Hochzeitsfotografie

Eine Marketing-Idee für Hochzeitsfotografen

Von 10. März 2015 12 Kommentare

Als Dienstleister ist es nie verkehrt, sich gute Ideen anderer Leute anzuschauen und davon zu lernen.

Der amerikanische Fotograf Jim Harmer beschreibt eine Idee, um bei Hochzeiten zusätzlichen Umsatz zu machen:

Er fertigt von einem Paarfoto, das beim Engagement-Shooting entstanden ist, ein großes und repäsentatives Wandbild, ggf. auf Canvas an, von dem er annimmt, dass das Paar es gerne in seinem Wohnzimmer hängen hätte. Ein solche Bild würde bei ihm normalerweise 500 Dollar kosten.

Wenn das Paar die Kosten für dieses Bild scheut, weil sie ja zusätzlich zum bereits vereinbaren Fotografenhonorar zu bezahlen sind, hängt er das Bild (mit Einverständnis des Brautpaars) während der Hochzeit an einer gut sichtbaren Stelle aus und bittet die Hochzeitsgäste um eine kleine Spende für das Brautpaar, um das Bild erwerben zu können.

In 90 Prozent der Fälle kommt so mehr Geld zu sammen, als das Bild kostet. Den überschüssigen Betrag bekommt natürlich das Brautpaar.

Über den zusätzlichen Umsatz hinaus entsteht für den Fotografen ein Werbeeffekt, da er die Qualität seiner Arbeit ja deutlich herausstellen kann und sich bei den anderen Gästen bemerkbar macht.

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12 Kommentare

  • Die Idee ist gut 🙂
    Aber habe von so einem vorgehen schon vorlängere Zeit einmal gehört

  • Ja, das ist eine gute Idee…
    Ich habe auf einer Hochzeit mal den Vorschlag in’s Mikrofon getrötet, zwei Stunden länger zu fotografieren wenn die Gäste für das Brautpaar zusammenlegen und das „…da vorne in die Box…“ stecken. Alle so: „Ey Klasse, ja…!“
    Nach zwei Stunden hab ich mir dann die Box geschnappt und hab im Auto den Deckel aufgemacht.
    Na, wer kommt drauf?

  • Sinan sagt:

    Grundsätzlich cool, ABER:
    Sind solche Aktionen nicht ein bisschen peinlich für das Brautpaar? „Ich mache länger / weiter, wenn ihr zusammenschmeisst.“ Gemäß dem Motto „Das Brautpaar ist zu geizig, oder hat zu wenig Geld“? Im Endeffekt wäre der Mehrpreis ja im Verhältnis zur gesamten Hochzeit ja selten ein Vermögen, und ich wette dass den Meisten sowas eher unangenehm ist als dass sie sich (im ersten Moment) drüber freuen.

  • Klaus sagt:

    Wie weit wollen sich Fotografen denn noch bei Veranstaltungen in den Vordergrund drängen, die NICHT die ihrigen sind. Mal abgesehen davon, dass der Fotograf meistens in der ersten Reihe rumturnt und dicht am „Puls des Geschens“ dran bleiben muss – was ja auch per Auftrag und am Ergebnis gemessen völlig in Ordnung ist – aber auch geduldet werden muss. Das Aufhängen eines schönen Bildes mit dem Brautpaar mag ja noch zum „Rahmen“ passen, aber dieses Fund-Rising in der Hochzeitsgesellschaft macht ja Schule und wird mitlerweile für alles mögliche, vom Wellness-Wochenende bis zur Musik während der Veranstaltung benutzt. Warum eigentlich nicht für’s Essen? Irgendwo ist also eine Peinlichkeitsgrenze und die würde ich sehr sehr eng ziehen. Ohne vorherige Absprache mit dem Brautpaar sollte man jegliche Aktivitäten tunlichst unterlassen. Vielleicht hatten die ja ihre Gründe, auch jenseits des Budgets bestimmte Dinge genau so zu bestellen oder nicht zu bestellen bzw. zeitlich zu begrenzen.

  • Ralf H. Badera sagt:

    Ich sehe das ähnlich wie Sinan, hat für mich auch etwas zwanghaftes. „Damit das Brautpaar dieses Foto bekommen kann, müsst Ihr…(zahlen).“

    @Marcus Schmigelski:
    Wer kommt drauf? Sollen wir raten, was sich darin befand? Hosenknöpfe natürlich. 😉

  • Danke für Eure Kommentare.
    Ich würde so eine Aktion niemals ohne vorherige Absprache mit dem Brautpaar empfehlen.

    Gruß Michael

  • Thomas Jödicke sagt:

    Man muss auch verstehen, das der Amerikanische (Hochzeits)-markt anders wie der Europäische/deutsche tickt und es drüben wohl auch ohne die Genehmigung des Brautpaares gemacht wird.

    Ansonsten eine klasse Idee vom Jim.

  • @Ralf H. Badera: fette 5 Euro! 😀

  • Hallo Michael,

    danke für den Post. Ich bin zwar Hauptsächlich eher auf Dessous/Akt Fotografie ausgelegt, aber die Idee finde ich Klasse. Die Anregung kann ich sicherlich anderweitig für mich nutzen.

    Danke

    Gruß
    Christian

  • Thomas Mohr sagt:

    Also – bei meiner Hochzeit vor 10 Jahren hatte ich einen Alleinunterhalter (Musiker) für 4 Stunden gebucht.

    Nach den 4 Stunden rief er über Mikro das Ende der Musik aus und er mache gerne weiter, wenn ich das extra bezahlen würde. (Von den 4 Stunden lief über eine Stunde seine Musik von CD und er machte Pause – war ja auch von Ihm und seiner Meinung nach voll gerechtfertigt)

    Natürlich war die ganze Hochzeitsgesellschaft für noch mehr Party zu haben – ich jedenfalls war maßlos über diese Frechheit enttäuscht.
    Ich wurde öffentlich entweder als Spaßbremse und Geizhals hingestellt oder weiter zur Kasse gebeten. Dass Musik auch ohne ihn aus den Lautsprechern kommen konnte, zog er nicht in Erwägung – war dann aber so, bloß nicht seine….

    Fazit: Weiterempfehlung? Nein!

    PS an Michael: Schöner Vortrag auf der Photokina! ;-))

  • Daniel sagt:

    Das wäre kein Vorgehen für mich, dass wäre mir sehr unangenehm…. nahezu peinlich!

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