Kameras

Test-Fotos Canon Powershot G16


Fast alle Fotografen eint der Wunsch nach einer Kamera, die klein genug ist, um sie immer dabei zu haben, aber leistungsfähig genug, um hochwertige Fotos damit machen zu können. Die Canon Powershot G16 ist eine mögliche Antwort auf diese Anforderung.

Mein erster Eindruck von der Kamera nach dem Auspacken: Ich halte ein sehr robustes, wertiges Gerät in den Händen.

PowerShot G16_BLACK_BACK_LCD_05

Die optischen Daten der Kamera lassen aufhorchen: Der Zoombereich geht von 28 mm bis 140 mm (umgerechnet) und die Blendenöffnung beträgt 1,8 am Weitwinkel und 2,8 in der Tele-Einstellung. Das ist schon ganz ordentlich.

Der Sensor ist 1/1,7 Zoll groß und damit kleiner als bei Systemkameras und DSLRs, aber größer als bei Kompaktkameras. Das Rauschverhalten ist sehr gut. Die Freistellungsmöglichkeiten bei geringer Tiefenschärfe sind aber naturgemäß deutlich weniger ausgeprägt als bei einer Vollformat-DSLR.

Für dieses Beispielfoto habe ich mir eine Hauswand ausgesucht, die ca. 50 Meter von meinem Sohn entfernt war. Trotz Tele-Einstellung und offener Blende ist der Hintergrund noch deutlich zu erkennen. Hier zeigen sich die Grenzen eines kleineren Sensors.

P1401-G16-031

f 2.8 ISO 80 140 mm

Ansonsten macht die Kamera sehr viel Spaß. Das erste mal seit mehr als 10 Jahren habe ich mir wieder eine Bereitschaftstasche gekauft und so liegt die Canon G16 nun immer griffbereit, um mich bei (fast) jedem Gang zu begleiten. Und sie ist alles andere als ein Spielzeug: Die optische Qualität ist überzeugend, die Bedienung logisch und schnell erlernt und die Haptik sehr wertig.

Der Autofokus ist schnell und treffsicher und Reihenaufnahmen sind mit bis zu 9 Bildern pro Sekunde möglich. Die WIFI-Funktionalität macht ein Betrachten der Fotos auf einem Tablet möglich, ohne dass die Speicherkarte aus der Kamera genommen werden muss. Ein ND-Filter ist eingebaut und kann bei Bedarf aktiviert werden. Ein Image-Stabilisator ist vorhanden und die Bilder können neben JPG auch im RAW-Format gespeichert werden.

Der Video-Modus liefert Full-HD Movies mit 60 B/s. Gesichtserkennung und AF-Verfolgung funktionieren dabei sehr zuverlässig.

Das Display der Kamera ist 3 Zoll groß und hat eine Auflösung von 922.000 Bildpunkten. Es ist es nicht klappbar, sondern fest verbaut. Der optische Sucher ist eher eine Notlösung, denn er ist relativ klein und verfügt über keinerlei zusätzlich eingeblendete Informationen.

Die Beispiel-Bilder in diesem Beitrag sind sicher nicht allergrößte Foto-Kunst, deuten aber an, was in dieser Kamera steckt. Sie sind allesamt unbearbeitet „out-of-the-cam“.

Durch Klick auf die Bilder (und „Expand“ in der rechten oberen Ecke des Bildes) gelangt man zur Original-Datei.

P1312-G16-007

f 2.5 ISO 3200

P1312-G16-081

f 3.5 ISO 80

P1312-G16-101

f2.5 ISO 1250

P1312-G16-114

f4.5 ISO 80

P1401-G16-099

F 8.0 ISO 80 Studioblitz-Anlage

F2.0 ISO 250 Makro-Modus

F2.0 ISO 250 Makro-Modus

Mein Fazit: Für knapp über 500 Euro bekommt man mit der Powershot G16 eine hochwertige Kamera, die sich sehr gut als „Immer-dabei“ – Kamera eignet.

Disclaimer: Das Testgerät wurde von Canon Deutschland kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Fotograf in Heidelberg und gebe mein Wissen und meine Erfahrung als Business-Coach für Kreative weiter. Mehr

6 Kommentare

  • laderio sagt:

    Mich würde ja ein Vergleich mit Sony RX100(M2) oder Nikon Coolpix A interessieren.
    Die Sensoren sind hier ja deutlich größer. Bei der Nikon gibt es dafür leider keinen Zoom.

  • Tommy sagt:

    Habe mir die Sony RX100M2 zugelegt und bin total zufrieden mit ihr. Macht super Fotos bei wenig Licht.

  • Oliver sagt:

    Wenn man die Nachteile des kleines Sensors kennnt und damit leben kann sind die kleinen bestimmt nicht schlecht. Man muss halt wissen wo die Grenzen sind. Niemand würde mit einem Porsche durch einen Acker fahren wollen und Niemand mit einem Mercedes Traktor auf der Autobahn. Makrofotografen mögen die kleinen Sensoren.
    Gruß
    Oli

  • Patrick sagt:

    Ich empfand die G16 als unglaublich schwer. Zwar ist das Gewicht nicht im Vergleich zu einer DSLR, aber dennoch war ich überrascht. Mir hat sie beim Testen nicht so sehr gefallen. Allerdings kann das auch daran liegen, dass ich mich nicht so sehr darauf eingefallen habe. Die Bildqualität war indes sehr gut und wäre mich für wichtiger als das „Mehr“-Gewicht.

    Beste Grüße, Patrick

  • Ralph sagt:

    Sau cooler Beitrag !

  • Thomas sagt:

    Interessanter Beitrag. Die Beobachtungen decken sich zum größten Teil auch mit meinen ersten Erfahrungen zur G16. Falls sich jemand dafür interessiert, habe ich unter http://www.breitengrad66.de/2014/01/19/eine-neue-reisekamera/ auch etwas zu der Kamera geschrieben.

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