Allgemein

Erfahrungen mit Magix Music Maker 16

Für Fotografen bieten sich immer mehr Möglichkeiten, Musik für die Präsentation ihrer Arbeiten einzusetzen, beispielsweise für die Untermalung einer Slideshow oder als Hintergrundmusik für ein Making-of-Video. Im Internet findet man für diesen Zweck Gema-freie Musik, die ohne Verletzung von Urheberrechten eingesetzt werden kann.

Eine andere Möglichkeit ist, die erforderliche Musik selber zu erstellen. Dazu muss man kein Musiker sein und auch kein Instrument spielen. Mit dem Programm Musik Maker 16 kann man aus vorhandenen Loops neue Musikstücke erstellen und passgenau zu einem vorhandenen Video oder einer Slideshow dazumischen.

Bevor ich mich mit diesem Programm beschäftigt habe, habe ich erst einmal einen befreundeten Musikproduzenten, Chioz von Nassau, gebeten, sich das Programm anzusehen. Ich war auf seine fachmännische Meinung gespannt, um zu verhindern, dass ich mich in ein Programm einarbeite, das anschließend meinen Anforderungen nicht genügt.

Hier sein Urteil:

Die großzügige Pappverpackung von Magix Music Maker 16 wartet mit einer Menge von Features auf und gibt einen bereits guten Einblick in die Funktionen des Programms. Der Inhalt der Verpackung besteht jedoch lediglich aus einer CD und einem 32-Seitigen Handbuch. Nach der Installation des über 3GB großem Programms und einer raschen Registrierung kann man direkt mit Hilfe eines Demosongs in die Musikerstellung einsteigen. Magix Music Maker 16 ist Loop-basiert und kommt gleich mit 3.500 Stück  ab Presswerk (in der Standard Version nur 1.500). Der Aufbau des Programms ist sehr aufgeräumt und übersichtlich, es lässt sich sogar zwischen einem einfachen und einem komplexen Aufbau hin und her wechseln. Nach VST’s sucht man jedoch fast vergeblich, lediglich eine handvoll werden mit geliefert. Jedoch ist die Mixingsektion voll ausgestattet und lässt nichts vermissen.

Magix Music Maker 16 integriert immer mehr Features der großen Konkurrenten wie Steinberg’s Cubase oder ProTools. Midi und VSTi  Anbindung stellen keine Probleme dar und auch sämtliche anderen Aspekte die man von einem Programm in dieser Preiskategorie erwartet fehlen nicht. Jedoch sollte man sich bewusst machen das dieses Programm sich an die Consumer und Anfänger Sparte richtet und man sich als angehender Produzent überlegen muss ob man das Geld investiert, da man sicherlich rasch auch an die Grenzen von Music Maker 16 stoßen kann.

Fazit: Solides Programm für Anfänger, jedoch nur beschränkt für Fortgeschrittene geeignet.

+ Guter Sound
+ Einfache Bedienung
– VST Ausstattung

Da klingt doch schon mal ganz gut. Und dass das Programm auf der einen Seite für Anfänger geeignet ist, auf der anderen Seite aber voll ausgestattet sein soll, passt mir ganz gut.

Wenn man das Programm startet, wird einem erst einmal ein Einführungsvideo angeboten, dass im ersten Teil sehr gut die ersten Schritte der Programmbedienung  erklärt und im zweiten Teil auf die vielen zusätzlichen Features eingeht, die man als Anfänger vorerst aber nicht braucht. Dass man ein Mikrofon anschließen kann, um seinen Gesang aufzunehmen und anschließend die schräg gesungenen Töne zu korrigieren, ist reizvoll, möchte ich im Moment aber noch nicht ausprobieren.

Also versuche ich mich daran, ein erstes Musikstück zu erstellen. Nach sehr kurzer Zeit der Einarbeitung und Erinnerung an einige Grundzüge aus meinem e-Gitarren – Unterricht habe ich auf Basis des bekannten 12-taktigen Blues-Schemas das folgende Stück erstellt / komponiert / arrangiert.

[audio:https://fotografr.de/wp-content/uploads/2010/05/song-michael.mp3]

Für einen ersten Versuch gar nicht schlecht.

Für die Untermalung von Videos wird man aber andere Musik brauchen. Hier greife ich einmal auf einen vorgefertigten Demo-Song zurück:

[audio:https://fotografr.de/wp-content/uploads/2010/05/surround-movie.mp3]

Wie entstehen jetzt diese Musikstücke?

Zuerst wählt man einen Musik-Stil aus und bekommt dann für jedes beteiligte Instrument eine ganze Reihe von Loops angeboten. Das sind Versatzstücke, die man auf einer Timeline wie gewünscht anordnen kann. Eckdaten wie Tonhöhe, Effekte etc können für jeden Loop separat eingestellt werden. Und so entsteht Schritt für Schritt der neue Song.

Das ist, wenn man sich ein paar musikalische Grundkenntnisse aneignet oder bereits mitbringt, relativ einfach und macht Spaß.

Mag sein, dass man mit diesem Programm, wie Chioz vermutet, irgendwann an seine Grenzen stößt, aber nach meiner Einschätzung passiert das nicht so schnell. Und wenn einem die mitgelieferten 3.500 Loops nicht ausreichen sollten, kann man bei Magix zusätzliche erwerben.

Mein Fazit: Das Programm ist intuitiv bedienbar, macht Spaß und die Ergebnisse können sich wirklich hören lassen.

Mehr Informationen bei Magix und bei Amazon.

Das wird Dir auch gefallen:

Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

2 Kommentare

  • Danke, für den ausführlichen Test unserer Software 🙂 Ich möchte auch nochmal darauf hinweisen, dass der MusicMaker nicht nur mit Loops funktioniert, die mitglieferten Synthies und Midi-Tools ermöglichen das erstellen ganz individueller Drumsets, Gitarrenriffs etc.

  • Andreas sagt:

    Gelungener Artikel, vor allem wenn man bedenkt wie umfangreich der Music Maker ist. Falls Du mit dem Music Maker noch Musik machen solltest, ich habe ein paar kostenlose Sounds für den Synthesizer Revolta 2 auf meiner Homepage. Findest Du unter Downloads 🙂

    Gruß,
    Andreas

Hinterlasse eine Antwort

shares