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Business-Fotoshooting in einem Hotelzimmer

Fotostudio München


Vor einigen Wochen war ich für ein Business-Portrait Fotoshooting in München gebucht. Da die zu fotografierenden Personen alle an einer Tagung in einem Hotel teilnahmen, entschieden wir uns dafür, kein Mietstudio zu nutzen, sondern eine Hotel-Suite leerräumen zu lassen und als improvisiertes Fotostudio zu nutzen. Das normalerweise dort stehende Bett wurde demontiert und entfernt und so hatten wir genug Platz, um die gewünschten Aufnahmen zu machen. Etwas problematisch war natürlich die niedrige Deckenhöhe, aber auch diese Schwierigkeit ließ sich lösen.

Da der Hintergrund rein weiß sein sollte, habe ich ein Lastolite Hilite (*) genutzt, das von innen mit zwei Studioblitzen angestrahlt wurde. Die Markierung an der Erde zeigt den geplanten Standort der Person an. Bei sehr großen Personen haben wir diesen Punkt aber noch etwas nach hinten verlegt, da sonst das Hilite nicht hoch genug gewesen wäre. Ein Standpunkt direkt vor dem Hintergrundsystem wäre allerdings auch nicht optimal gewesen, da ansonsten das von hinten auf die Person fallende Licht zu stark gewesen wäre.

Wird on location ein weißer Hintergrund gewünscht, nutze ich das Lastolite Hilite viel lieber als ein Stativ-Hintergrundsystem mit weißem Papier, weil ich so den Vorteil habe, keine lange Papierrolle transportieren zu müssen. Nur Ganzkörper-Shoots sind so etwas schwierig, aber die waren in diesem Fall ja auch gar nicht gefordert.

Pro Person gab es zwei Einstellungen: Ein Portrait-Foto und ein Foto in der Halbtotalen (amerikanische bzw. Western-Einstellung). Diese Einstellung heisst Western-Einstellung, weil von der Person gerade so viel zu sehen ist, dass ein Colt am Gürtel sichtbar wäre.

Die Hotelsuite bestand aus zwei Räumen, die durch einen Durchgang verbunden waren. So fanden wir in dem vorderen Raum genug Platz für den Schminktisch der Visagistin und den PC-Tisch, um die fertigen Bilder gleich an Ort und Stelle begutachten und freigeben zu können. Ebenfalls im vorderen Raum stand noch ein Sofa, auf dem die Marketing-Mitarbeiterin Platz nahm, um uns letzte Anweisungen für das Shooting zu geben.

Im hinteren Raum befand sich, wie auf dem Bild zu sehen, der Studio-Aufbau.

Über den Tag verteilt kamen die Personen, die telefonisch aus ihrer Konferenz gerufen wurden, in unsere Suite und so konnten wir in Ruhe arbeiten. Bis zum Nachmittag habe ich insgesamt 27 Personen fotografiert.

Bei solchen Aufträgen bewährt sich mein ROCKnROLLER Multicart, den man links in der Ecke stehen sieht, denn ein Schleppen der gesamten Ausrüstung über die langen Hotelflure ist ohne einen solchen Rollwagen ziemlich mühsam.

Ebenfalls auf der linken Seite ist mein Trolley Thinktank Airport International (*) zu sehen, eine der besten Anschaffungen, die ich als Fotograf gemacht habe.

Insgesamt hatte ich 6 Hensel-Studioblitze mit vor Ort genommen. Zwei für das Hauptlicht, zwei für den Hintergrund und zwei weitere in Reserve. Einen der Reserve-Blitze habe ich auch tatsächlich benötigt, denn nach etwa 2.000 Auslösungen hat sich einer der Hauptblitze überhitzt und fiel aus. Normalerweise halten die Blitze von Hensel noch deutlich mehr Auslösungen aus. Dass ein Blitz „schon“ nach 2.000 Auslösungen ausfällt ist ein Zeichen dafür, dass er demnächst einmal wieder zum Service muss. Aber immerhin ist das ein Gerät, das mir seit über 10 Jahren gute Dienste leistet.

Die fertigen Bilder sind noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben, ansonsten hätte ich gerne ein paar davon hier gezeigt. Sie entsprechen aber dem Bildstil der anderen Business-Fotos auf meiner Website.

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

2 Kommentare

  • Frank sagt:

    Klingt spannend :-). Praktisch wenn sich das ganz „easy“ über den ganzen Tag verteilt und die „Models“ Stück für Stück aufschlagen.

    VG
    Frank

  • Matthias sagt:

    Den RocknRoller Multicart kannte ich bisher nur von Musikern, einer, den ich fotografiert habe, hatte auch so ein Teil. Ungemein praktisch und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es die Arbeit deutlich erleichtert, wenn man viel Kram on location tragen muss. Neinneinnein, ich brauch so ein Ding nicht, auch wenn ich es haben will 🙂

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