Fotografen-Marketing

Warum es für Fotografen unmöglich ist, ein hohes Honorar zu verlangen. Oder doch nicht?!

Zu meinen Veröffentlichungen hier im Blog und in meinem kostenlosen eBook „Marketing für Fotografen“ bekomme ich viel Feedback. Teilweise auch per eMail.

Eine Sache, die immer wieder thematisiert wird, ist die Möglichkeit, ein angemessenes Honorar zu erzielen, von dem man als Fotograf leben kann.

Argumente gegen ein hohes Honorar gibt es viele:

Ich wohne in der Provinz, daher kann ich kein so hohes Honorar verlangen, wie in einer Großstadt.

oder

Ich wohne in Berlin, da ist die Konkurrenz so groß, dass ich kein hohes Honorar verlangen kann.

Fällt Euch etwas auf?

Kann es eventuell sein, dass das eine oder andere Argument nur vorgeschoben ist? Dass man vielleicht nur deswegen kein angemessenes Honorar verlangen möchte, weil man seine eigene Arbeit nicht für gut genug hält? Weil es an Selbstvertrauen fehlt?

Dafür gibt es eigentlich nur zwei Lösungen:

  1. Wenn die Arbeitsergebnisse wirklich nicht gut genug sind, dann kann man konsequent daran arbeiten.
  2. Wenn es aber so ist, dass man als Fotograf den Vergleich mit seinen Mitbewerbern nicht scheuen muss und auch seine Kunden zufriedenstellen kann, gibt es kein, wirklich keine Ausrede, nicht ein Honorar anzusetzen, das den eigenen Lebensunterhalt sichern kann.

Und als Motivation: Wenn man seine Arbeit wert schätzt, tun das auch die Kunden. Vielleicht nicht alle, aber doch einige.

Wenn dennoch zu wenig Kunden auftauchen, ist es sicher die schlechteste Lösung, in einen Preiskampf einzusteigen. Viel besser ist es da schon, über das eigene Marketing nachzudenken. Aber damit wären wir wieder bei meinem Marketing-eBook, und das kennt ihr sicher ja alle schon 😉

Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Fotograf in Heidelberg und gebe mein Wissen und meine Erfahrung als Business-Coach für Kreative weiter. Mehr

5 Kommentare

  • Daniel LIsbona sagt:

    Danke für die Erinnerung…

  • Angela May sagt:

    „Wenn man seine Arbeit wert schätzt, tun das auch die Kunden. Vielleicht nicht alle, aber doch einige.“

    Ein altes, knappes Wort sagt: „Was nichts kostet, ist nichts wert“ und wer der „Geiz ist geil“-Mentalität folgen möchte, muss halt auch entsprechende Qualität akzeptieren. Ich bin keineswegs professionell unterwegs und muss daher nicht von Einnahmen aus der Fotografie leben (dafür bin ich dankbar!). Aber alle wollen Profibilder haben, aber nur Discount-Preise zahlen. Also müsst ihr Geiz-Zocker eben den „röhrenden Hirsch“ von „Woole“ im Wohnzimmer ertagen, weil ihr euch fotografische Kreativität nicht leisten wollt – genauso wie ihr aus Geiz (oder auferlegter Sparsamkeit, weil ihr selbst unter Ausbeutung leidet) aus dem Billig-Hair-Cutter-Laden mit einem nassen Topf-Haarschnitt herausgeht. Jeder der ein bisschen mehr als auf Hartz4-Niveau ist, sollte es vermeiden, Menschen auszubeuten. Leider hat sich eine Dumping-Mentalität eingebürgert, die Menschen am Existenzminimum (fast) verhungern lässt 🙁
    Fotografie ist Kunst und gehört anständig bezahlt!

  • Benjamin sagt:

    Es gibt tatsächlich kaum schwierigeres als ohne Agent auf einem angemessenen (hohen) Honorar zu bestehen. Aber aus meiner Erfahrung ist es essentiell sich nicht herunterhandeln zu lassen. Lieber kleine Schmankerl in das Angebot einbauen, die einen echten Mehrwert bieten.

    Eines muss jedem bewusst sein: Nicht jeder Kunde wird immer zufrieden sein. Das liegt dann oftmals weniger an der Ausführung der Arbeit (so ist es zu hoffen) sondern viel mehr an anderen Umständen: Stil, Organisation, Projektimmanente Probleme, etc. Und eines ist auch nicht zu unterschätzen, nämlich die Präsentation seiner Arbeit. Die Verpackung ist wie immer die halbe Miete, auch wenn der Künstler in uns bei diesen Worten Bauchschmerzen bekommt….

  • Die Diskussion gilt eigentlich für alle Dienstleistungen, denen kein konkreter, vergleichbarer Waren(einkaufs)preis zugrunde gelegt werden kann.
    Gerade der Bereich Webdesign ist hier als Beispiel hervorzuheben. Wer flexibel und per Hand programmiert, wird kaum nach einem festen Stundensatz abrechnen können, weil es sich kein Mensch leisten kann.
    Auch das Thema Wartungsverträge bei Webprojekten ist ein Stiefkind vieler Seitenbetreiber.
    Auf der einen Seite scheuen sie feste, kalkulierbare monatliche Gebühren, da sie meinen, in Monaten, wo weniger Änderungen sind, zu viel ohne Gegenleistung zu bezahlen. Auf der anderen Seite heulen Sie rum und verweigern die Zahlung, wenn man dann mal 40 Stunden mit Stundensatz abrechnet, wo sich Kunden ausdrücklich gegen einen Wartungsvertrag ausgesprochen haben.
    Sorry, solche Kunden lässt man dann gerne auflaufen….

  • Drazen sagt:

    Guter Beitrag … Danke dafür

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