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Lukrative Wege der Berufsfotografie

Familienfotografie


Im Vorfeld der Veranstaltung „Mindmapping 2018 – Neue Wege der Berufsfotografie“, zu der ich mich als einer der ersten Teilnehmer angemeldet habe, hat mir Marc Ludwig von FotoTV. eine der Referentinnen, Nicole Zausinger, vorgestellt.

Die Chance habe ich mir nicht entgehen lassen und habe sie um ein Interview gebeten. Du kannst es entweder in gekürzter Form hier im Blog lesen oder vollständig als Audio-Interview in meinem Podcast anhören.

Familienfotografie-Nicole-Zausinger

 

Danke, dass Du Zeit für ein Interview hast, Nicole. Du bist Berufsfotografin, beschreibe uns doch bitte die Themenbereiche, mit denen Du Dich beschäftigst.

Gerne. Mein Einstig in die Berufsfotografie kam über eine dreitägige Schlosshochzeit im Chiemgau, die ich fotografieren konnte. Das hat mich gleich begeistert. Sehr bald wusste ich dann, dass ich nicht mehr in meinen alten Beruf als Architektin und Bauleiterin zurück wollte.

In den ersten Jahren habe ich mich auf die Hochzeiten konzentriert, im Laufe der Zeit ist die Kindergartenfotografie und die Familienfotografie dazugekommen.

Es hat sich schnell herausgestellt, dass sich die Hochzeitsfotografie nicht so gut mit meiner Aufgabe als Mutter von zwei Kindern verträgt, weil die Hochzeiten nun einmal am Wochenende stattfinden, an denen die eigenen Kinder eigentlich ihre Mutter brauchen. Daher mache ich mittlerweile nur noch eine Handvoll Hochzeiten pro Jahr.

Stattdessen habe ich die Kindergartenfotografie und auch die Familienfotografie ausgebaut und das macht mir sehr viel Spaß.

Durch mein Netzwerk kommen in letzer Zeit auch weitere Themen dazu, wie beispielsweise die Businessfotografie und die Foodfotografie. Diese Jobs bringen eine willkommene Abwechslung in meinem Beruf. Mein Hauptthema bleibt aber „alles rund um die Familien“, also Hochzeiten, Kindergärten und Familien.

Du hast Erfahrungen sowohl in der Fotografie für Privatkunden als auch für Business-Kunden, welcher der beiden Bereiche ist aus Deiner Sicht lukrativer?

Da sprichst Du genau mein Lieblingsthema an. Ich schaue mir jeden meiner Aufträge genau an und notiere mir die Aufwände der einzelnen Arbeitsschritte. So habe ich ein ziemlich genaues Bild darüber, ob sich ein Auftrag für mich lohnt und welche Schritte ich noch optimieren kann.

Zu Anfang hatte ich angenommen, dass die Businessfotografie sehr lukrativ ist, weil dort höhere Honorare bezahlt werden. Setzt man aber den Aufwand dagegen, sieht es schon nicht mehr so eindeutig aus.

Am wenigsten lukrativ hat sich für mich tatsächlich die Hochzeitsfotografie herausgestellt. Meine Hochzeitspreise sind wirklich nicht günstig, aber wenn man den Aufwand durch Vorgespräche, Fahrtzeiten und so weiter dagegen rechnet, ist die Hochzeitsfotografie für mich finanziell nicht so lohnend. Aber die finanzielle Seite ist ja nicht alles. Das Fotografieren von Hochzeiten macht mir immer noch sehr viel Spaß und daher werde ich das auch weiterhin anbieten.

Am meisten lohnt sich für mich im Moment die Kindergartenfotografie, vor allem deswegen, weil ich meine Abläufe optimiert habe.

Was genau hast Du optimiert, an welchen Stellschrauben hast Du gedreht?

Ich habe mir sehr genau angesehen, welche Arbeiten am meisten Zeit rauben. Dazu setze ich den Zei-Würfel ein habe so eine minutengenaue Übersicht. Dadurch habe ich beispielsweise festgestellt, dass Bildauswahl und Bildbearbeitung sehr viel Zeit brauchen.

Mittlerweile lasse ich die Bildbearbeitung von der Firma ProImageEditors in Indien durchführen. Das spart mir sehr viel Zeit. Natürlich war es zu Anfang erforderlich, meinen Ansprechpartnern in Indien genau mitzuteilen, welche Anforderungen ich habe.

Beispielsweise ist mir sehr wichtig, dass die Bilder bereits nach wenigen Tagen fertig sind. Das klappt alles sehr problemlos und ich bin sehr zufrieden.

Erzähle uns doch noch ein wenig über die Veranstaltung mindmapping 2018

Ich freue mich sehr, dass dort so erfahrene und inspirierende Kollegen als Referenten dabei sind. Steffen Böttcher, der durch die Veranstaltung führt und gewissermaßen den philosophischen Part übernimmt, Fabian Bischof, der eines der größten Fotostudios der Schweiz führt und Janine Wienick die in Stilfragen der Kindergartenfotografie führend ist.

Die Veranstaltung ist für alle Fotografen geeignet, auch wenn sie selber in Themenbereichen außerhalb der Hochzeits- und Kindergartenfotografie tätig sind. Ziel ist, die Teilnehmer über den eigenen Tellerrand schauen zu lassen und zu inspirieren.

Wenn ich es schaffe, durch meinen Vortrag die Leute dazu anzuregen, über ihre eigene Wirtschaftlichkeit als Fotograf oder Fotografin nachzudenken, dann habe ich mein Ziel erreicht.

Ich sehe immer wieder Fotografen, die mit ihrem Job aufhören, weil sie es nicht schaffen, ihn in ein wirtschaftliches Unternehmen zu verwandeln. Und das finde ich sehr schade.

Ja, Nicole, dann lass uns gemeinsam daran arbeiten, Fotografen bei ihren Business-Themen zu unterstützen. Danke für das Gespräch, Nicole.

Vollständiges Interview

Das vollständige Interview anhören

 

Mindmapping 2018

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Mindmapping – Neue Wege für Berufsfotografen

Eventreihe ab dem 20. Februar 2018 in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Mannheim und München.

Themen:
Fabian Bischof: Hochzeits-, Kinder- & Schulfotografie: Geschäftsfelder sinnvoll vernetzen
Nicole Zausinger: Kreativität braucht Kommerz – Mehr Freude durch lukrativere Aufträge!
Steffen Böttcher: Konkurrenzlos du – den Job neu denken
Janine Wienick: Konsequent kreativ statt Standard – wie man unersetzlich wird

Das Event wird von Partnerfirmen unterstützt. Deswegen kostet das Ticket nur 99 Euro brutto. Du bekommst auch Gutscheine der Partner, die diese Summe vielfach überschreiten. Außerdem gibt es natürlich Verpflegung, unbezahlbare Weiterbildung und Netzwerken!

Tickets und weitere Informationen

Über Nicole Zausinger

Nicole Zausinger ist Fotografin in München in den Bereichen Hochzeit, Familie und Kindergarten

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About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Fotograf in Heidelberg und gebe mein Wissen und meine Erfahrung als Business-Coach für Kreative weiter. Mehr

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