommen, wundert man sich im gedruckten Ergebnis oft darüber, dass manche Farben auf dem Bildschirm oder einer Ausbelichtung knackig und brillant erscheint, im Druckergebnis aber stumpf und matschig aussieht, besonders oft ist dies bei Grün- und Rottönen zu sehen. Deinem Text entnehme ich, dass Du Deine Bilder überwiegend in sRGB ablieferst. Das ist für eine Online-Nutzung oder eine Ausbelichtung sinnvoll, falls diese Motive aber z.B. später in den Offset-Druck gehen sollen, ist es ein großes Risiko, da bei der Wandlung von RGB in einen gängigen CMYK-Farbraum ein deutlicher Verlust in der Farbwiedergabe möglich ist.
    Auf der Website http://www.iccview.de/ kann man einen 3D-Vergleich unterschiedlicher Profile (auch z.B: das eigene Monitorprofil) durchführen, der sehr eindrucksvoll die Problematik visualisiert.

    Aus gutem Grund gibt es seit einigen Jahren den „Medienstandard Druck“ (basierend u.a. auf der ISO 12647) der u.a. entwickelt wurde, um eine gleichbleibende Farbwiedergabe auch bei unterschiedlichsten Medien auf unterschiedlichen Maschinen zu gewährleisten und uns Fotografen vor allen Dingen auch rechtliche Sicherheit bietet.

    Daher kann ich jedem Fotografen nur empfehlen, Bilddaten möglichst nur im Farbraum eciRGBv2 weiterzugeben, falls die Motive in den Offset-Druck gehen sollen. Dieser RGB-Farbraum lässt sich dann problemlos in der Druckvorstufe in die gängigen CMYK-Farbräume für unterschiedliche Papiere wandeln. Genau aus diesem Grund macht übrigens eine CMYK-Wandlung durch den Fotografen selten Sinn – selbst wenn die notwendigen Fachkenntnisse zum Thema korrekter „Rendering Intent“ bzw. „Gamut Mapping“ vorhanden sind. Oft steht noch gar nicht fest, auf welchem Papier die Bilddaten später gedruckt werden (gestrichen o. ungestrichen, gelblich oder weißlich), daher ist es wesentlich sinnvoller, einen medienneutralen Standard zu wählen (eciRGBv2) und diesen dann im Bedarfsfall dann von der Druckvorstufe entsprechend wandeln zu lassen. Übrigens kann man eine eciRGBv2-Datei auch problemlos in sRGB wandeln, z.B. für die Online-Nutzung.

    Ein großes Problem ist die leider in dieser Hinsicht oft fehlende Sachkenntnis – der oben genannte Grafiker ist ein gutes Beispiel und leider kein Einzelfall. Früher mussten wir Fotografen uns auch nicht mit diesem Thema auseinandersetzen. Man hatte zu „analogen“ Zeiten ja immer eine „Referenz“, also das Dia oder den Print. Da gab es höchstens mal Diskussionen mit den Lithografen, wenn der Kontrastumfang in der Vorlage zu hoch war. Aber farblich konnte man als Fotograf immer sagen: So sieht mein Original aus. Das ist in der heutigen Zeit leider nicht mehr ganz so einfach – aber die ISO 12647 bzw. der Medienstandard Druck bieten uns mittlerweile eine deutlich höhere Sicherheit, dass die fotografischen Ergebnis im Druck auch ordentlich aussieht und damit unangreifbar sind.

    Sonnigen Gruß
    Olaf

    P.S. Ich finde das Thema sehr interessant, bestimmt können auch noch viele andere Kolleginnen und Kollegen dazu Ihre Erfahrungen beitragen.

  • Olaf sagt:

    Hallo Tari,
    die oben beschriebene Problematik ist keine, die Hobbyfotografen wirklich betrifft.
    Natürlich sind auch für Dich ein korrektes Farbmanagement und ein profilierter/ kalibrierter Monitor wichtig, aber schon die Nutzung von AdobeRGB bringt Dir mehr Nach- als Vorteile. Wenn Du RAW fotografierst, ist es eh‘ egal, welchen Farbraum Du an Deiner Kamera eingestellt hast. Mein Vorschlag – arbeite in sRGB, damit wirst Du allen Anforderungen im Bereich Hobbyfotografie gerecht und kannst damit ohne großen Aufwand und vor allen Dingen ohne Risiko eine gute Farbwiedergabe realisieren.

    Viele Grüße
    Olaf

  • Danke Dir für Deinen Kommentar, Olaf.
    eciRGBV2 hat noch niemand von mir haben wollen, aber was Du schreibst ist nachvollziehbar und hilfreich.

    Gruß Michael

  • Olaf sagt:

    Hallo Michael,
    leider findet man oft auf Kundenseite nur einen in dieser Hinsicht oft suboptimalen Wissenstand zum ‚Thema.
    Ich frage z.B. nicht in welchem Farbraum die Bilder gebraucht werden, sondern erkundige mich nur nach der geplanten Verwendung. Bekomme ich da zu hören „Intranet/ Internet“ etc. schicke in die Daten in sRGB (mit der Bezeichnung „sRGB_LowRes“ im Dateinamen). Sollen die Bilder in den Druck gehen, schicke ich immer eciRGBv2, bezeichnet mit „eciRGBv2_HighRes“. Damit habe ich überhaupt keine Probleme. Falls der Kunde aber doch AdobeRGB will, könnte man das eciRGBv2 problemlos konvertieren, da die beiden Farbräume fast deckungsgleich sind bzw. eci eigentlich auf der Grundlage AdobeRGB beruht).

    Allerdings gibt es hinsichtlich der Lieferung anderer Farbräume als sRGB ein nicht zu unterschätzendes Problem auf Kundenseite. Während Druckvorstufe, Druckereien, Agenturen, Grafiker meistens über ein funktionierendes Farbmanagement verfügen, ist das bei Direktkunden oft nicht so. Da wird dann die Adobe – oder eci- Datei auf dem Büromonitor ohne Farbmanagement angeschaut und schnell mal über die dunklen und matschigen Bilder gemotzt – diese Erfahrung habe ich leider schon oft gemacht. Daher schicke ich immer eine Textdatei namens „Bitte-unbedingt-lesen.pdf“ mit, die folgenden Inhalt hat:

    WICHTIG:

    Die Bilddaten wurden in drei unterschiedlichen Versionen erstellt.

    Im Ordner „eciRGBv2_HighRes_DIN_A3+“ sind die Dateien als „eciRGBv2HighRes_A3+__xxx.tiff“ benannt. Bitte nutzen Sie diese Daten ausschließlich für die Weitergabe an Redaktionen, Verlage oder Druckereien – sie wurden speziell für diesen Zweck aufbereitet. Die Datengröße ermöglicht im Offset-Druck (ca. 60’er Raster) ein maximales Druckformat von ca. DIN A3+., im Digitalen Großformat-Druck („LFP“) sind hier Druckgrößen bis A0 und größer möglich.
    Wenn Sie diese Version auf einem normalen Büro-PC mit unkalibriertem Monitor betrachten, wirken die Farben matt und kontrastarm. Dies ist vollkommen normal und kein Fehler.

    Im Ordner „eciRGBv2_HighRes_DIN_A5“ sind die Dateien als „eciRGBv2_HighRes_A5_xxx.jpg“ benannt. Dies sind kleinere Versionen, die für eine Druckgröße bis ca. DIN A5 (60’er Raster) geignet sind. Bitte nutzen Sie diese Daten ausschließlich für die Weitergabe an Redaktionen, Verlage oder Druckereien – sie wurden speziell für diesen Zweck aufbereitet.
    Wenn Sie diese Version auf einem normalen Büro-PC betrachten, wirken die Farben matt und kontrastarm. Dies ist vollkommen normal und kein Fehler.

    Im Ordner „sRGB_LowRes_Web_Layout“ tragen die Daten die Bezeichnung „sRGB_LowRes_xxx.jpg“. Diese Version der Bilder ist zur Erstellung eines Layouts, zur Verwendung im Internet und zur farblich korrekten Betrachtung auf einem Büro-PC geeignet. Bitte diese Version auf keinen Fall als Druckvorlage an eine Druckerei weitergeben.

    Falls Fragen auftreten, stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.
    ………

    Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.

    Viele Grüße
    Olaf

  • Den anderen Kommentatoren natürlich auch recht herzlichen Dank!

    Hier
    https://plus.google.com/108376191546733513440/posts/EkYYiVZbZqD
    wird übrigens auch über den Artikel diskutiert.

    Gruß Michael

  • @ Stefan Schaal: Soweit ich weiß, drucken Tintenstrahldrucker auch in CMYK, nur die Umwandlung von RGB nach CMYK wird vom Druckertreiber übernommen.

  • Mary sagt:

    Hallo,

    in erster Linie vielen Dank für und Eure Antworten!!!

    Zur der Frage von Michael. Nein der Grafiker ist nicht der Kunde, sondern ein weiterer Dienstleister.
    Jedoch weiss ich, dass er den Fotoauftrag ursprünglich gerne selber gemacht hätte aber abgelehnt worden ist.

    Die Geschichte mit CMYK war nur eine von vielen an diesem Abend! Desweiteren kam noch, ich will die Produkte jetzt anders von Ihnen fotografiert haben ( anders als es mit dem Kunden abgesprochen war).
    Und zwar auf meine Kosten.

    Bemängelt werden Punkte wie:
    – Perspektive ( die vorher klar definiert wurde)
    – Es sei falsch von mir gewesen die Chromprodukte ohne Matt Spray zu fotografieren.(Profis wüssten dass)
    – Er möchte 16 Bit Daten in den Druck geben weil 8 Bit schon lange nicht gedruckt werden.
    – Die Produkte seien neutral abgebildet ohne Einfärbung, die dass Produkt besser hätte wirken lassen.
    z.B.( Porzellan würde besser aussehen wenn ich es gelblicher fotografiert hätte und Gläser wenn sie Bläulicher fotografiert wären).
    Kann ja sein (subjektiv gesehen) aberpassiert das nicht in Photoshop? ich bin weder die Layouterin noch die Grafikerin, noch hätte ich solche Wünsche je geäußert bekommen. Ich habe die Produkte so abgeliefert wie sie tatsächlich waren. D.h. Teller weiss und Gläßer neutral ohne jeglichen Farbstich.

    Ich bin an diesem Abend vom Glauben abgefallen ( Das Gespräch ging von 17 Uhr Abends bis 23 Uhr)

    Mein Problem ist, dass der Kunde total verwirrt ist und nicht mehr weiss wem er glauben soll.

    Wie gehe ich da vor?
    Wenn die Kundenwünsche zu umgesetzt zu 100% eingehalten worden sind und alles richtig verlaufen ist.
    Und nur durch Abwertung meiner Arbeit und Festlegung neuer Standards ( die es nicht
    gibt, CMYK Fotografieren u.s.w.) nicht mehr bezahlt werden.

    Beste Grüße,

    Mary

  • Mary sagt:

    Oh Sorry,

    Ich entschuldige mich für die Fehler in meinem Beitrag.

    Bin noch zu aufgeregt bei dem Thema.

    Beste Grüße,

    Mary

  • Hallo Mary,

    mein Beileid zu dieser wirklich unglücklichen Situation….

    Mein Tipp: Versuch, Deine Emotionen völlig draussen zu lassen und mit Sachkomptenz und Argumenten zu überzeugen. Linke Bazillen wie diesen Grafiker gibt es leider überall, aber auf ein solches Niveau muss man sich ja nicht herunter ziehen lassen.

    Dazu gehört auch, dass Du selber sattelfest in Deinen Argumenten bist. Aber dazu haben wir Dir ja schon die eine oder andere Hilfestellung geliefert.

    Viel Erfolg und lass Dich nicht entmutigen.

    Gruß Michael

  • Zum Thema „Mattspray“:
    Ich bin wirklich kein Stillfotograf, aber wenn ich mir das Vorher / Nachher – Foto hier anschaue
    http://www.kaiser-fototechnik.de/de/produkte/2_1_produktanzeige.asp?nr=6381
    dann glaube ich kaum, dass Chrom IMMER mit Mattspray fotografiert wird.

    Was sagen die Objektfoto-Spezialisten dazu?

  • Thomas sagt:

    Guten Morgen Michael,

    das Bild bei Kaiser’s Fototechnik spricht doch schon für sich: Ist der Leuchter nun „matt“ oder „glänzend“? Genau das soll doch die Abbildung in einem Katalog zeigen! Also hier NIEMALS Mattspray – wäre völlig kontraproduktiv. Mattspray setze ich ganz selten mal ein, wo es nicht auffällt. Zum Beispiel beim Fotografieren einer gebürsteten Edelstahloberfläche. Gefühlvoll angewendet kann man dann Hotspots abmildern … aber das war’s dann auch schon mit Mattspray. Es sei denn, zur bewußten Verfremdung, aber das ist ein ganz anderes Kapitel.

    Viele Grüße,
    Thomas

  • jan sagt:

    Michael,

    Mattspray wird in der Regel nur verwendet wenn es technisch nicht anders machbar ist wie z.b. Kugel etc… und auch nur dann wenn man kein ideales studio zur verfügung hat und sich selbst „einspiegeln“ würde. in der regel jedoch werden produkte so fotogrfiert das lebendige reflexe zu sehen sind… wenn die nicht zufällig entstehen sondern geplant und die form des objektes nachhaltig unterstützen ist das definitiv die schönere art der fotografie. alles andere ist ebay style 🙂

    @Olaf,
    schöne erklärung… hätte ich nicht besser wiedergeben können.

  • jan sagt:

    achso: und mattspray ganz sicher niemals über das ganze objekt 😉

  • jan sagt:

    Mary:
    zu deiner argumentation:

    – 4C Fotos out of the cam: bitte den grafiker freundlich dir eine 4C kamera zu zeigen
    – Mattspray: wenn er das produkt optisch zerstören will… nimm gerne das bsp foto aus michales link… das zeigt es eindrucksvoll 😉
    – 16bit daten: die sind im workflow wichtig, aber sicher nicht im druck. 16bit 4c beim offseter? der haut dir die daten um die ohren wenn es ein netter ist… wenn es ihm scheissegal ist druckt er den kram… ole ole 🙂

    letztendlich ist die sache doch eigentlich relativ einfach: ich nehme an es gab im Vorfeld ein PPM in dem die details zur produktion besprochen wirden. wenn diese wünsche nich geäussert wurden, auch nicht vom grafiker, ist das ein entspannter fight. wobei das bläuliche und gelbliche einfärben ja recht trivial ist sofern alles auf weiss fotografiert wurde 🙂

    hoffe das hilft dir weiter.

  • Thorge Huter sagt:

    Generell muss der Fotograf nur das abliefert was im Lastenheft vorher definiert worden ist, gerade Perspektive, Einfärbung etc. wird da festgelegt. Das verhalten des Grafikers ist peinlich und unprofessionell. Gespräch mit dem Kunden OHNE den Grafiker führen und dem Kunden die Sicherheit geben, das er gut aufgehoben und von einem Profi betreut wird der weiss was er tut.

    Zum Thema Mattspray – das ist völliger Unsinn – Mattspray ist ein Hilfsmittel wie ein Polfilter – mehr nicht. Und glaub mir – z.B. ein Autoersteller, der in einem Produktbild das Sonderpacket Chrome an seinem Wagen hervorheben möchte – will kein Mattspray auf dem Foto sehen 😉

    Nicht verunsichern lassen , selbstbewusst zur eigenen Arbeit stehen und berechtigter – sachlicher – Kritik offen sein.

  • Zur unglücklichen Situation!

    In diesem Falle kann ich auch nur empfehlen, wie Michael Kirchner die Sache völlig sachlich zu betrachten. Der Grafiker, will seine Ahnungslosigkeit geschickt auf den Fotografen abwälzen. CMYK-Fotos werden vom Grafiker oder vom Druckertreiber erstellt. Alle anderen Bilddaten sind RGB oder sRGB eventuell eciRGBv2. Der Fotograf kann ja nicht unbedingt wissen, auf welcher Druckmaschine, Tintenstrahldrucker anschließend gedruckt wird. Die Vorgaben, so wie die Fotografien erstellt werden sollen sind erfüllt. Darauf würde ich mich auch beschränken, denn Zusatzarbeiten, die ein Grafiker umsetzen sollte, wird dem Fotografen in der Regel nicht bezahlt. Die gewünschte Färbung der Fotografien ist wahrscheinlich auch nicht vorher festgelegt worden. Daher hat das Aussehen mit korrigiertem Weissabgleich die natürlichst Wiedergabe. Die kann der Grafiker, wenn er es denn kann, selbst umfärben. Das ist Aufgabe des Grafikers und nicht des Fotografen, sei denn er hat es vorher abgesprochen. Fotografen sollten sich nicht mit Aufgaben eines Grafikers beschäftigen, wird nämlich kaum honoriert. Grafiker haben die Aufgabe aus vorliegenden Daten zu Gestalten und druckreife Vorlagen zu erstellen. Dazu gibt es Mindestanforderungen an Bildmaterial, die abhängig sind von dem zu fertigenden Endprodukt. Diese Angaben braucht der Fotograf. Das Endergebnis ist dann die entsprechende Bilddatei. Danach folgt die Rechnung.

  • Dirk sagt:

    Hallo,
    Wer das Wort IMMER nutzt sollte damit vorsichtig sein, da er ja nun nicht alle Fälle kennen kann. 🙂
    In den meisten Fällen wird das Mattspray eher nicht genutzt. Es ist eine Notlösung, da ich in eine spiegelnde Fläche viel eher einen Lichtverlauf einspiegeln kann. Und an diesem Verlauf ist dann auch zu erkennen das die Fläche spiegelnd ist. Sollten in der Aufnahme noch andere Gegenstände zu sehen sein, sollten sich dies ja nun auch in dem Objekt spiegeln. Und das Mattspray ist auch in den meisten Fällen zu erkennen und sieht unnatürlich aus. Bei den Produktaufnahmen auf meiner Seite ist kein Dullingspray im Einsatz. Im Industrieeinsatz habe ich es schon mal ab und zu im Einsatz. Aber einen 8 Meter langen Läufer einer Turbine aus Edelstahl würde ich nicht einsprühen wollen. Das Ergebis wäre langweilig, und gebe sicher auch Ärger. 🙂

  • Was das Mattspray angeht, so halte ich die Argumentation des Designers für untragbar. Denn wie man an dem Beispiel von Michael sehen kann, sieht das Produkt hinterher völlig anders aus. Das bedeutet für Deinen Kunden, dass er die Produktabbildung nicht oder nur eingeschränkt verwenden kann. Z.B. mit dem Hinweis „Produktabbildung ähnlich“. Die Frage ist, ob er das will. Wenn der Kunde eine 1:1 Darstellung seiner Produkte möchte, dann färbt man selbige auch nicht ein.

    Ich denke Du solltest Deinem Kunden an Hand der nicht möglichen CMYK-Aufnahme in der Kamera beispielhaft die Kompetenz des Grafikers aufzeigen. Des weiteren auf die Umstände, wenn man die Objekte einfärbt oder mit dem Mattspray arbeitet. Ich denke mal, dass da auch Bildmaterial von entsprechenden ähnlichen Produkten hilfreich sein können.

  • Guido sagt:

    Ich kann mich Olaf weitestgehend anschließen. CMYK ist kein Farbraum, sondern ein Farbmodell. Es gibt unzählige Farbräume mit CMYK-Farbmodell. Wenn man ein Foto von Farbraum A in Farbraum B umwandelt, dann werden in vielen Fällen Farben gekappt/Tonkurven verändert. sRGB kann z.B. ein intensiveres Rot, als CMYK-Isocoated-v2-eci. Deswegen ändert sich ggf. das Bild, wenn man den Farbraum konvertiert. Und die intensiven Rottöne bekommt man auch nicht mehr zurück, wenn man das Bild später wieder zurück in sRGB oder einen größeren CMYK-Farbraum konvertiert. Deswegen ist es wünschenswert, dass im gesamten Produktionsprozess möglichst selten der Farbraum eines Fotos geändert wird.

    Es macht darum wenig Sinn, wenn der Fotograf das Foto in irgendeinen CMYK-Farbraum konvertiert. Denn dann muss das Foto später ein zweites Mal konvertiert werden – nämlich in den exakten CMYK-Farbraum der jeweiligen Druckmaschine, den der Fotograf üblicherweise nicht kennt.

    Wenn alle wissen, was sie tun und es auf optimale Qualität ankommt, macht es in den meisten Fällen Sinn, dass der Fotograf seine Bilder unkomprimiert bzw. verlustfrei komprimiert (TIFF, kein JPEG) in einem möglichst großem RGB-Farbraum (z.B. ProPhotoRGB) mit möglichst großer Farbtiefe (16 Bit) abliefert. Grafiker/Druckvorstufe können dann das Optimum aus den Bildern herausholen und es besteht nicht die Gefahr, dass der Fotograf schon völlig unnötig Farben aus dem Bild gekickt hat, weil einen kleinen Farbraum wie sRGB benutzt hat.

    Wenn keiner so genau weiß, was in Sachen Farbräumen läuft und es nicht auf die letzten paar Prozent Qualität ankommt, ist sRGB der kleinste gemeinsame Nenner, eine sichere Wahl und in vielen Fällen auch ausreichend.

    Übrigens: Adobe hat sich schon etwas dabei gedacht, dass man in Lightroom – einem Tool für Fotografen – nicht in CMYK-Farbräume exportieren kann, dafür aber ProPhotoRGB (neben sRGB und AdobeRGB1998) zu den 3 eingebauten Export-Farbräumen gehört.

  • Dan sagt:

    Hallo zusammen,

    Wer sich ein wenig damit beschäftigen möchte, dem empfehle ich wärmstens die Informationen von http://www.cleverprinting.de. Wie muss ich meine Programme so einstellen, dass ich in einem professionellen (Druck)-Workflow korrekt arbeiten kann, Infos über Farbmanagement werden geliefert. Oft schreiben auch die Druckereien vor, wie Daten geliefert werden sollten. denn 300 dpi reichen auch mal nicht aus, um einen 80er Raster oder Bilder im FM-Raster mit genügend Detailfarbinformationen zu liefern. (Zugegebenermassen, der Laie – sprich der Leser – wird da keinen Qualitätsunterschied merken)

    Witzig allerdings, was folgende Druckerei über ihr Dateivorgaben schreibt..
    http://pinguindruck.de/dateivorgaben/farbmanagement.php

    Selbst studierte Grafik-Designer haben Probleme mit Farbmanagement. In meiner Ausbildung als Reprohersteller arbeitete ich mit einem Designer, der sich wunderte, warum die Farben auf unseren wöchentlich kalibrierten Monitoren ganz anders aussahen als auf seinem tollen Mac zu Hause, wo die Farben so brilliant dargestellt werden.. 😉

  • Ludger sagt:

    Ich habe schon etliche Flyer für Kunden erstellt und mit diversen Druckereien gearbeitet. Einige fordern die Daten in CMYK an, welche ich problemlos mit Photoshop CS 4 von Jpeg umgewandelt habe. Bisher gab es noch keine Probleme mit der Druckqualität bzw. Farbwiedergabe.

  • Ja, Ludger, das ist klar, Druckereien wollen druckfertig vorbereitete Daten, daher also CMYK.

    Aber hier geht es um die Lieferung der Bilder an einen Grafiker, der ja diese Druckvorbereitung machen soll.

    Gruß Michael

  • Michael sagt:

    Also erst mal, es gibt solche Grafik-Designer und solche. Der oben beschriebene scheint jemand zu sein, der eigene Kompetenzschwächen gerne zu denen anderer macht.

    Wenn ich einem Fotografen vorher! Vorschriften mache kriegt er von mir immer!! ein standgenaues Photolayout in dem ich akribisch sämtliche Farb und Glanzeffekte reinscribble und zwar so dass sie jeder problemlos nach“knipsen“ kann. Als FotoDesigner bin ich aber ebenso in der Lage Stills selbst zu fotografieren.
    Chrom und Mattspray – dass ich nicht lache! Mattspray soll Oberflächen „beruhigen“ und eine Chromfläche ist nunmal hart reflektierend. So was „fängt“ man mit großen weißen (ruhigen) Flächen /Kartons wieder auf. Die Anmutung der Oberfläche muss doch erhalten werden. Der Zeitgenosse scheint wirklich keinen Schimmer zuhaben.

    Grundsätzlich gilt im eigenen Haus ecirgbV2 mit 16 Bit Farbtiefe und immer im höchsten machbaren Farbraum weitergeben, zumindest Adobe RGB. Der CMYK Farbraum ist dazu nicht geeignet, da er ja vom Farbumfang sehr eingeschränkt ist. Das jeweilige Grafikatelier soll dann alles nach eigenem Gutdünken sprich Profil/Farbraum weiterentwickeln.

    Natürlich gibt es hin und wieder die Forderung nach Daten im CMYK Farbraum. Auch hier gelten dann die Anforderungen nach FOGRA 27. sRGB sollte einzig und allein den Internetanwendungen vorbehalten sein.

    Bei uns gestaltet es sich ein wenig anders da wir Fotodesigner und Grafik Designer sind und daher firmenintern Hand in Hand arbeiten. Auch wir hatten farbliche Probleme, die haben wir mit Schulungen und soliden Fachwissen nebst einer Spider 2 und 3 aus der Welt geschafft.

    Man kann bei sich erstellte CMYK Daten direkt weitergeben und wenn es funktioniert ist ja alles gut. Aber man sollte sich vergenwärtigen, man hat in diesem Fall die alleinige Verantwortung für die Farbrichtigkeit der Bilder.

    Aber die Kollegen vor mir haben ja schon alle darauf hingewiesen. Finger weg von der Kappung der Tonwerte, keine Konvertierungen von einem in den Nächsten Farbraum. Ihr kennt ja nicht die Druckmaschinen, die eure Arbeit letztendlich prodiuzieren. Schaut, dass eure Arbeit auf euren kalibrierten Monitoren 1a ausschauen und sind und gebt dann eure Arbeit in einem ausreichend großen Farbraum weiter. Kamera Adobe RGB und PhotoShop eciv2RGB, da seid ihr auf der sicheren Seite.
    Und immer Tiff kein JPG!!

  • nobby sagt:

    CMYK Druckdaten würde ich prinzipiell nur mit Proof abgeben. Ansonsten stehst Du schnell in Haftung, falls dem Kunden der Druck plötzlich nicht zusagt …

    Tja, ich hatte ´mal einen Kunden, der wollte die RAWdaten einer hochkomplexen Stillserie, unbedingt – und alle Daten, unsortiert, unselektiert, unretuschiert. Letztendlich aus einem Halbwissen heraus, weil er glaubte, dadurch Kosten zu sparen („Datenumwandlung und Bildbearbeitung machen wir selbst“).
    Ich habe mir den Mund fusselig geredet, um zu erklären, dass es hier nicht das „eine“ Negativ gibt, sondern dies nur ein Zwischenschritt in der gesamten Bildproduktion sei. Mal abgesehen davon, dass man mit diesen anschliessend höchstwahrscheinlich vermurksten Bildern auch noch in Verbindung gebracht wird … Die „Geizistgeil“ Mentalität trifft auf erhebliche Selbstüberschätzung.

  • San sagt:

    Wetten, das war kein Grafiker, sondern ein Dipl. Grafikdesigner? *hust

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