Portraitfotografie

Wie lange erinnert man sich an Deine Fotos?

Schau Dir einmal dieses Foto an. Es ist aus dem Jahre 1888. Und es hat bis heute kaum etwas von seinem Zauber verloren.

Fotografie ist eine wunderbare Möglichkeit, Momente für die Ewigkeit festzuhalten. Noch viele Generationen später können sich andere Menschen daran erfreuen.

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Die „EXIF-Daten“ auf der Rückseite des Fotos 😉

Und was machen wir oft?

Wir lassen unsere Fotos auf der Festplatte im Daten-Nirvana ein armseliges Dasein fristen. Lassen häufig nicht einmal Abzüge davon machen, geschweige denn, dass wir sie in ein feines Passepartout rahmen oder im Großformat an die Wand hängen.

Wenn Du möchtest, dass Leute heute an Deinen Fotos Freude haben, solltest Du Deinen eigenen Bilder auch eine entsprechend Wertschätzung gegenüber zeigen und hochwertige Abzüge davon anfertigen lassen.

Und wenn Du möchtest, dass sich auch nachfolgende Generationen an den Bildern erfreuen, sind Festplatten, DVDs und Cloud-Speicher nicht unbedingt der beste Weg, dafür zu sorgen, dass die Bilder nicht vergessen werden.

Ich muss ehrlich zugeben: Dieser Weckruf richtet sich nicht nur an meine Leser, sondern auch an mich selber.

Wenn wir es erreichen, dass sich in über 100 Jahren noch jemand an unseren Fotos erfreut (so wie mir es im Moment mit diesem Porträtfoto aus Freiburg geht) dann wäre das eine tolle Sache.

Mein Tipp

Sichte regelmäßig die besten Fotos, die Du gemacht hast, und lass Abzüge davon machen.

Und folge den Anregungen von Christian Ahrens und Paul Ripke und erstelle jedes Jahr ein Fotobuch mit Deinen wichtigsten Fotos. Später wirst Du Dich darüber freuen.

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als zertifizierter Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

12 Kommentare

  • Ines sagt:

    Richtig! Die Fotoalben von Oma & Opa haben ganz viele Leute noch im Schrank oder wenigstens auf dem Dachboden. Die Babyfotos meiner Mutter existieren auch noch. Sie sind vielleicht ein bisschen vergilbt oder ausgeblichen, aber dennoch. Nur unsere Generation fabriziert gazillionen belangloser Bildchen mit dem Handy und verschwendet keinen zweiten Gedanken daran, was später mit den Bildern passiert. Es soll sogar Leute geben, die beim neuen Handy nichtmal die Bilder des alten sichern oder übertragen – quasi alle zwei Jahre ihre Erinnerungen wegschmeissen. Ich find’s richtig schade, denn es wachsen jetzt Generationen von Kindern auf, von denen kein einziges gedrucktes Bild im Album existiert. Naja, ich mach’s so: Bilder werden ausgedruckt (Pigmentprints) oder ausbelichtet. Ich geh‘ davon aus, daß so ne Schachtel im Regal mit Prints um einiges länger überdauert als alle unsere jetzt bekannten Cloud-Services, Festplatten oder Netzwerkspeicherlösungen 😉

  • Frank sagt:

    Sollte man wirklich öfter machen…nur fehlt mir oft der Platz um sie auch irgendwo aufzuhängen 🙁

  • Martin sagt:

    Volle Zustimmung!
    Was bleibt von den eigenen Bildern, wenn der Facebook-Account gelöscht und die Festplatte formatiert ist?
    http://www.spuelbeck.net/bring-es-zu-ende/

  • Oli sagt:

    Hallo Michael,

    unsere Wände zu Hause sind voll mit Bilder!
    Das Mit dem Fotobuch versuche ich für jedes Jahr zu machen, nach dem Motto „The best of 20??“
    Achja, und einen Blog habe ich auch 😉

    Gruß
    Oli

  • Pascal sagt:

    Ich kann dir nur zustimmen!
    In meiner „Sammlung“ gab es bis vor ein paar Jahren auch einfach nur Unmengen an Bildern, die man nur mit ganz viel Glück mal wieder ansieht. Ich bin dann dazu über gegangen, gerade von jedem Urlaub ein Fotobuch zu erstellen. So hat man immer wieder Freude daran, schon allein wenn man sie nur im Schrank stehen sieht, aber auch wenn man sie mal wieder durchblättert oder herzeigen kann.
    Die Idee, ein Fotobuch pro Jahr zu machen, finde ich super! Da habe ich ja direkt schon wieder ein neues Projekt.
    Danke für den Hinweis!

  • Christoph sagt:

    Genau aus dem Grund lasse ich meine Bilder regelmäßig mindestens im Format 30×40 und als Buch (jährlich) printen.
    Ich finde es einfach schöner, ab und an mal durch die Bücher und Bilder zu blättern als auf der Festplatte rumzukramen 😉

  • Ralf H. Badera sagt:

    Hm, das Thema wurde hier doch schon mal vor nicht all zu langer Zeit diskutiert?

  • Neben mir steht ein Epson 3880, hinter mir Halbe-Rahmen in diversen Größen mit ordentlichen Passepartouts drin. Damit habe ich im Haus immer eine wechselnde Ausstellung.
    Meinen Brautpaaren lege ich auch immer eine Hand voll Prints mit bei.

  • Jürgen sagt:

    Und wieder ein willkommener Aufruf gegen das digitale Vergessen. Du hast recht, die meisten geilen Bilder vergammeln irgendwo auf der Festplatte oder auf dem Handy.
    Das ist sooo schade, ich kann mich dir nur anschließen.

    Vielen dank für deinen Beitrag.

  • Jo Oerter sagt:

    Das kann ich nur unterstreichen. Der Druck ist das Werk. Immer noch. Und ist für das Editing unerlässlich.

  • Thomas sagt:

    Ich stimme Ihnen völlig zu. Vor einer Zeit habe ich alte Familienfotos gefunden. Mir drängte sich damals eine traurige Reflexion auf, dass meine Fotos verschwinden können, wenn ich dafür nicht sorge. Seither entwickle ich alle Fotos und stecke in Fotoalben.

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