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Quadrokopter und Co: Luftbildfotografie und Luftbildfilm mit ferngesteuerten Flugobjekten


Um Luftbildfotos oder Filme aus der Vogelperspektive zu erstellen, ist es nicht unbedingt nötig, selber in ein Flugzeug oder einen Hubschrauber zu steigen. Mit der heutigen Technik stehen verschiedene, gut steuerbare Flugobjekte zur Verfügung, die eine Foto- oder Filmkamera an fast jeden gewünschten Ort bringen. Das können Drohnen, Quadrokopter, Gleitschirme, Lenkdrachen, Segel- und Motorflugzeuge und weitere Arten von Flugobjekten sein. Steuern kann man diese Luftfahrzeuge beispielweise unter Zuhilfenahme einer Videobrille, die dem Piloten eine Onboard-Sicht vermittelt.

Quadrokopter als Trägersystem für die Luftbildfotografie (Foto: RC-Flight-Control)

Fernsteuerung mit der Onboard-Sicht (Foto: RC-Flight-Control)

Mit der aktuellen Technik ist es beispielsweise möglich, die GPS-Koordinaten eines bestimmten Ortes anzugeben und das Flugobjekt steuert diese Koordinaten ganz selbständig an, ohne dass ein Pilot Einfluss nehmen muss, macht dort seine Fotos und kehrt wieder zurück. Aus Sicherheitsgründen sind solche Aktivitäten in Deutschland allerdings nur unter hohen Sicherheitsbestimmungen erlaubt.

Die Entwicklungen auf diesem Markt gehen rasant voran. Preise sinken und die Stückzahlen der verkauften Flugobjekte steigen. Da ist es nur logisch, dass es jetzt auch eine Zeitschrift gibt, die sich ausschließlich mit den Themen Modellflug, Video, Onboard-Sicht, Telemetrie und GPS beschäftigt.

Mit RC-Flight-Control rückt der Traum vom Fliegen in greifbare Nähe. Die Redaktion der Fachzeitschrift Modell AVIATOR, dem Magazin für Test & Technik für den Modellflug-Sport, zeigt in der neuen Ausgabe alles, was man über das Zukunftsthema Fliegen mit Kamera an Bord wissen muss.

Die Redaktion stellt die besten Apps für iPad, iPhone und Android vor. Gibt einen Überblick zu den neuesten Produkten aus dem Bereich Telemetrie und liefert Infos zu den für FPV-Piloten so wichtigen Thema Antennentechnik. In einer Übersicht werden die gängigsten Videobrillen miteinander verglichen.

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Fotograf in Heidelberg und gebe mein Wissen und meine Erfahrung als Business-Coach für Kreative weiter. Mehr

15 Kommentare

  • wow das ist ja echt ein sehr cooles Einsatzgebiet, kann ich mir vor allem in der konzert und eventfotografie für luftbilder sehr toll vorstellen. aber so eine drohne mit kamerahalterung ist sicher auch nicht gerade billig, oder?

  • Guten Morgen,

    interessanter Artikel! Allerdings bin ich doch etwas „langweiliger“ und würde meine Kamera lieber nicht in die Lüfte heben…

    Denke, dass ich bei der Steuerung doch eher talentfrei bin und die Kamera mit dem Qadrocopter schneller runter kommt als es mir lieb ist…

    Aber Fragen habe ich dennoch dazu!

    Muss man sich beim Einsatz eines Quadrocopters Genehmigungen einholen, oder kann man den überall zum Einsatz bringen, wo es gerade erforderlich ist?

    Das man nicht in Nachbars Schlafzimmerfenster fotografiert oder über die Anwesen von Promis fliegen sollte um Aufnahmen zu machen, ist mir klar. Das ist auch nicht das, was ich damit meine.

    Ich meine, gibt es rechtliche Sachen, die man beachten muss? Flugschein oder sowas für solche Geräte, oder reicht es aus, so einen Quadrocopter zu mieten oder zu kaufen und dann kann man schon loslegen?

    Beste Grüße
    Sascha

  • Arne Schwarz sagt:

    Hallo,

    ist das nicht ein Hexacopter? S.a.: http://www.youtube.com/watch?v=fyYujjP5J-k

    Beste Grüße,

    Arne

  • @Sascha: Früher benötigten Luftaufnahmengenehmigungen von der Behörde, dass ist heute nicht mehr so. Du kannst also Luftaufnahmen machen, aber wie Du schon gesagt hast, dass Recht am Bild musst Du beachten. Mehr fällt mir dazu nicht ein.

    Es gibt aber auch Fotografen, die verwenden eine Art Zeppelin, finde nur den Link nicht mehr.

    Dafür habe ich diesen Link zur Webseite von Mein iPhone und ich. Es geht zwar mehr um die Steuerung per iPhone/iPad. http://www.meiniphoneundich.de/folge-135-die-parrot-ar-drone/

  • Frank sagt:

    Rattenscharf die Teile, habe bisher aber immer nur welche mit Compakt Digi gesehen, das die Copter jetzt auch schon DSLR’s schleppen finde ich hochinteressant. 😉

  • Danke für Eure Kommentare

    @ digital graphics: Soweit ich weiß, kann so ein Gerät leicht einmal mehr als die DSLR kosten, die daran hängt.

    @Sascha: Da die Geräte ja nicht ganz ungefährlich sind, muss man entsprechende Sicherheitsvorschriften beachten. Einfach kaufen und losfliegen ist also nicht ganz so einfach.

    @Arne: Ja, da hast Du wohl recht.

    @Karsten: Die Genehmigung für Luftaufnahmen, die heute nicht mehr erforderlich sind, sind das eine, aber zum Betrieb dieser Flugobjekte gibt es auch Vorschriften.

  • Ja, hast Recht. Wenn ich mich nicht irre, dürfen diese nur in bestimmten Höhen fliegen, damit sie nicht in den Flugverkehr geraten. Glaube Hubschrauber fliegen ab 100 Meter Höhe, darunter dürfen die Amateure maximal. Dann darfst Du glaube ich gehört zu haben auch nicht in der Nähe von Strommasten fliegen.

    Es gibt ja Bastler, die bauen komplette Passaigerflieger nach. Deren Maschinen haben dann eine Spannbreite von einigen Metern und brauchen auch „Anlauf“ von einigen Metern. Die müssen vor jedem Start sich Erlaubnisse holen. Lief glaube ich mal bei Galileo.

  • Dieter sagt:

    Ich hatte mir mal ein Angebot von einer Drohne machen lassen, die auch DSLR schleppen kann. Ich glaube es war eine Firma aus Baden-Württemberg und es war ein 5stellige Summe mit einer 1 vor dran.
    Man kann die Dinger auch leihen, aber ich finde den link nicht mehr dazu.

  • @digital graphics: In der Regel kommen hier Profi-Quadrocopter zum Einsatz (vielfach mit eingebautem GPS). Damit lassen sich die Quadrocopter präzise positionieren. Die gegenwärtigen Kosten liegen bei über 5000 Euro.

    Im übrigen gelten die Bestimmungen für ferngesteuerte Hubschrauber / Flugmodelle, d.h. u.a. extra Versicherung. Zusätzlich gelten Abstandsregelungen (z.B. zu Flugplätzen, militärische bzw. sicherheitsrelevante Anlagen). Ab 5 kg benötigt man eine Aufstiegserlaubnis.

  • Bernhard sagt:

    Ich beobachte derzeit, dass es in den USA und zunehmend auch in Deutschland immer mehr Anbieter gibt, die über ferngesteuerte Hubschrauber bzw. Quadrocopter (z.B. Mikrokopter, Microdrone, Dragonfly) Fotos machen bzw. gleich ganze Filme drehen.

    Der Einsatz wird dabei immer vielfältiger und fängt u.a. bei Luftbildaufnahmen für einzelne Gebäude an. Die Amerikaner bieten hier aber auch gleich ganze Videos von Anwesen / Häusern an (insb. beim Verkauf von hochwertigen Häusern interessant). Im Angebot sind auch Promotion-Videos z.B. von Golfanlagen, Hotel- bzw. Clubanlagen bzw. auch von Industrieanlagen. Interessant ist auch die Foto-/Video-Dokumentation des Zustands von hohen Gebäuden (z.B. Kirchen).

    Ferner findet man zunehmend auch Aufnahmen aus ganz ungewöhnlicher Perspektive. Ich habe kürzlich ein Video von australischen Surfern auf dem Wasser bzw. einen Flug durch den Dschungel gesehen (wurde mit einem Quadrocopter gedreht).

  • Kemender sagt:

    Ich verkaufe meinen Hexakopter mit allem Drum und dran. GPS gesteuert, mit Sender, Akkus, Ersatzteilen. Nutzlast 750g. Einschalten und losfliegen und filmen bzw. fotografieren!
    Ich empfehle aber vorher eine Versicherung abzuschließen und dann erstmal fliegen zu lernen.

    Alles zusammen für 3000€

    Bei Interesse Mail an: kemender@web.de

  • Joachim sagt:

    Man braucht beim gewerblichen Einsatz für jeden Flug eine Aufstiegsgenehmigung! Die Auflagen die dabei einzuhalten sind, sind je nach Bundesland und Regierungspräsidium unterschiedlich und sehr umfangreich. Bei mir waren es über 4 Seiten und ca 20 Punkte!! Zusätzlich kostet dann auch noch jede Einzelgenehmigung, die ich für jeden Flug brauche, auch noch 75,-€ Gebühren. Die Polizei muss verständigt werden, man muss zu Dritt sein, Flugbuch führen, Wetter beachten, Lufträume beachten, um nur einige zu nennen. Das kuriose dabei: Hobbyflieger dürfen alles und überall, wenn sie nur unter 5 kg bleiben und einen Elektromotor haben.
    Und mein Oktokopter kostet auch fünfstellig, allerdings schon mit einer 2 vorne…..

  • Thomas sagt:

    Auch wir von http://www.cameraflights.com arbeiten mit professionellen Oktokoptern, für die wir eine sogenannte Aufstiegsgenehmigung bekommen haben. Zusätzlich haben wir eine Jahresdrehgenehmigung für die Stadt Frankfurt gekauft.
    (Lohnt sich aber, weil wir hier viele Motive finden, die man aus der Luft filmen kann). Weiterhin melden wir alle Flüge in der Luftfkontrollzone in Frankfurt der Deutschen Flugsicherung. Der Aufwand ist einerseits enorm, andererseits geben wir unseren Kunden die Sicherheit, dass die Erstellung der Fotos rechtlich einwandfrei ist. Wer weitere Fragen hat, kann uns gerne kontaktieren. Mail an thomas@cameraflights.com

  • Jens sagt:

    Also einige Sachen sind in den Kommentaren etwas undurchsichtig und abschreckend: Zum einen braucht man keine 3 Personen zum Fliegen. Man kann das alleine machen. Wenn man eine autarke Kamerasteuerung hat, ist es empfehlenswert, für Videos einen Camoperator zu haben, der sich nur um die Ausrichtung der Kamera kümmert. Und rechtlich muss man nur zu zweit sein, wenn man mit so einer Videobrille fliegt (wie im Bild oben). Der Grund dafür ist, dass in Deutschland nur geflogen werden darf, wenn noch Sichtkontakt zum Gerät herrscht. Und das ist mit so einer FPV-Brille nicht mehr gegeben. Darum die zweite Person, die notfalls eingreifen kann.

  • Naja für Luftaufnahmen braucht man keine Videobrille .
    Aus Spaß haben wir uns mal eine gekauft .. aber wie gesagt nut zum Spass.

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