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Test: Apple MacBook Pro Retina, oder: Wie ich (fast) ein Apple-Fan geworden wäre

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Foto: Apple

Zur Einführung: Auch wenn es unter Fotografen eher selten ist bin ich seit vielen Jahren ein Windows-Nutzer und stehe Apple eher skeptisch gegenüber.

Die Bevormundung der Benutzer durch den Hersteller gefällt mir partout nicht. Nicht wechselbare Akkus, häufig neue proprietäre Steckerkonzepte und die Notwendigkeit, sich auf das Apple-Ökosystem einzulassen, haben mich bisher davon abgeschreckt, einen Apple-Rechner zu kaufen. In meinem Schrank liegt noch ein iPod, den ich vor einigen Jahren bei einem Preisausschreiben gewonnen habe. Und ich ärgere mich sehr, dass ich neue Musik nur relativ umständlich dort aufspielen kann. Jeden mp3-Player eines anderen Hersteller kann ich einfach per USB anschließen und die Musik dorthin kopieren. Nur Apple verhindert das. (Ja, ich weiß, es gibt Software eines Drittherstellers, die das doch ermöglicht, aber es geht mir um die Denkweise, die dahinter steht).

Aber genug gejammert. Ich wollte nur verdeutlichen, dass ich bisher wirklich nicht im Verdacht stand, Apple-Fan zu sein.

Ausgerechnet mir bot die Firma Apple an, einige Wochen ein 15 Zoll Macbook Pro Retina zu leihen, um mich von der Qualität des Geräts zu überzeugen. Da ich ein neugieriger Mensch bin, habe ich gerne zugesagt.

Als Vergleich zu dem MacBook Pro Retina diente mir ein Samsung 900X4C-A08 (15 Zoll) Notebook, das ich gerade erst gekauft hatte.

Beide Geräte unterscheidet grundsätzlich, dass das Samsung eher als Ultrabook positioniert wird. Trotzdem sind die Unterschiede gar nicht so groß: Beide Geräte haben eine 256 GB SSD sowie 8 GB Hauptspeicher. Das MacbookPRo besitzt einen 2,4 GHz Quad-Core Intel Core i7 – Prozessor, während das Samsung mit einem 1,7 GHz Intel Core i5 auskommen muss. Dafür kostet das Samsung auch nur 1.300 Euro gegenüber 2.200 Euro beim MacBook Pro.

Kurz nach der Testzusage kam das MacBook Retina bei mir an und ich war sehr gespannt, wie es sich in der Praxis schlagen würde.

Der erste und augenfälligste Unterschied ist das Display. Zwischen den Bildschirmen der beiden Geräte liegen wirklich Welten. Das Samsung löst 1600 x 900 Pixel auf, während das MacBook 2880 × 1800 Pixel liefert. Das ist in der Praxis ein riesiger Unterschied. Wobei ich den Nutzwert bei der Ansicht von Fotos und Filmen gar nicht so entscheidend finde, aber die Lesbarkeit und Klarheit von Schriften auf dem Bildschirm des Apple ist einfach umwerfend. Als ich das gesehen hatte, war ich drauf und dran, mein neu erstandenes Samsung Ultrabook in die Tonne zu treten.

Ebenfalls überraschend gut ist der Klang, der aus den eingebauten Lautsprechern kommt. Ich habe mir das MacBook Pro erst einmal aufgeklappt auf den Wohnzimmertisch gestellt und auf Youtube die einstündige Aufzeichnung der Seeger Sessions von Bruce Springsteen angeschaut. Super, ich bin begeistert, das MacBook gebe ich nicht mehr her. Wenn der Bildschirm noch ein wenig größer wäre, könnte ich glatt meinen Plasma-Fernseher in Rente schicken.

Dass das Apple-Betriebssystem für mich unbekannt und ungewohnt ist, hat sich als kein großes Problem herausgestellt. Die Bedienung ist einfach und intuitiv, wobei ich zugeben muss, dass ich bisher nicht richtig produktiv damit gearbeitet habe. In jedem Fall finde ich die Bedien-Oberfläche einfacher verständlich als die Kacheloberfläche von Windows 8, mit der ich mich bisher gar nicht anfreunden kann.

Ein weiterer positiver Aspekt: Vor über einer Woche habe ich das MacBook einfach zugeklappt und seitdem befand es sich im Standby-Modus. Als ich es heute wieder öffnete, stand die Ladekapazität des Akkus immer noch auf 90 Prozent. Von allen Laptops, die ich bisher hatte (einschließlich des neuen Samsung), kenne ich es so, dass der Geräte-Akku nach einer Woche Standby restlos leer ist. Ein großer Pluspunkt für das MacBook.

Natürlich ist es unfair, zwei Geräte miteinander zu vergleichen, die preislich so weit auseinander liegen wie hier. Trotzdem kommt es mir so vor, als wenn Apple technologisch der Konkurrenz um mindestens ein Jahr voraus ist. Und ich habe das erste mal den Eindruck, dass der mobile Rechner ohne Kompromisse eingehen zu müssen einen Desktop ersetzen kann. Ich kann nur hoffen, dass es ähnlich gut ausgestattete Geräte in absehbarer Zeit auch mit Windows-Betriebssystem gibt. (Ja, ich weiß, dass man auf das MacBook Pro auch Windows 8 installieren kann. Aber ob dann die Retina-Auflösung tatsächlich ähnlich gut zum Tragen kommt, halte ich für zweifelhaft).

Der stolze Preis von 2200 Euro ist in meinem Augen, wenn man die Leistungsfähigkeit des Macbook Pro bedenkt, voll und ganz angemessen.

Mein Fazit: Natürlich habe ich vor dem Test bereits gewusst, dass Apple hochwertige Geräte baut. Aber das sie derart hochwertig, durchdacht und benutzerfreundlich sind, hatte ich doch nicht erwartet. Ganz großes Lob! Wer weiß, vielleicht kaufe ich doch irgendwann einmal ein MacBook Pro. Ausschließen will ich das nach diesem Test jedenfalls nicht.

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

26 Kommentare

  • Matthias sagt:

    Warum rechfertigen sich eigentlch immer alle so ewig lange wenn Apple-Produkte auf den Tisch kommen. Als müsste man sich dafür entschuldigen. Ich habe mich (als Softwareentwickler) schon vor 4 Jahren auf Apple eingelassen.

    Das Gute daran ist aus meiner Sicht, dass sich alles perfekt integriert. Software is generell günstiger oder als Open Source verfügbar. Alles integriert sich perfekt und harmoniert untereinander (Apple TV, iPhone, iPad, Airport Extreme, …). Das geht von Steuerung bis Konfiguration. Und alles eben auf UNIX.

    Und man muss sich nicht alle 2 Jahre einen neuen Rechner kaufen wenn das neue Betriebssystem auf den Markt kommt (welches auch eben nur ein paar wenige Euro kostet). Den Akku kann man auch ohne Probleme selbst tauschen. Meiner ist nach 1050 Ladezyklen nun hin (1-1,5 Stunden Laufzeit nur noch).

    Statt DVD-Laufwerk arbeitet bei mir eine zweite Festplatte. RAM habe ich auch schon getauscht/erweitert (dauert 5min). Mehr kann man bei anderen Notebooks auch nicht machen ohne sie komplett zu zerlegen.

  • Christopher sagt:

    … also mit einem „Test“ hat das ganze hier aber schon sehr wenig zu tun. Mit vielen Worten wenig gesagt.

  • Stefan sagt:

    Hi Michael,
    witzig ist, dass ich Apple genau aus den Gründen nutze, die du hier als negativ ausgibst. Apple ist sicher in einigen Dingen properitär – im Vergleich zu Windows aber deutlich offener. Es basiert auf einem offenen Betriebssystem, was dir unter der Haube jegliche Einblicke gewährt. Die ganze OpenSouce Software aus der Linux/Unix Ecke hast du zur Verfügung. Das System arbeitet sehr transparent. Wenn es Fehler gibt, dann gibt es zu 99% auch Logdateien, die verständliche Fehlermeldungen enthalten. Man kann fast alles reparieren (ohne Neuinstallation!).

    Inzwischen ist es so, dass mich die Hardware – so hochwertig sie sein mag – ein wenig nervt. Denn sie ist für mich langsam zu teuer. Aber ich werde wohl dabei bleiben um nicht von diesem großartigen Betriebsystem weg zu müssen.

    Die fest verbauten Akkus, Rams etc. in den Retina Modellen finde ist auch recht unverschämt. Vor allem, wenn man sich die Preise im Apple Store für eine vernünftige Ausstattung anschaut. Die Retina Modelle sind dazu fest mit 8GB Ram ausgestattet und es gibt nicht einmal die Option auf 16GB aufzurüsten. Das sind die Dinge, in denen das Apple Design langsam anfängt an der Funktionalität zu nagen. Das stört mich enorm. Ich weiß nicht, wie sich Apple weiter entwickeln wird. Momentan würde ich mir wünschen einen neuen Mac Pro zu sehen (modular, aufrüstbar) und ein Retina Cinema Display aus der 24-27″ Kategorie dazu.

    Kurz gesagt: es wird Zeit, dass Apple v.a. hardwaretechnisch Konkurrenz bekommt.

    Beste Grüße,
    Stefan

  • Koray Can sagt:

    Danke für den Test. Aber was ich eigentlich erwartet hätte wären Konkrete Eindrücke zum Umgang in Sachen Fotobearbeitung. Ist es ‚anders‘ oder identisch etc. Das das Display eine hohe Auflösung hat etc. ist bekannt. Trotzdem Danke und weiter so

  • Danke für Eure Kommentare.

    @ Matthias: Das sollte keine Rechtfertigung sein, eher eine Erklärung meines bisherigen Erfahrungshorizonts

    @ Christopher: Mir ist der reale Nutzwert eines Rechners viel wichtiger als ein Benchmark-Test. Daher halte ich es für entscheidender, zu beschreiben, wie gut Text auf dem Monitor zu lesen ist, als mich über reine Messkennzahlen auszulassen.

    @ Stefan: Danke, um das selber beurteilen zu können, bin ich ehrlich gesagt bisher nicht tief genug in das Betriebssystem eingestiegen.

  • @ Koray: Was genau interessiert Dich? Die Bedienung von Photoshop ist fast gleich. Die Geschwindigkeit des Rechners ist aufgrund der SSD und der leistungsfähigen CPU sehr hoch. Das ist aber auch bei ähnlich ausgestatteten Windows-Rechnern so. Nur ein Windows-Laptop mit einer so hohen Bildschirmauflösung gibt es meines Wissens bisher nicht.

    Apropos SSD: Ich würde nie wieder einen Rechner (egal ob Desktop oder Laptop) ohne SSD kaufen.

  • Christina sagt:

    Hach, ich liebäugle ja auch immer wieder mit einem Apple habe aber genau die Bedenken, die du aufführst. Das nachträgliche Aufrüsten und die einfach viel höheren Kosten, nur weil man ein Apfel-Logo bezahlt, halten mich noch immer davon ab.
    Mal sehen, ob ich irgendwann einknicke. 😉

    Schöne Grüße
    Christina

  • Ich habe eben erst komplett umgestellt auf Apple und jetzt einen iMac stationär und ein Mac Book Pro mobil zur Verfügung. Teurer Spaß, keine Frage. Aber ich habe es bislang keine Sekunde bereut. Allein, dass das Mac Book in ca. 10 Sekunden hochfährt und parat ist, finde ich phänomenal.

  • Michael, Michael,

    und ich sah Dich allen Ernstes schon auf die gute Seite der Macht wechseln. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben 🙂

    Viele Grüsse vom Polarkreis

    Henning

  • Hi,

    das große Credo von Apple war immer Benutzerfreundlichkeit. Also Software und Usability. Komischerweise wird die Firma oft als Hardwarelieferant angesehen.

    Eine weitere Stärke ist Integrität. Im Zusammenspiel mit iPhone, iCloud usw. liefert Apple eine überzeugende Performance und Benutzerfreundlichkeit.

    Eine Eigenschaft war imm die von Umberto Eco beschreibene „Katholizität“ des Anbieters (Wir sagen, was richtig ist). Allerdings im Zeitalter eines UNIX-basierten Betriebssystems nicht mehr ganz so haltbar.

    Mit dem neuen Windows von MS hat sich der Konzern mal wieder richtig ins Abseits geschossen. Sie wissen nicht, was Benutzerfreundlichkeit ist. Und sie haben keinen Stil. Sie ahmen nach, ohne nachzudenken. Sie sind nicht innovativ.

    Ich hoffe, dass Apple das bewahrt, was es immer ausgezeichnet hat. Dann kann man sich auch mit den einen oder anderen Eigentümlichkeiten anfreunden.

    Dass Photoshop unter Windows genauso bedient wird wie unter MacOS, ist eine Binsenweisheit, die aber nicht weiter hilft. Auf die Gesamt-Performance kommt es an. Und auf schnelles, intuitives Arbeiten am Rechner.

    Wer will schon am Rechner sitzen? ich möglichst wenig. Dann aber bitte angenehm.

    VG
    Christian

    http://www.christianahrens.de/blog

  • Ralf Nöhmer sagt:

    Also, ich arbeite sowohl mit einem MacBook Pro, als auch mit iPad und iPhone. Der Hauptgrund bei mir ist einfach: in der Windowswelt hatte ich es nie geschafft, meine Termine und Adressen auf Rechner und Smrtphone auf gleichen Stand zu halten. Irgendwas funktionierte da meistens nicht. In der Apple-Welt ist das viel besser gelöst, denn alles, was ich ins iPhone tippe, sehe ich fast zeitgleich im MBP oder auf dem iPad. Für mich persönliche eine enorme Erleichterung.

    Meine Programme laufen alle sowohl unter MacOS, als auch unter WIN7. (Ausnahmen bestätigen die Regel, siehe http://www.schwarzbuntes.de/index.php/xrite-i1-kalibriergerat-nach-zwei-jahren-schon-unbrauchbar/)

    Ob ich im Moment 2200 € für ein neues MBP ausgeben würde, das weiss ich nicht. Die Preise bei Apple sind leider extrem hoch und ich denke, das wird auch viele vom Kauf eines Aple-Notebooks abhalten. Zu Hause im Büro rennt noch immer ein Win-Rechner als Arbeitsstation und auch privat habe ich ein Win7-Notebook. Sollte die Workstation aber den Geist aufgeben, wird mit Sicherheit ein iMac Einzug ins Büro halten.

    Aber ich denke, dass jeder selbst für sich entscheiden muss, welches System einem besser liegt. Dazu muss man allerdings der Konkurrenz wenigstens auch eine Chance geben. Bin gespannt, wann Du dann wechselst… 😉

  • Ich arbeite seit 1,5 Jahren mit OSX und seit einem halben Jahr mit dem Retina MacBook und kann nur bestätigen was du gesagt hast. Das Gerät ist einfach genial und immer dabei. Die Umstellung auf ein neues Betriebssystem ist eben ein Schritt den man gehen muss! Wenn ich auf einem Mac Windows installiere dann habe ich wirklich nur dafür bezahlt, das auf der Rückseite ein Apfel ist.
    Die Konkurrenz kann hier einfach nicht mithalten

  • Ralf sagt:

    Hallo Michael

    Du schriebst: „In meinem Schrank liegt noch ein iPod, den ich vor einigen Jahren bei einem Preisausschreiben gewonnen habe. Und ich ärgere mich sehr, dass ich neue Musik nur relativ umständlich dort aufspielen kann. Jeden mp3-Player eines anderen Hersteller kann ich einfach per USB anschließen und die Musik dorthin kopieren. Nur Apple verhindert das. (Ja, ich weiß, es gibt Software eines Drittherstellers, die das doch ermöglicht, aber es geht mir um die Denkweise, die dahinter steht).“

    Stimmt: iTunes ist einfach nur mega-ätzend… Und? Warum muss ich ein Ei-Pott haben? Der Junior und ich bevorzugen preiswerte und weitgehend klausichere 4/8 GB Player mit nachgerüsteten Kopfhörern/Stöpseln. Und die fülle ICH – am iMAC – wie ich will, nicht iTunes. Auch iPhoto ist für mich eine Zumutung, Krankheit. Bis ich das (wieder) gefunden habe, wie ich endlich die Bilddateileichen von iPad und iPhone runter bekomme. Und als Cloud fungiert bei mir die kleinste, kostenlose Dropbox. Mac? Sehr gern! Aber nicht mit Scheuklappen und Brett vorm Kopf…

    Ich habe von Windows NT bis Windows 7 im Berufsleben alles an Windoof „genossen“. Privat läuft bei mir seit Jahren nur noch MACINTOSH! Aus reiner Neugier bis letzte Woche unter der kostenlosen Virtualisierung (Virtual Box) zusätzlich Windows 7 und seit Wochenende Windows 8. Um Durchblick zu haben. Spätestens, wenn der „Große“ sein eigenes Notebook braucht, und ich dann um Windows nicht rumkomme 🙁 Aber jetzt Windows 8 – GRAUENHAFT!! MS Office verstaubt als Win wie Mac Version schon seit Jahren im Regal, wozu gibt es Open Office & Co. Die normale Korrespondenz wird zu 90 % in „Bean“ geschrieben. Und Photoshop? Völlig wurscht unter welcher Oberfläche das läuft…

    Anfang des Jahres hatte ich meinen iMac von schlappen 4 auf 12 GB hochrüsten lassen. War absolut bezahlbar, und das nicht (mehr) hundertprozentig funktionierende optische Laufwerk wurde, obwohl außerhalb der Garantie, auf Kulanz getauscht. Unterwegs tut es ein 13“ Airbook. Und um (als alter Sack) dranzubleiben, verwende ich sehr gerne ein iPad…

    Wie schön, dass es prozentual weltweit nur ganz, ganz wenige Macs gibt. Wo es sich offensichtlich kaum lohnt Viren zu programmieren. Hoffentlich bleibt das noch lange so!

    Und noch einen Vergleich: Gefühlt fängt Windows nach JEDER Benutzung vorm endgültigen Runterfahren an, irgendwelche Fixes und Updates zu installieren. Das kommt – natürlich wieder subjektiv und „etwas übertrieben“ – bei Apple nur einmal im Quartal vor… Und dann diese endlosen Start- und Runterfahrorgien von Windows…

    Ralf

  • Da man sich Windows 8 nicht antun kann, bleibt ja fast nur der Umstieg. Wobei es auch bei Apple – neben einigen tollen Sachen – reichlich Dinge gibt, die einfach nur nerven und benutzerunfreundlich sind. Aber es ist halt momentan das kleinere Übel…

  • Sepp Lausch sagt:

    Habe vor 7 Jahren nach 20 Jahren WinDoof auf Mac gewechselt.
    Seitdem arbeite ich mit Rechnern und beschäftige mich nicht mehr damit ein Win am Laufen zu halten.
    Mein 2006 MacPro (2,66 Quad, 8GB) ist heute noch mit Lightroom (und allem anderen) unter Mountain Lion ausreichend performant am laufen.
    Meine mobilen Macs kann ich locker 3 Jahre Top nutzen. Dann gehen sie an die Kids oder finden locker für 20-30% des Neupreises einen begeisterten Käufer der noch Jahre damit arbeitet (soviel zum Mehrpreis).
    Zum Erden hab ich übrigens immer ein aktuelles Win in der VM am laufen. Erstaunlich dass man sich das freiwillig antut (brauch es für ein paar Steuer Programme).
    Die nahtlose Integration von iPhone, iPad, AppleTV etc. ist die einzig wirklich einfache Lösung am Markt.
    Es ist völlig egal welches Gerät ich gerade in der Hand habe, ich hab immer alles auf dem gleichen Stand ohne Sync Ärger. Einzigartig.
    Wenn ich was einfach, schnell und durchgängig nutzen kann fühl ich mich nicht eingesperrt.
    Fazit: Wer das alles komisch findet – keinesfalls einen Mac kaufen 🙂

  • Motus sagt:

    Hallo zusammen, ich habe jetzt nicht alle Kommentare lesen können, aber meinen Senf tue ich trotzdem dazu:
    Apple polarisiert. Man ist entweder ein Fan oder ein Verweigerer, ich bin letzteres.
    Der Grund ist völlig irrational und technisch in keiner Weise zu begründen:
    Ich fühle mich abgestoßen, wenn „ein Kult“ um irgendwas ausbricht. Sei es eine Firma, ein Produkt oder eine Fußballmannschaft, ja auch eine Religion.
    Und da ich (kaum, dass ich genug Verstand und genug Selbstbewusstsein dazu erlangt hatte) aus der Kirche ausgetreten bin, fühle ich mich einfach in einer Community unwohl, in der die Verehrung der Produkte einer bestimmten Firma religiösen Charakter annimmt.
    Das ist vielleicht spinnert, aber man kann nun mal nicht über seinen Schatten springen: Wenn ich ein Apple-Produkt in die Hand nehme, dann entwickle ich so viele Vorbehalte, dass es damit einfach nicht klappt. Ich komme nicht damit zurecht und lege das Ding beiseite.

    Gruß aus der Windoof-Welt von Motus

  • Hi!
    Auch ich habe mir dieses teure, aber wirklich wertvolle Teil geleistet. Ich bin zwar schon seit einigen Jahren Apple-User geworden und habe die Annehmlichkeiten kennen und schätzen gelernt – aber hatte bisher immer Hemmungen ein Notebook als Desktop einzusetzen. Letztes Jahr habe ich dann zugeschlagen und einen Tag das Teil getestet im Dauereinsatz (auf dem Help Portrait Day ; ca. 8h Lightroom + Photoshop nonstop :)). Danach war ich überzeugt, dass ich mir das auc hals Desktop hinstellen kann. Zur Zeit läuft es mit meinem Eizo CG240 als Monitor zugeklappt als Desktoprechner zu ca. 80% der Zeit.

    Da hier danach geftagt wurde: Lightroom u. Photoshop laufen beide wie unter Windows auch. Geschwindigkeit ist nicht wirklich besser als auf einem vergleichbaren Windows 64Bit-System. Angeblich soll Photoshop unter Windows sogar schneller laufen – dass kann ich bei vergleichbarer Hardware nicht bestätigen. Ob man nun Cmd – oder Ctrl-Taste benutzt ist eigentlich auch egal – vermutlich „Gewohnheit“ 🙂 Ansonsten wirklich sehr ähnlich. Ein paar Betriebssystem-Bedingte Unterschiede im Dateihandling sind beim Mac nach meinem Geschmack schöner gelöst (Spotlight, etc). Aber das sind Details.

    Probleme gibt es natürlich auch beim Mac im produktiven Einsatz – es ist Software und jeder weiß, dass Software Bugs hat 🙂 – und davon ist auch Apple nicht frei. Auch wenn ich subjektiv mich über Windows deutlich mehr ärgern muss. Liegt aber auch daran, dass Apple den Anwender mehr bei der Hand nimmt und nicht so viel Freitheiten lässt.

    Vorweg: Das Retinadisplay ist schon ein Hammer. Im System stellt man die „Auflösung“ ein. Das ist nicht wirklich die Auflösung, sondern mehr die Skalierung der Anwendungen. Wenn man es auf „RETINA“ stellt, hat man das Problem, dass gerade in Lightroom u. Photoshop der Arbeitsbereich sehr klein ist. Man versperrt sich die Ansichten mit Dialogen und bei Lightroom benutzt man sehr schnell Fullscreen-Ansicht mit weggeschobenen Seitenleisten, damit man „Platz“ bekommt. Stellt man die „Auflösung“ auf „nativ“ (habe es gerade nicht vor mir – man verzeihe mir die evtl. nicht ganz richtigen Ausdrücke), dann hat man die hohe Auflösung wie auf einem 27″er :)) – Nachteil: Die Schrift wird sehr, sehr klein. Dafür kann man in Photoshop (wenn man die Symbole kennt und seine Tasten gut belegt hat) meines erachtens besser arbeiten. Ist also wirklich Abhängig von der Anwendung: Aber hier ging es ja um Bildbearbeitung 🙂

    Wenn euch sonst nochwas dazu interessiert und Meinungen wissen wollt. Dürft ihr gerne Fragen. Wenn genug zusammenkommt, schreibe ich daraus dann vlt. mal einen Gastartikel hier (wenn Michael das für gut befindet) 🙂

    Ich möchte hier keinen Kleinanzeigenmarkt draus machen: Aber mein alter MacPro, der für Bildbearbeitung wirklich die ganze Zeit gute Dienste geleistet hat, steht hier rum und geht demnächst zu Ebay/Sperrmüll. Wer schon immer mal einen Mac haben wollte und sich dafür interessiert, kann mir ja mal eine Mail schreiben, dann verrate ich Details/Preis.

    In diesem Sinne ! Frohes Photoshoppen (mit egal welchem System)….

    Knut

  • Tobias sagt:

    Was man zum Preis immer noch anmerken sollte: Ja, Apple-Geräte sind teurer. Aber die Software ist oft besser und günstiger. Vergleicht mal die Preise von einem MS Office und Works oder schaut mal ein Finalcut pro an, dieses steht premiere pro in nichts nach und kostet etwa 1/5. Alles in allem bleibt der Apple teurer, aber man kriegt auch mehr fürs Geld.

  • Hi,
    ich muss dem Support bei Apple ein Lob aussprechen…
    Bei meinem 2 Jahre alten iMac 27″ wurde vorsichtshalber die Festplatte ausgetauscht (Ich bekam eine Aufforderung per Mail)…
    Durch Staubeintritt hatte ich „Wölkchen“ im tollen Display – getauscht!!!! OK, hatte die Garantieverlängerung
    Natürlich 😉 habe ich mir bei der Aktion noch 16 GB RAM einbauen lassen…Jetzt rennt die Kiste wieder (4GB RAM war vieeeel zu wenig)
    Ich freue mich jeden Tag, wenn ich vor dem tollen Display des iMac sitze und meine Bilder bearbeite…
    Ich habe mich umgeschaut, vergleichbare Windows All in one Rechner sind genau so teuer…
    Das gleiche beim Mac Book…Windows Laptops (Ultrabooks) sind genau so teuer mit etwa gleicher Ausstattung.
    Einmal Apple, immer Apple…

  • Jochen Abitz sagt:

    Wieso wird immer erzählt, wie teuer die Apple-Rechner geworden sind?
    In Wahrheit waren die professionellen Macs noch nie so günstig wie heute.
    Was wirklich schlecht geworden ist, ist der Produktzyklus – zum Nachteil für den Verkauf.

  • Dietmar sagt:

    Mein MacBook ist jetzt ein Jahr alt, die Batterie noch bei 96% der ursprünglichen Kapazität, das display immer noch unvergleichlich, die 4 Kerne machen mit lightroom richtig Laune und ich habe den Kauf keinen Tag bereut.
    Der neue Stecker wurde übrigens notwendig weil der alte zu dick für das Gehäuse vom Macbook air wurde. Apple hat in den letzten 10 Jahren 1 mal den Stecker für iPods geändert und 2 mal für macbooks. Ich finde das ok. Und alle aktuellen Geräte haben die gleichen Stecker. Das ist bei Samsung anders und die wechselten viel öfter. Dieses Argument mit der Bevormundung kann ich nicht mehr hören. Weil es nicht stimmt. Apple liefert ein geschlossenes Ökosystem, wer mag, nutzt es, wer es nicht mag, kann ausbrechen. Ohne Probleme. Wie bei Andoid oder windoze auch …

    Mich nervt nur, das es so dünn werden musste, hätte ich nicht gebraucht, ist aber scheinbar bei allen Herstellern ein Verkaufsargument, wie die Megapixel bei den Kameras. Ein Gehäuse, in dem man wie früher die Komponenten tauschen kann, wäre mir auch lieber gewesen.

    LG Dietmar

  • Sergio sagt:

    Wo ist der Test? Produktiv wurde damit auch nicht gearbeitet, wie soll man da überhaupt irgendwelche Rückschlüsse auf das Gerät ziehen? Gut, das Display ist sicher toll, so lange man keine Lichtquellen hat, welche es unglaublich spiegeln lassen. Aber ansonsten ist das kein Test.

  • thomas sagt:

    hallo, ich habe das ganze mit Interesse verfolgt. Alle regen sich über den hohen Preis bei Apple auf – nun, wenn ein BS nach dem Rockefellerprinzip verkauft wird, dann kann amn natürlich billiger produzieren, stimmts? Wenn Millionen Win Rechner verkauft werden, dann kann man billiger herstellen, stimmts? Ich le3se regelmäßig Notebook Tests, aber auch die Tester haben fast ausschließlich einen Kritikpunkt, den Preis. Selbst Samsung(der Apllekupferer) kann nicht so sauber und ordentlich produzieren.
    Seit jahrzehnten bin ich mit Windows unterwegs, nicht ein BS welches ich nicht mindetens drei mal neu aufsetzen mußte. Ein MacBookPro, welches ich voer1,5 Jahren kaufte war und ist nach wei vor der Hammer, ich kann Windows darauf nutzen, wenn ich muß, ansonsten intuitiv, durchdacht, keine Vieren, die mein System, wie bei Windows trotz Spitzensecurity zum Totalabsturz bringt. Updates für lächerlcihe 15€, statt 100…€(außer LINUX nartürlich).

  • […] etwa einem dreiviertel Jahr habe ich hier ein Apple MacBook Pro Retina getestet und war sehr angetan von dem hochauflösenden Display. Zu damaliger Zeit gab es nach […]

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