Foto-Business

Marketing für Fotografen: Die Analyse

In der heutigen Zeit wird das Marketing für Fotografen immer wichtiger. Am Anfang sollte eine Analyse stehen, die unter anderem folgende Fragen beantwortet:

Was kann ich? Wo liegen meinen Stärken als Fotograf?
Wer ist meine Kundenzielgruppe?
Welche Bedürfnisse haben meine Kunden?
Wie kann ich diese Bedürfnisse möglichst gut bedienen?

Gut zu sein, reicht allerdings nicht, man muss sich auch gut verkaufen können. Die solide Leistung ist aber immer die Grundvoraussetzung, ohne die das beste Marketing nichts fruchtet.

Gut bzw. erstklassig zu sein muss man aber aus Sicht der Kunden, nicht nach eigenen Maßstäben oder nach Ansicht eines Kunstprofessors. Nur was die Kunden für gut halten, werden sie honorieren und weiterempfehlen.

Die Geschmäcker können natürlich sehr unterschiedlich sein. Ein HipHop-Künstler wird für die Fotografie seines neuen CD-Covers einen anderen Stil bevorzugen als der Brautvater, der einen Fotografen für die Hochzeit seiner Tochter sucht.

Die Frage ist: Will ich den Spagat machen, um möglichst viele Themen abzudecken oder ist es besser, einen eigenen Stil zu entwickeln (der sich durchaus am Marktbedarf orientieren soll) und damit auf eine Kundengruppe konzentrieren?

Dass man bei aller Kundenorientierung die eigenen Ansprüche und Vorstellungen nicht ganz außen vor lassen sollte, ist klar. Nur wenn man von seiner eigenen Arbeit voll und ganz überzeugt ist, kann man sie auch guten Gewissens vertreten.

Bei all diesen Fragen hilft einem immer wieder die Sicht von außen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kunden auf ganz andere Dinge Wert legen, als ich als Fotograf. Darum ist es sehr wertvoll, wenn Kunden sich äußern, sei es nun positiv oder negativ. Natürlich hört niemand gerne negative Kritik, aber sie ist immer auch eine Chance, es beim nächsten mal besser zu machen.

Neben den Kunden sind sind auch alle anderen Personen, mit denen man durch seine Arbeit zu tun hat, immer wieder für Feedback hilfreich. Die Visagistin arbeitet auch mit vielen anderen Fotografen und kann daher ganz gut vergleichen und auch die Models können sehr schnell einen guten von einem schlechten Fotografen unterscheiden.

Diese Überlegungen sind für Berufsfotografen überlebenswichtig, aber auch Amateurfotografen hilft es, konstruktive Kritik zu ihrer Arbeit zu bekommen.


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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Fotograf in Heidelberg und gebe mein Wissen und meine Erfahrung als Business-Coach für Kreative weiter. Mehr

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