Model-Business

Wie werde ich Model? Tipps für den Einstieg in das Model-Business

Wie-wird-man-Fotomodel-Model

Foto: Michael Omori Kirchner


Leider gibt es keinen Königsweg zum Erfolg, und die heißbegehrten Insider-Tipps muss man sich häufig selber mühsam erarbeiten. Wer aber an sich glaubt, den nötigen Durchhaltewillen hat und auch Rückschläge wegstecken kann, hat schon einmal eine gute Ausgangsposition.

Die Informationen in diesem Artikel können nur ein Anfang sein. Weitere Tipps bekommst Du von anderen Models, von erfahrenen Fotografen und natürlich von den Ansprechpartnern in Deiner Modelagentur.

Wie werde ich Model?

Wichtig ist als allererstes eine gute Ausstrahlung und ein sicheres Agieren vor der Kamera bzw. auf dem Laufsteg. Einigen Models ist das in die Wiege gelegt und andere müssen es durch Training und Routine erlernen. Nimm jede Möglichkeit zu einem Fotoshooting mit einem guten Fotografen wahr! Du wirst sehen, dass Du bei jedem Shooting besser und sicherer wirst.

Ein gutes Aussehen ist natürlich wichtig, wobei es vor allem bei Laufsteg-Models auf die Körpermaße ankommt. Bei Fotomodels sind vor allem eine sympathische Ausstrahlung und eine interessante unverwechselbare Erscheinung wichtig.

Wenn Du glaubst, von Aussehen und Auftreten her als Model in Frage zu kommen, ist es an der Zeit, sich als Model zu bewerben.

Wie bewerbe ich mich als Model?

Du kannst Dich bei Modelagenturen und bei Fotografen bewerben. Dabei ist natürlich wichtig, Dich nur an seriöse Stellen zu wenden.

Als erste Kontaktmöglichkeit ist eine eMail am besten. Füge drei bis vier Fotos von Dir bei und nenne Deine Maße, Dein Alter und Deinen Wohnort. Außerdem Deine Telefonnummer zur leichteren Kontaktaufnahme.

Hörst Du nach zwei Wochen noch nichts, kannst Du per Telefon nachhaken.

Ist Deine Bewerbung von Interesse gewesen, erhältst Du eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch / Go-See oder zu einem Test-Shooting. Sollte man Dir eine Absage schicken, lass Dich nicht gleich entmutigen, und probieren es woanders weiter.

Körpergröße, Maße und Konfektionsgröße eines Models

Viele Fotoshootings finden in Unterwäsche oder Bademoden statt. Ein sportlich durchtrainierter Körper sowie eine allgemeine Fitness sind daher für Models sehr wichtig. Neben den richtigen Modelmaßen sind vor allem die Körperproportionen sowie die Optik entscheidend. Insbesondere bei Männern sollten die Muskeln deutlich ausgebildet sein, ohne aber übertrieben zu wirken. Ein definierter Waschbrettbauch kommt immer gut an.

Die Zeit der magersüchtigen weiblichen Models ist zwar immer noch nicht ganz vorbei. Eine zu große Orientierung in diese Richtung wird aber mehr und mehr als kritisch angesehen. Am besten, ein Model sieht fit und gesund aus, dann sind Buchungen am wahrscheinlichsten.

Für Laufstegmodels gibt es enge Vorgaben, die allerdings je nach Agentur unterschiedlich gehandhabt werden. Unter 172 cm Größe wird es bei Frauen schwierig (beim Männern 182 cm), am besten sind 175 cm bis 180 cm. Kleidergröße sollte 36 sein.

Der Grund für diese Vorgaben ist, dass die Musterkollektionen, die vorgeführt werden sollen, nur in dieser Größe hergestellt werden.

Wenn Du nicht auf dem Laufsteg arbeiten möchtest, sondern nur vor der Kamera stehen, dann ist die Größe nicht ganz so wichtig. Allerdings wird von vielen Agenturen erwartet, dass Du sowohl Foto-Jobs als auch Laufsteg-Jobs annehmen kannst.
Model Mallorca

Foto: Michael Omori Kirchner

In welchem Alter kann ich Model werden?

Natürlich gibt es für bestimmte Tätigkeiten als Fotomodel Altersvorgaben, die relativ eng gesteckt sind. Grundsätzlich gesehen gibt es aber keinerlei Beschränkungen, weder nach unten noch nach oben. Es gibt sogar spezialisierte Modelagenturen, die Babies oder Kleinkinder und andere, die Senioren vermitteln.

Du kannst also schon sehr früh mit dem Modeln anfangen, wobei selbstverständlich die Einverständniserklärung Deiner Eltern erforderlich ist, wenn Du noch nicht volljährig bist.

Außerdem sind bei der Arbeit die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten. Wenn Du sehr jung bist, wende Dich am besten an eine entsprechend spezialisiert Model-Agentur, dort wird man Dich am besten beraten können.

Aber auch jenseits von 30 Jahren muss mit der Karriere noch lange nicht Schluss sein. Es werden immer mehr Fotomodels in den besten Jahren, die sogenannten Best Agers, gesucht. Häufig sind das natürlich Personen, die bereits lange Jahre als Model arbeiten und die Erfahrung mitbringen. Aber auch ein Einstieg in das Modelbusiness mit 40, 50 oder 60 Jahren ist durchaus möglich.

Hier gilt allerdings wie immer im Model-Business: Die eigenen Einschätzung ist wichtig: Bist Du in der Lage, vor der Kamera trotz Deines Alters Dynamik und Lebensfreude auszustrahlen? Siehst Du sportlich und gesund aus? Genau solche Typen werden von der Werbung gesucht. Wenn Du in dieses Anforderungsprofil passt, hast Du gute Chancen.

Ich bin auf der Straße von einem Modelscout angesprochen worden, kann das überhaupt seriös sein?

Es gibt viele seriöse Modelscouts und Fotografen, die so arbeiten, viele große Models sind so entdeckt worden. Lass’ Dich also nicht abschrecken und vermute nicht gleich eine billige Anmache dahinter.

Natürlich gibt es auch Trittbrettfahrer, die sich als Modelscout ausgeben und Dir wenig bis gar nichts bieten können. Nimm Dir also erst einmal nur die angebotene Visitenkarte mit. Deine eigene Handynummer, Name oder Adresse musst Du noch nicht preisgeben.

Erst nachdem Du Dich über die Agentur oder den Fotografen informiert hast und Interesse an einer Zusammenarbeit hast meldest DU Dich.

Nicht melden solltest Du Dich

  • wenn Du gar keine Visitenkarte bekommst
  • wenn Du sofort auf der Straße um private Details (wie z.B. Deine Handynummer) gebeten wirst
  • wenn Du im Internet keine Informationen über den Ansprechpartner findest
  • wenn Dir das Geschäftsmodell oder die Geschäftspraktiken der Agentur undurchsichtig oder suspekt vorkommen

Dass Du nicht gleich auf der Straße irgend etwas unterschreibst sollte selbstverständlich sein.
Model

Foto: Michael Omori Kirchner

Woran erkenne ich eine seriöse Modelagentur?

Auf dem Markt gibt es leider auch unseriöse Modelagenturen. Diese leben davon, Newcomern falsche Versprechungen zu machen und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Misstrauisch solltest Du werden, wenn Dir die Traumkarriere versprochen wird und hohe Tagesgagen garantiert werden.

Ebenso ein schlechtes Zeichen ist, wenn man Geld von Dir verlangt. Geld solltest Du nur bezahlen, wenn Du einen echten Gegenwert bekommst, zum Beispiel eine gute Ausbildung oder ein professionelles Sedcard-Shooting, sofern Du die Ergebnisse des Shootings auch außerhalb der Agentur verwenden kannst. Lass’ Dich nicht von Versprechungen auf sichere Buchungen blenden, die Du aber angeblich nur bekommst, wenn Du überteuerte Modelkurse buchst.

Keinesfalls solltest Du Geld für die Aufnahme in die Kartei der Agentur bezahlen. Eine seriöse Agentur verdient ihr Geld mit der Vermittlung von Aufträgen, nicht mit Gebühren für die Aufnahme in ihre Kartei.

Woran erkenne ich einen seriösen Fotografen?

Entgegen der landläufigen Meinung gibt es viel weniger unseriöse Fotografen, als vermutet. Dennoch ist es wichtig, auf ein paar Dinge zu achten:

  • Lass Dir Referenzfotos zeigen und Referenzkunden nennen. Wird hier ausweichend geantwortet oder werden nicht nachprüfbare Angaben gemacht: Vorsicht!
  • Frag, ob Du zu Vorgespräch und / oder Fotoshooting eine Begleitperson mitbringen kannst.
  • Frag schon vor einem Shooting nach einem Release. Kein ernsthafter Fotograf arbeitet ohne!
  • Schummel nicht bei Deinem Alter. Wenn Du noch nicht volljährig bist, sag das offen. Das mindert Deine Chancen nicht, allerdings benötigst Du die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten unter dem Modelrelease.
  • Lass Dich nicht zu Aktfotos drängen, wenn Du das nicht willst. Kein seriöser Fotograf setzt sich über die vorher
    vereinbarten Grenzen hinweg.

Ansonsten gilt: Vertraue einfach auf Deinen guten Menschenverstand.

Was ist ein Go See?

Wenn Du zu einem Go-See eingeladen wirst, möchte man sich ein persönliches Bild von Dir machen.

Zu einem Go-See laden normalerweise Fotografen, Agenturen oder Auftraggeber ein.

Erwartet wird, dass Du Dein Book mitbringst, das sogenannte Modelbook. Das ist eine Mappe mit Referenzfotos von bisherigen Shootings im Format 20 x 30 cm. Wer hier ein normales Fotoalbum mitbringt, vielleicht noch mit Fotos im Format 9 x 13, hat gleich gezeigt, dass er keine Erfahrung hat. Das Modelbook wird üblicherweise nach Durchsicht sofort wieder mitgenommen.

Es kann sein, dass man Dich bittet, einige Schritte Probe zu laufen, bestimmte Kleidung anzuziehen oder ein paar Probeaufnahmen zu machen. Meistens dauert das Go-See aber nur wenige Minuten.

Was ist ein Model Release?

Ein Model-Release ist eine Vereinbarung über die Nutzungsrechte an den Fotos, die bei einem Shooting entstehen.

Ohne den Abschluss einer solchen Vereinbarung dürfen die Bilder weder vom Fotografen noch vom Model in irgendweiner Weise eingesetzt werden. Daher wird IMMER ein solches Release unterschrieben.

Vor allem Stockfoto-Agenturen lassen sich das Model-Release vorlegen, damit sie überprüfen können, ob die erforderlichen Nutzungsrechte vorliegen.

Was ist ein TfP Shooting?

Ein TfP Shooting ist ein Fotoshooting auf Gegenseitigkeit. TfP bedeutet „Time for prints“. Das Model investiert die Zeit und bekommt dafür kostenlose Fotos.

Das bedeutet: Weder der Fotograf bezahlt das Model noch umgekehrt

Für Einsteiger-Models ist das ein guter Weg, an Shooting-Erfahrungen und an gute Bilder zu kommen, und für Fotografen ist es eine Möglichkeit, ohne Zahlung eines Modelhonorars bestimmte Ideen umzusetzen.

TfP Shootings werden häufig von Amateur-Fotografen und Einsteiger-Models genutzt, aber auch im Profi-Lager ist das ein beliebter Weg.

Wichtig ist, darauf zu achten, dass beide Seiten etwas von dem Shooting haben. Ein erfahrenes Profi-Model wird kein TfP Shooting mit einem Fotoamateur machen und ein professioneller Fotograf wird nur im Ausnahmefall ein honorarfreies Shooting mit einem unerfahrenen Model machen.

Was ist ein Tear Sheet?

Ein Tear Sheet ist ein Ausriss aus einer Veröffentlichung, also zum Beispiel einer Zeitschrift oder einem Prospekt.

An diesem Tear Sheet kann man zeigen, für welche Aufträge das Model bereits eingesetzt wurde und dass die bisherigen Aufnahmen tatsächlich kommerziell verwendet wurden.

Wenn es sich dann noch um ein Titelbild oder ein hochwertiges Prospekt handelt, ist ein solches Tear Sheet ein Schmuckstück im Modelbook, und jedes Model ist sehr interessiert daran, so viel wie möglich solcher „Trophäen“ zu sammeln.

Kann ich als Newcomer-Model eine Begleitperson mit zum Shooting bringen?

Bei angehenden Models kommt es häufig vor, dass eine Begleitperson zum Vorstellungsgespräch oder auch zum Fotoshooting mitgebracht wird. Das ist in der Regel auch gar kein Problem.

Bei minderjährigen Models wird es sehr gerne gesehen oder ist sogar erforderlich, dass die Eltern mit dabei sind.

Bei erfahrenen Models ist das eher unüblich. Wenn sich dann auch noch der eigene Freund als „Manager“ aufspielt, obwohl er vom Model-Business keine Ahnung hat, wirkt das eher seltsam.

Wenn Du zu einem Shooting eine Begleitperson mitbringen möchtest, kündige das am besten vorher an. Fotografen, die dann strikt ablehnen und dafür keine vernünftigen Gründe nennen können, solltest Du eher meiden.

Brasilianisches Model

Foto: Michael Omori Kirchner

Schaden Aktfotos meiner Karriere als Model?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Wichtig ist erst einmal, dass Du Dich selber fragst, was Du für Dich selber vertreten kannst und was nicht. Wenn Du Dich bei Fotoaufnahmen unwohl fühlst oder ein Shooting im Nachhinein bereust, hat niemand etwas davon.

Auf der anderen Seite wird heutzutage bei Models als selbstverständlich vorausgesetzt, dass Bilder in Unterwäsche oder Bikini kein Problem sind. Auch der sogenannte „verdeckte Akt“ wird als normal angesehen (bei verdecktem Akt ist das Model zwar nackt, auf dem Bild sind aber die heiklen Stellen nicht direkt zu sehen, weil sie verdeckt sind. Die meisten Werbefotos für Kosmetik und Körperpflegeprodukte wären ohne verdeckten Akt nicht machbar.

Tipp: Setze Dir selber Deine Grenzen und halten Dich dann auch daran. Rechne aber auf der anderen Seite damit, dass Du bei einer Buchung für eine Körperpflege-Serie die Aufnahmen nicht im Pullover machen kannst. Wenn Du unsicher bist, was genau von Dir bei einem Shooting erwartet wird: Frage vorher nach.

Wieviel Geld kann ich als Foto-Model verdienen?

Gerade Einsteiger in das Model-Business interessiert natürlich, wieviel Geld man als Foto- oder Laufsteg-Model verdienen kann.

Eine allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht, die Traumgagen bekommen nur die absoluten Top-Models.

Bevor ein Model überhaupt daran denken kann, ein Honorar zu verlangen, muss es erst einmal zeigen, dass es professionell arbeiten kann.

Kein Mensch kauft die Katze im Sack. Für diesen Zweck bieten sich bezahlte Sedcard-Shootings und die sogenannten TfP-Shootings an.

Sind dann gute Erfahrungen vorhanden und kann man an den Referenzbildern das Talent des Models erkennen, werden für Newcomer-Models 200 bis 400 Euro als Tageshonorar gezahlt.

Anfangs ist das, insbesondere für nebenberufliche Models, Studenten etc. ein schönes Zubrot.

Da von der Gage aber auch Kleidung und Make Up angeschafft sowie Steuern und verschiedene Versicherungen bezahlt werden müssen, wird ein Model relativ bald ein Tageshonorar von 600 – 1.200 Euro oder mehr anstreben. Dazu kommt dann ggf. noch ein Buy-Out.

Zu beachten ist, dass man als Model in der Regel selbständig ist und ein Gewerbe anmeldet.

Woher bekomme ich als Model gute Fotos?

Insbesondere am Anfang der Tätigkeit als Model stellt sich die Frage, woher man gute Referenzfotos für Bewerbungen bei Modelagenturen und Fotografen bekommt. Teilweise reichen zur Bewerbung aussagefähige Amateurfotos, die man für wenig Geld selber herstellen kann. Größer sind die Chancen aber, wenn man bereits professionelle Fotos vorlegen kann, die zeigen, dass man vor der Kamera überzeugend agieren kann.

Anfänger, die noch keine professionellen Shootings absolviert haben und auch gut beschäftigte Models, die häufig die Ergebnisse Ihrer Auftragsshootings nicht zur Eigenwerbung verwenden dürfen, buchen zu diesem Zweck ein bezahltes Shooting bei einem guten Fotografen.

Such Dir diesen Fotografen gut aus, schau Dir seinen bisherigen Arbeiten an, und nur, wenn diese den professionellen Ansprüchen genügen, solltest Du zu einem Shooting zu ihm gehen. Vergiss nicht, dass von der Qualtiät der entstehenden Bilder Deine Chancen als Model abhängen. Für ein solches Shooting zahlst Du mit Visagistin zwischen 300 und 800 Euro. Das ist viel Geld, da solltest Du auch einiges erwarten können.
Bei solchen Shootings ist es auch üblich, dass Du die Bilddateien in hoher Auflösung bekommst, um selber Abzüge anzufertigen oder auch einmal ein Poster von den Fotos zu drucken. Diese darfst Du in der Regel nur für Deine Eigenwerbung nutzen, für dein Modelbook, Deine Website oder wenn Du einmal ein Poster von Dir drucken lassen möchtest. Vereinbare mit dem Fotografen vor dem Shooting, wie viele der Fotos enthalten sind und wie viele davon bearbeitet sind. Viele Fotografen geben auch gar keine unbearbeiteten Bilder heraus.

Wie aktuell müssen meine Referenzfotos als Model sein?

Eigentlich sollte es klar sein: Auf die Sedcard sowie in eine Bewerbung per eMail dürfen nur aktuelle Fotos. Nichts ist enttäuschender für einen Fotografen, als wenn das gebuchte Model in Natura ganz anders aussieht als erwartet.

Wenn Du also jetzt eine andere Haarlänge oder Haarfarbe hast, wenn sich Deine Körpermaße geändert haben oder wenn Du einfach ein paar Jahre älter geworden bist: Aktuelle Fotos sind ein Muss! Und wenn die alten Bilder noch so gut gelungen sein sollten, höchstens im Modelbook auf einer der letzten Seiten dürfen sie unter Umständen noch auftauchen.

Models, die sich mit alten Fotos bewerben, und dazu schreiben / sagen: „Aber jetzt sehe ich anders aus …“, können nicht darauf hoffen, einen Auftrag zu bekommen.

Du brauchst also ständig aktuelles Bildmaterial von Dir. Nicht bei allen Aufträgen bekommst Du die Bilder zur eigenen Verwendung, manchmal bekommst Du sie nicht einmal zu Gesicht. Das kann viele Gründe haben, zum Beispiel möchte eine Werbeagentur nicht, dass das neuen Anzeigenmotiv bereits vorab kursiert und sich das Foto dadurch abnutzt. Später entscheidet man sich dann für ein anderes Motiv und die Bilder verschwinden in der Versenkung, ohne dass Du eine Chance hast, die Bilder zu bekommen.

Es ist also keine schlechte Idee, einen guten Kontakt zu den Fotografen, mit denen Du arbeitest, zu halten. Fast alle Fotografen planen von Zeit zu Zeit freie Projekte und sind Anfragen nach einem TfP-Shooting gegenüber aufgeschlossen. So können dann zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Du bekommst Deine aktuellen Bilder, und der Fotograf muss für sein freies Projekt kein teures Model buchen.

Erfolg beim GoSee, dem Vorstellungstermin für Models

Bist zu einem GoSee eingeladen, gibt es einige Tipps, um Deine Chancen zu optimieren:

  • Komm pünktlich.
  • Tritt dem Gastgeber (Auftraggeber, Fotograf, Booker, …) positiv und lächelnd gegenüber, verbreite eine gute Laune. Was keinesfalls geht ist ein trauriges, schüchternes oder negatives Auftreten.
  • Trage gepflegte ordentliche Kleidung, die aber nicht zu auffällig sein sollte. Dezenter Schmuck ist ok.
  • Achte auf eine gute Haut.
  • Komm ausgeschlafen und nicht übernächtigt.
  • Trage nicht zu viel Make Up.
  • Lege Dein Modelbook vor und beantworte alle Fragen lächelnd und selbstsicher, aber nicht überheblich.

Wenn Du bei der Vorbereitung auf Deinen Termin diese Tipps beherzigst, hast Du gute Chancen, einen optimalen Eindruck zu hinterlassen.

Muss ich mich als Fotomodel selber um das Makeup kümmern?

Bei vielen Fotoshootings ist eine Visagistin anwesend. Dann braucht sich das Model nicht um das Schminken zu kümmern und erscheint ohne Make Up am Set.

Aber es wird natürlich gerne gesehen, wenn das Model die Visagistin unterstützt und im Bedarfsfall auch einmal ersetzen kann. Der Kostendruck wird immer größer und so kommt es immer häufiger vor, dass sich ein Model auch einmal selber schminken muss.

Bei Testshootings steht in der Regel keine Visagistin zur Verfügung, bei TfP-Shootings wird das vor dem Termin abgeklärt.

Auf jeden Fall sollte das Model immer die Grundausstattung an Make Up mit sich führen:

  • Make Up
  • Abdeckstift
  • Rouge
  • Wimperntusche
  • Lip Gloss
  • Transparentes Puder (ganz wichtig!)

Durch die regelmäßig Arbeit mit Visagistinnen lernt ein Model, sich typgerecht zu schminken. Make Up Artisten geben da gerne Tipps, wenn sie danach gefragt werden.

Professionelles Model-Posing

Professionelle Models können auch ohne genaue Posing-Anweisungen des Fotografen eigenständig vor der Kamera agieren. Im Briefing wird das Thema des Shootings besprochen und das Model soll dann die entsprechenden Posen dazu selber liefern. Der Fotograf gibt beim Shooting kleinere Anweisungen und Korrekturen, fängt aber ungern bei den Grundlagen an.

Daher ist es für Deinen Erfolg wichtig, dass Du ein Grundrepertoire an Posen „drauf“ hast und vor allem eigenständig und natürlich vor der Kamera agieren kannst. Die nötige Sicherheit bekommst Du natürlich durch viele viele Shootings. Je mehr Du vor der Kamera stehst, desto besser wirst Du werden.

Aber auch im Vorfeld von Shootings ist eine gründliche Vorbereitung wichtig: Stell Dich vor einen großen Spiegel und übe das Posieren. Hilfreich kann dabei ein gutes Posing-Buch sein. Oder Du nimmst eine Mode-Zeitung und stellst einige Posen nach. Wichtig ist aber, dass Du solche Vorlagen nur als Anregung verstehst und relativ bald eigenständig agierst.

Erreichbarkeit als Fotomodel

Erfolgreiche Models sind für Anfragen Ihrer Agentur oder von Fotografen möglichst immer erreichbar. Das hört sich im ersten Moment etwas übertrieben an, ist aber für den Erfolg im Business sehr wichtig.
Und Erreichbarkeit heißt nicht nur, telefonisch ansprechbar zu sein, sondern auch, immer einen Terminkalender mitzuführen, um eine Buchungsanfrage qualifiziert beantworten zu können.

Natürlich ist es nachvollziehbar, dass es Situationen gibt, zu Denen Du nicht gestört werden möchtest und Du bist auch nicht sofort abgeschrieben, wenn Du einmal nicht erreichbar bist. Aber viele Anfragen müssen sehr kurzfristig entschieden werden und die Agentur telefoniert Dir nicht lange hinterher, sondern versucht es umgehend bei einem anderen Model. Und schon ist der mögliche Auftrag anderweitig vergeben.

Eine längere Abwesenheit, zum Beispiel ein Urlaub, solltest Du ohnehin Deiner Agentur mitteilen, damit man dort entsprechend informiert ist.

Bewerbung als Fotomodel bei mir

Von Zeit zu Zeit setze ich freie Projekte um, bei denen ich mit interessanten und engagierten Models auf TfP-Basis zusammenarbeite. Das heisst, Du investierst nur Deine Zeit und die Bereitschaft, dass ich die Fotos veröffentlichen darf. Du kannst diese Fotos für die Bewerbung bei einer Modelagentur oder für Deine persönlichen Zwecke einsetzen.

Ich suche Frauen und Männer zwischen 22 und 52 Jahren mit einer positiven und charismatischen Ausstrahlung.

Hier findest Du meine Kontaktdaten

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Fotograf in Heidelberg und gebe mein Wissen und meine Erfahrung als Business-Coach für Kreative weiter. Mehr

Hinterlasse eine Antwort

shares