Portraitfotografie

Welchen Hintergrund für Bewerbungsfotos?

Aus dem Fotografr-Forum (2010). Die Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der FOTOGRAFR-Redaktion wieder.


anpe61

Hallo,

welchen Hintergrund bzw. Farbe benutzt ihr für Bewerbungsfotos? Habe bisher eigentlich eher die dunklere Variante bevorzugt, einen reinweißen 250/250/250 Hintergrund finde ich aber auch zu steril.

Grüße



Tunnelrat

 

Ich mag dunkel graue Hintergründe sehr gerne. Schaffen in meinen Augen die nötige Seriösität und lassen den Menschen richtig zur Geltung kommen. Wichtig ist dabei nur, dass die Person keine graue Kleidung trägt – logisch.


anpe61

 

So habe ich bisher ja auch fotografiert, waren auch alle zufrieden. Möchte mal was „luftiges“ arrangieren (im Studio), vielleicht bastele ich mir in Photoshop mal einen Hintergrund und lege diesen dann dahinter. Schön finde ich auch irgendwelche unscharfen Strukturen, was ich bisher an Stoffen gesehen habe, hat mir nicht gefallen, also die typischen „Wolken“. Vielleicht schwinge ich auch mal selber den Pinsel…


Frank M.

Ich finde, das kommt ganz darauf an, für WAS sich die Person bewerben möchte.
Um seriös zu wirken, nehme ich auch am liebsten grau.
Von Hintergrundmontagen oder Wolken-HG würde ich bei Bewerbungsfotos abstand nehmen.
Was geht, ist eine hochwertige Büro-Umgebung (unscharf) oder auch im Freien vor einem Büro-Haus (auch unscharf), das ist aber gleich viel aufwändiger als im Studio, und kostet daher auch ein höheres Honorar.


Alexander

Hallo miteinander,

ich möchte Frank M. hier recht geben. Ein Bewerbungsfoto muß sehr individuell gestaltet sein. Als Fotograf habe ich hier die Aufgabe, daß das im Bewerber zum Ausdruck kommt, was er zu seinem zukünftigen Job beitragen kann, und daß er/ sie die richtige Person für den Job ist. Das heißt, es spielt die Persönlichkeit des Bewerbers eine Rolle, die Art des Jobs (ein Bewerbungsfoto für die Stelle eines Grafik-Designers wird sich mit Sicherheit von dem eines Lehrers unterscheiden) und die Eigenschaften, die der zukünftige Arbeitgeber von seinem Mitarbeiter erwartet. Ich schaue mir meinen Kunden und die Anzeige, auf die er sich bewirbt, genau an und versuche mir vorzustellen, wen der Arbeitgeber als Mitarbeiter einstellen will und welches Potential mein Kunde dafür mitbringt und entscheide dann, wie ich das Bild gestalte: welches Format, sw oder Farbe, Farbe und Art der Kleidung (frage hier natürlich den Kunden, welche Kleidung er hat), und welcher Hintergrund. Einen einfarbigen finde ich besser, weil er ruhiger wirkt. Auch ein Bild in berufsbezogener Umgebung (unscharf und nur angedeutet), wie Frank geschrieben hat, kann hier die Fachkenntnis des Bewerbers darstellen.

Daß sich das nicht für 29,95 EUR bewerkstelligen lässt, dürfte klar sein. Ich persönlich liebe aber die Herausforderung, das Bild individuell zu fertigen.

Alexander


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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Fotograf in Heidelberg und gebe mein Wissen und meine Erfahrung als Business-Coach für Kreative weiter. Mehr

2 Kommentare

  • Schließe mich Frank M. und Alexander an.

    Grauer Hintergrund hat einen weiteren Vorteil. Durch setzen des richtigen Lichts kann ich einen grauen oder schwarzen Hintergrund anders aussehen lassen. Mit Verwendung von Farbfolien kann man ggf. auch farbakzente setzen, wenn man es etwas lockern will.

  • fotoshop sagt:

    ich verwende nur weiße hintergründe, die ich mit licht in allen grauschtiierungen beleuchte.
    sehr gerne auch reinweiß mit weißer kleidung. sowas sticht heraus – und das ist sinn eines bewerbungsfotos.

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