Fotoequipment

Podcast Equipment: Meine Ausrüstung zum Podcasten

Podcast Ausrüstung Equipment


Im Moment starten viele Leute einen Podcast oder planen das. Da ich oft gefragt werde, mit welchen Eqipment ich meine Podcasts aufnehme, habe ich meine Ausrüstung hier einmal zusammengestellt. (Die Links führen teilweise zu Amazon).

Mikrofon

Viele Podcaster entscheiden sich für die Anschaffung eines USB-Mikrofons. Das hat den Vorteil, dass man das Mikrofon direkt in den Rechner stecken und benutzen kann, denn das erforderliche Audio-Interface ist bereits in das Mikrofon eingebaut.

Da ich selber auch unabhängig vom Rechner Podcasts aufnehmen möchte, habe ich mich dafür entschieden, Mikrofon und Audio-Interface als getrennte Geräte zu kaufen.

Als Mikrofon nutze ich das Rode Procaster.

Unterwegs setze ich bei Interviews zwei Rode M3 Nieren-Kondensatormikrofone ein.

Audio-Interface und Field Recorder Zoom H6

Field Recorder Audio Interface

Das Zoom H6 dient unterwegs als Field Recorder, nimmt also das Signal der angeschlossenen Mikrofone in bis zu 6 Spuren auf einer Speicherkarte auf.

Am heimischen Arbeitsplatz dient das Zoom H6 als Audio Interface zwischen Mikrofon und Rechner.

Wenn ich mit kleinem Gepäck unterwegs bin, verwende ich den Zoom H2N Handy Recorder. Da ich über die eingebauten Mikrofone etwas enttäuscht bin, verwende ich den Recorder meist mit einem externen Rode M3 Nieren-Kondensatormikrofon.

Mikrofon-Vorverstärker

Mikrofon Vorverstärker

Eigentlich ist ein Mikrofon-Vorverstärker bei Einsatz des Zoom H6 nicht dringend erforderlich. Da das Ausgangssignal des Rode Procaster aber etwas niedrig ist, benutze ich den Triton Audio Fethead Vorverstärker.

Kopfhörer

Nur mit einem geschlossenen Kopfhörer ist es möglich, auch unterwegs in unruhigen Umgebungen eventuelle Störgeräusche zu bemerken. Ich nehme dafür den beyerdynamic DT 770 PRO 32 Ohm .

Interviews über das Internet mit Skype

Für Interviews, die über das Internet geführt werden, nutze ich Skype sowie den Amolto Call Recorder.

Der Amolto Call Recorder schneidet die Skype Calls in zwei getrennten Spuren mit, sodass man sie anschließend getrennt bearbeiten kann, beispielsweise wenn die Lautstärken angeglichen werden müssen.

Diese Vorgehensweise hat allerdings den Nachteil, dass die Skype-Verbindung manchmal nicht optimal ist und die Soundqualität darunter leidet.

Interviews über das Internet mit Zencastr

zencastr
Zencastr ist ein relativ neuer Dienst, der ebenfalls Interviews über das Internet ermöglicht aber gegenüber Skype den Vorteil hat, dass die Spuren der Gesprächsteilnehmer jeweils auf dem Rechner aufgenommen werden, vor dem sie sitzen und erst im Nachhinein zusammengeführt werden.
Dadurch wirken sich Leitungsprobleme nicht auf die Klangqualität aus.

Allerdings kämpft der Dienst immer noch mit seinen Startschwierigkeiten und ist nicht immer zuverlässig verfügbar.

Schnittsoftware

small-audacityZum Schneiden der Podcasts verwende ich Audacity. Das ist ein einfach aufgebautes und kostenloses Programm, das für den Einstieg vollkommen ausreichen.

Da mein Mikrofon bereits einen sehr guten Sound liefert, mache ich nur eine sehr sparsame Nachbearbeitung. Sie beschränkt sich auf den Einsatz des Kompressors und des Verstärkers.

Interviews, die gleichzeitig als Video aufgenommen werden, schneide ich mit Adobe Premiere.

Zu Audacity habe ich eine zwiespältige Meinung. Auf der einen Seite ist es unkompliziert, kostenlos und tut alles, was ich brauche. Allerdings gefällt mir die destruktive Bearbeitungsweise nicht so sehr. (Für Fotografen: Das ist, als wenn Du im Photoshop immer nur auf einer Ebene arbeitest). Da funktioniert Adobe Premiere intelligenter, weil es nicht-destruktiv arbeitet. Es kann gut sein, dass ich daher irgendwann nur noch mit Adobe Premiere oder Adobe Audition arbeite.

Podcast Hosting

Ist die Podcast Episode als MP3 fertig produziert, lege ich sie auf meinem eigenen Server ab. Mein Webserver besitzt genug Speicherplatz und Transfer-Volumen, sodass ich das vertreten kann.

Einen spezialisierten Podcast-Hosting Services wie Libsyn oder podcaster.de kann ich mir daher im Moment sparen.

Bluebrry PowerPress

blubrry
PowerPress ist ein kostenloses WordPress Plugin, mit dem man einen Podcast-Feed erstellt. Dieser Feed besteht aus den Audio-Dateien der einzelnen Episoden, den Shownotes sowie der Metadaten.

Diese Informationen fügt PowerPress automatisch so zusammen, dass die Podcast-Verzeichnisse (wie beispielsweise iTunes) diese Informationen interpretieren und an die Hörer weitergeben können.

Anmeldung bei den Podcast-Verzeichnissen

Ich habe meinen Podcast im Moment bei iTunes und bei Stitcher angemeldet.

Mein Erfahrung

Würde ich meine Ausrüstung wieder so zusammenstellen?

Ja, vor allem über die Entscheidung, kein USB-Mikrofon zu verwenden sondern stattdessen XLR-Mikrofone im Zusammenspiel mit dem Zoom H6 zu verwenden freue ich mich immer noch.

Zencastr wünsche ich mir deutlich zuverlässiger und beobachte den Dienst aufmerksam.

Empfehlung

Eigentlich ist diese umfangreiche Ausrüstung nicht erforderlich. Man kann auch mit deutlich weniger Technik auskommen. Denn entscheidend sind ohnehin die Inhalte und die unterhaltsame Präsentation, und dabei hilft einem auch die beste Technik nicht 😉

Ich kann Dich wirklich nur ermuntern, ebenfalls damit anzufangen. Es macht viel Spaß, ist lehrreich und wunderbar dazu geeignet, Netzwerke aufzubauen.

Mein eigener Podcast

Podcast CreativebizMeinen Podcast findest Du übrigens hier.

In diesem Podcast gibt es Interviews mit Kreativen, Autoren, Trainern und Coaches und darüber hinaus Solo-Folgen. Wir sprechen über konkrete Erfahrungen und Anregungen, das eigene Business (Fotografie, Film, Design) in Schwung zu bekommen, neue Kunden anzusprechen und erfolgreich zu arbeiten.

Verlinke doch gerne Deinen eigenen Podcast in den Kommentaren, ich bin gespannt!

 


Das wird Dir auch gefallen:

Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als zertifizierter Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

8 Kommentare

  • Sascha sagt:

    Hallo Michael,

    ich habe eine Frage zum kleinen Gepäck. Da schreibst du, dass du da den Zoom H2N nutzt. Der hat doch zum einen nur ein externen Eingang und zum anderen nur 3,5 Klinke. Heißt, du nutzt die beiden M3 in Interviewsituationen dann über einen Y-Kabel und XLR auf Klinke und hast somit beide Tonspuren der jeweiligen M3 in einer Aufnahme?

    Grüße Sascha

  • Sir Apfelot sagt:

    Hallo Michaeil! Danke für diese Zusammenstellung. Meine Freundin ist gerade am Überlegen zu Pocasten und über den Rhode Podcaster habe ich schon viel positives gelesen. Aber die anderen Teile des Equipments sind ja auch wichtig… und darüber liest man selten was. Also toll, dass du sie nennst!

  • Thomas sagt:

    Hello,

    audacity andert die Audio- Dateien nicht, sondern speichert die Bearbeitungsschritte in einer externen Projektdatei (ähnlich Lightroom). Daher ist die Aussage zur „destruktiven“ Bearbeitung oben so nicht richtig.

    Siehe: http://manual.audacityteam.org/man/audacity_projects.html

    Gruß, Thomas

    • Hallo Thomas,

      die Originaldatei wird nicht verändert, das ist richtig, sondern importiert. Trotzdem erfolgt die Bearbeitung im Projekt dann völlig anders als bei Adobe. Bei Adobe werden nur Zeiger verwaltet und keine Soundschnipsel verändert.
      Vielleicht ist die Bezeichnung „destruktiv“ nicht ganz richtig, aber ich kann in Audacity einen Soundschnipsel, den ich verändert habe (verkürzt, verstärkt, …) nicht einfach so wieder zurückändern. In Adobe ist das kein Problem.

      Gruß Michael

      • Thomas sagt:

        … das stimmt. Eine möglich Vorgehensweise wäre, die Spuren zu duplizieren oder zu vervielfachen und bestimmte Zeitbereiche in bestimmten Spuren zu bearbeiten und die Quellspur unverändert zu lassen. Das kann man dann auch so exportieren. Das Zeitbereiche selektieren geht eigentlich ganz fix, aber der gesamte Workflow ist allerdings nicht sehr geschmeidig 🙂

  • […] Meine technische Ausrüstung zum Podcasten […]

Hinterlasse eine Antwort

shares