Fotografie im Internet

Webseiten, denen niemand widerstehen kann

Oh, eine dieser überzeugenden „Wie Du …“ – Überschriften, die uns immer wieder dazu verführen, einen Artikel zu lesen 😉

In diesem Fall geht es um das Buch „Web Fatale – Wie Du Webseiten erstellst, denen niemand widerstehen kann“ von Johannes Ippen.

Wie durch den Untertitel des Buch deutlich wird, behandelt der Autor nicht nur Grafik-Design, sondern vor allem auch psychologische Prinzipien im Webdesign.

Sehr schön, wie er als Analogie zu einem Einkaufsbummel bei IKEA die subtilen Kaufanreize erklärt, die dazu führen, dass man an Ende mit eine Haufen Duftkerzen, einer Yucca und einem Hocker in Kuhfelloptik den Laden verlässt, obwohl man eigentlich ein Sofa kaufen wollte.

Diese „Hacks“ überträgt er auf die Prinzipien, die bei der Gestaltung überzeugender Webseiten gelten:

  1. Hygiene: Tue alles dafür, damit der Besucher sich wohlfühlt und nicht vom Kauf abgehalten wird.
  2. Inspiration: Wecke den Kaufanreiz durch sinnvolle Präsentation.
  3. Rationalität: Liefere alle Fakten, die der Käufer braucht.
  4. Emotionalität: Zeige Kunden Zusatzleistungen, die nach Gefühl gekauft werden.
  5. Involvement: Erhöhe die Kundenbindung durch ein konkretes Produkterlebnis und die Ausschaltung des Risikos.
  6. Checkout Hacking: Überzeuge den Kunden durch sinnvoll platzierte Coupons.
  7. Reward: Gibt dem Kunden ein gutes Gefühl, nachdem er sich für Dich entschieden hat.

Weiter geht es über Themen wie Web-Texten, grafische Anordnung von Elementen, Contentstrategie, Verhaltenspsychologie und vielen weiteren.

Damit wendet sich das Buch vor allem an Frontend Designer von Web Shops. Aber auch alle anderen Kreativen, die sich Gedanken um die Optimierung ihrer Website machen, finden viele gute Anregungen.

Mein Fazit: Moderne Anleitung für die Gestaltung von Webseiten mit einem tiefen Griff in das Thema Verhaltenspsychlogie

Web Fatale
Wie Du Webseiten gestaltest, denen niemand widerstehen kann
von Johannes Ippen
Rheinwerk-Verlag
348 Seiten, 2016, broschiert, in Farbe
ISBN 978-3-8362-3898-4

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

7 Kommentare

  • Sorry, dass ich das so sagen muss, aber das Inhaltsverzeichnis eines Buches zu posten ist nicht das, was man gemeinhin als hilfreiche Information versteht. Wenn Du Geld mit Amazon Links verdienen willst, kannst Du das auch frecher und offensiver angehen. Das machen andere auch. Vielleicht liest Du das Buch einfach und präsentierst uns, was Du gelernt und vor allem erreicht hast? So ist dieser Artikel leider wertlos, und der Satz „Damit wendet sich das Buch vor allem an Frontend Designer von Web Shops. Aber … “ tut sein Übriges. Wie viele Deiner Follower betreiben wohl einen Shop?
    Jemand, der uns zeigen möchte, wie Foto-Business geht, sollte auch genau das tun – und zwar konsequent.

    • Danke für Deinen Kommentar, Benjamin.

      Ich glaube, Du überschätzt ein wenig, was man mit solchen Amazon Links verdienen kann.
      Ich schätze, in diesem Fall werden es etwa 10 Euro sein.
      Aus diesem Grund mache ich also so eine Rezension mit Sicherheit nicht.
      Ob Du es glaubst oder nicht, mich hat das Buch tatsächlich interessiert und ich habe es gelesen.

      Wo siehst Du hier ein Inhaltsverzeichnis? Mein Auflistung oben ist kein Inhaltsverzeichnis, sondern der Extrakt aus einem zentralen Kapitel, das mich besonders überzeugt hat. Die Wortwahl stammt von mir und ist nicht kopiert oder abgeschrieben.

      Danke, dass Du Deine Kritik mit Deinem Namen unterschrieben hast, das machen leider nicht alle so. Das finde ich sehr angenehm.

      Beste Grüße
      Michael

      • Hallo Michael,
        Ich glaube eher Du unterschätzt die Möglichkeiten der Verdienstmöglichkeiten. Ich habe derzeit keine Rezension mehr online, aber mit der letzten, die ich hatte, war es schon ein nettes Sümmchen – bei gerade einmal 100! Followern und nicht nennenswerten Zugriffen auf meine Webseite. Aber darum geht es ja gar nicht.

        Für mich liest sich der Artikel wie ein Inhaltsverzeichnis mit eigenen Worten. Es fehlt mir einfach ein erkennbarer Wert. Was hat das Buch geleistet, und was nicht. Hat es zu Erkenntnissen geführt, die Dich weitergebracht haben? Verdienst Du jetzt mehr Geld, oder geht es einfacher. Das sind doch die Fragen, die mich interessieren, wenn ich Dir folge. Ich kann lesen was in Nutella alles drin ist – geschrieben von jemandem, der es gekauft hat. Ich kann aber auch meine Tochter fragen wie es schmeckt. Was meinst Du wird mich verleiten Nutella zu essen?

        Klar schreibe ich mit mit meinem echten Namen. Nicht ganz ohne Eigennutz 😉

        Benjamin

        • Hallo Benjamin,

          nein, unterschätze ich nicht, ich sehe es ja an meinen Statistiken.
          Sicher könnte ich Amazon noch intensiver nutzen, sehe das aber eher als kleines Zubrot, das ich so mitnehme. Es ist kein wesentlicher Bestandteil meiner Einnahmen.
          Für eine abschließende Bewertung (was habe ich gelernt und was hat es mir tatsächlich gebracht) ist es zu früh, da ich das Buch gerade erst gelesen habe.
          Mir war eher wichtig, zu vermitteln, was das Buch beinhaltet und für wen es geeignet ist.

          Gruß Michael

  • Jing Zhou sagt:

    Ich glaube, dass das Buch eher was für Webdesigner/-Entwickler ist, als für Fotografen. Um das Wissen im Buch anwenden zu können, braucht man gewisse Grundkenntnisse. Und nicht jeder Fotograf kennt sich nun mal damit aus – Ausnahnen gibt es natürlich 😉 Und außerdem ist sehr zeitintensiv einen Shop zu programmieren und anzupassen.

    Jemand, der hauptberuflich fotografiert (was auch viel Zeit in Anspruch nimmt) und sich mit Programmierung nicht auskennt, sollte diesen Teil lieber an einer Web-Agentur abgeben, die es für ihn umsetzen. Und das Buch ist meiner Meinung nach eher für Web-Agenturen geeignet.

    • Ja, das Buch ist nur für Leute, die tiefer in das Thema einsteigen wollen. Aber nicht für Entwickler, denn es geht überhaupt nicht um das Coding, sondern für Designer.

      Und auch mit dem Abgeben an eine Webagentur gebe ich Dir Recht. Man sollte immer das machen, was man am besten kann und die anderen Dinge von Leuten machen lassen, die sich darauf spezialisiert haben.

      Aber es schadet ja nichts, den eigenen Horizont zu erweitern.

      Gruß Michael

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