Produktfotografie

Alle Einsendungen zum Wettbewerb „Objektfotografie“

Als ich das Buch „Objektfotografie im Detail“ vorgestellt habe, hätte ich gar nicht mit so viel Resonanz gerechnet. Ganz herzlichen Dank an alle Leser, die ein eigenes Objektfoto eingesendet haben.

Unter allen Teilnehmern verlose ich in den nächsten Tage ein Exemplar des vorgestellten Buchs.

Aber unabhängig von der Verlosung: Welches der hier vorgestellten Bilder gefällt Euch am besten? Und warum gerade dieses?

Alexander Holzkecht schickt ein Bild eines Playstation-Controllers und zeigt auch gleich, wie es entstanden ist:

Michael Groth hat eine Tomatenrispe fotografiert.


André Remy schreibt zu seine Fotos: Die Serie entstand relativ spontan um einen Vortrag über den Lebenszyklus einer PET-Flasche aufzupeppen, den ich während meines Studiums halten musste. Da ich für die Objektfotografie gar nicht ausgerüstet war, habe ich einen großen Bogen weißes Papier als Hohlkehle hergenommen. Der Blitz war entfesselt auf einem kleinen Stativ aufgestellt. Da das Licht entweder zu dunkel oder zu hart war, habe ich kurzerhand Butterbrotpapier vor den Blitz geklebt. Vielleicht nicht ganz farbneutral, aber ich hatte mein weiches Licht wie ich es brauchte. Alles in allem eine recht abenteuerliche Konstruktion, aber es funktionierte… 🙂

Zu sehen sind ganz oben sog. Preforms, die Rohlinge der PET-Flaschen. Dann zwei handelsübliche Flaschen und zuletzt zwei kompaktierte Flaschen, wie sie nach dem Durchlauf durch einen Pfandautomaten aussehen.


Gabriela Wejat-Zaretzke hat Schmuck fotografiert.

Robin Droste möchte uns nach seinen eigenen Worten zeigen, dass man nicht alles zeigen muss, um alles zu zeigen , 😉

Stefan Nagott hatte den Auftrag für einen Shischahersteller ein Poster von 2 Edelshishas zu machen, Rentstudio ausgebucht, was nun ? Alter Elbtunnel dachte er sich, ist mal was anderes……

Stefan Noack hat Deko-Elemente sowie einen Diamant-Ring als Objektfotos beigesteuert.

Die Detailaufnahme einer Sektflasche stammt von Johann Schmid.

Michael Süß hat eine alte Polaroid fotografiert.

Und auch Benedikt W. interessiert sich für nostalgische Kameras.

Matthias Weinberger konnte sich nicht entscheiden, welches Bild ihm am besten gefällt, und hat gleich drei Bilder eingeschickt.

Andreas Richter hat das Wort „Vitamin“ visualisiert.

Das Trinkglas hat Arne Hasbargen fotografiert.

TOTE Objekte können ja durchaus duch lebhaftes „drumherum“ ein wenig aufgepeppt werden, schreibt Sinan Muslu zu seinem Bild.

Dieses Lego-Bild ist eine Koproduktion zwischen Peter Brückner und seinem Sohn.

Jens Ditmar hat sein Notenblatt mit einer sehr flach angelegten Lichtquelle ausgeleuchtet.

Dana Radloff hat gleich zwei Varianten ihres Bilds eingereicht.

Daniel Sypke zeigt ein mir völlig unbekanntes Objektiv.

Die klassische Fotografiestudenten-Aufgabe, ein Ei zu fotografieren, wählte Manuel Mauer.

Und Manfred Schlicksupp liefert das Making-of seines Fotos einer 100 Jahre alten Uhr auch gleich mit.

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Fotograf in Heidelberg und gebe mein Wissen und meine Erfahrung als Business-Coach für Kreative weiter. Mehr

9 Kommentare

  • Teatime sagt:

    Ich habe mir mal etwas mehr Zeit genommen. Ich hoffe, die Bildautoren nehmen mir meine ganz persönliche Meinung zu den Bildern nicht übel.

    1. Der Controller ist sehr gut in Szene gesetzt, mir aber schon irgendwie zu perfekt, könnte fast in Anlehnung an eine Sony-Werbung entstanden sein.

    2. Die Tomate ist ein klassisches Motiv – wie auch das Ei. Nur hier stören mich die vielen „Stippen“ – sprich der Schmutz und Staub auf der Tomate.

    3. Die Flaschen sind recht gut fotografiert, aber leider bei so kleinen Abbildungen nicht so toll zu erkennen.

    4. Der Schmuck ist mir zu überstrahlt und irgendwie scheint auch die Schärfe zu fehlen.

    5. Der Verstärker. Hier fehlt mir irgendwie der Kick. Gesehen, fotografiert, abgeschickt. Viel Kreativität erkenne ich da nicht so.

    6. Der Elbtunnel passet irgendwie nicht zum Thema Wasserpfeifen (?). Ist auch für meinen Geschmack etwas überstrahlt.

    7. Die Deko-Elemente sagen mir jetzt so nicht viel, aber der Ring sieht interessant aus. Auch wenn ich an dem Diamantring den Diamanten vermisse.

    8. Bei der Sektflasche gilt bei mir das Gleiche, wie beim Verstärker.

    9. Die Polaroid ist eigentlich sehr gut in Szene gesetzt. Scharf von vorne bis hinten, lediglich der sehr harte Schatten stört mich etwas, sieht aus, wie voll drauf gehalten.

    10. Bei der Praktica ist das viel besser gelöst. Weich ausgeleuchtet, als Produktfoto auf alle Fälle zu gebrauchen.

    11. Die ersten beiden Bilder von Matthias Weinberger finde ich sehr interessant. Beim ersten könnte man die Verbindung zur weltweiten Vernetzung assoziieren. Mit dem Bild der Arnolds kann ich jetzt so nicht viel anfangen.

    12. „Vitamin“ ist auch klasse. Ich hätte allerdings die unscharfen Pillen weg gelassen.

    13. „Johnnie Walker“ habe ich – glaube ich – schon mal so oder ähnlich gesehen. Aber die Umsetzung ist sehr gut gelungen.

    14. Das Aufpeppen bei dem Rohr von Sinan Muslu ist auf alle Fälle gelungen. Finde ich super. Mein Platz 3.

    15. Kommen wir zu meinem persönlichen Platz 2, die Legosteine. Tolle Idee, klasse Ausführung.

    16. Die Noten sind gut ausgeleuchtet, aber mehr auch nicht.

    17. Dana Radloffs Mäuse sind auch nicht so mein Fall. Das Erste ist mir einfach zu hart, das kommt der Eleganz der Apple-Mäuse nicht entgegen. Aber auch beim zweiten Foto ist der Schatten leicht störend.

    18. Ein Objektiv ist ein Objektiv ist ein Objektiv. OK.

    19. Das Ei: Oft gesehen, endlich mal nicht ganz, sondern ein Ausschnitt. Aber irgendwie kann ich nicht nachvollziehen, warum die Schärfe in die Mitte gelegt wurde.

    20. Gefolgt von meiner persönlichen Nummer 1: Die Uhr. Tolle Idee, prima Umstzung, der Hintergrund passt zum Objekt und auch der leicht durchscheinende Mechanik: super. Einziger Kritikpunkt: der starke Reflex auf der Uhr neben der Zahl „3“. Aber das soll meinen Eindruck des sehr guten Bildes jetzt nicht trüben.

  • Omori sagt:

    Danke Dir.

    3. Aufs Bild klicken, dann wird es groß 😉

  • Teatime sagt:

    @omori
    Schon klar – nur werden alle drei zusammen vergrößert, icht jedes einzeln.

  • Stefan sagt:

    Danke @Teatime für deine Meinung.

    Der Edelstahlring hat eine Außengravur, die mit einem „Diamant-Gravurstichel“ eingeritzt wurde.
    Der Ring selbst hat keinen Diamanten, dafür eine sehr persönliche Note 🙂

    Meine Nummer 1 ist die Uhr von Manfred Schlicksupp. Sehr schöne Arbeit.
    Das warme weiche Licht schmeichelt dieser Uhr.

  • Omori sagt:

    Mein Fehler, ich habe fälschlicherweise den „Diamanten“ ins Spiel gebracht 😉

  • Moni Sertel sagt:

    Mein persönlicher Favorit ist das Playstation-Foto! Ich denke auch, ein größeres Lob als das „es schaut aus wie vom Hersteller gemacht“ kann es nicht geben. Dieses Objekt ist leicht, freischwebend, hat „Leben“ , inspiriert zum Anfassen. Mehr geht meiner Meinung nach nicht :))

  • Conny sagt:

    Das Notenblatt spicht mich am meisten an, dicht gefolgt von der Taschenuhr.

  • manne sagt:

    @teatime:
    wow. danke für lob. ich habe mich noch nicht intensiver mit produktfotos auseinandergesetzt. aber bei dem uhrenbild hatte ich ein konzept. ich wußte schon vorher wie das bild aussehen sollte. Eventuel hat es auch deshalb so gut funktioniert.

    Ich persönlich finde das Trinkglas super. Würde mich echt intressieren wie es umgesetzt wurde.

  • Sven sagt:

    Da muss ich mal eine Lanze für die Tomaten brechen : Ich finde die Fussel lebensnäher. Hochpolierte Tomaten kennt man ja zur genüge und hat sich damit abgefunden, dass nachdem Holländer die Idee hatten Wasser in kleine rote Beutel zu füllen, auch alle anderen dieses Vorgehen aufgegriffen haben.

    Insofern ist mir nen Fussel oder sonstiges an der Tomate ganz Recht – vielleicht ist es ja ein Geschmacksträger 🙂

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