Produktfotografie

Eindrucksvolle Produktfotos ohne Fotostudio

Paul Morton zeigt am Beispiel dieses Fotos einer E-Gitarre, wie man eindrucksvolle Produktfotos auch ohne ein gut ausgestattetes Fotostudio hinbekommen kann. Ausgeleuchtet hat er mit Hilfe von einfachen Nikon SB-26 Blitzgeräten sowie mit weißen Aufhellplatten (ich denke, das sind normale Kapa-Platten).

Chromglänzende Objekte sind besonders schwer zu fotografieren, wie er schreibt. Einerseits soll natürlich der metallische Glanz gut eingefangen werden, andererseits will man auch keine Spiegelungen der Kamera oder des Fotografen auf dem Objekt sehen. Und diese Gradwanderung ist ihm mit dem gezeigten Aufbau sehr gut gelungen, wie ich finde.

With permission of Paul Morton

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Michael Omori Kirchner

About Michael Omori Kirchner

Ich arbeite als Fotograf in Heidelberg und gebe mein Wissen und meine Erfahrung als Business-Coach für Kreative weiter. Mehr

16 Kommentare

  • Guido sagt:

    Ich halte den Tipp für ausgemachten Nonsens. Wer hat denn gleich 5 Aufsteckblitze und 5 Stative herumliegen? Gebraucht kostet das SB-26 bei eBay noch um die 100 EUR. Dazu braucht man dann noch die Stative. Für 600 EUR bekommt man 10x bessere Studiotechnik – unzwar neu und nicht steinalt wie das SB-26.

    Für Produkt- und Portraitfotografie – wenn man also keine großen Hallen ausleuchten will – reichen billige Studioblitze um die 100Ws locker aus. Ein Set aus 3 Studioblitzen 150/150/40, 3 Stativen und 2 Softboxen kostet bei eBay neu 349 EUR. Viel mehr Verwendungsmöglichkeiten und Freude inklusive.

  • Jörg sagt:

    also ich denke mal der haupsächlich ging es bei dem beitrag eher darum, dass man auch andere wege gehen kann, als sich das perfekte equippment zu kaufen. beispielsweise kann man sich die aufsteckblitze und stative ja auch von befreundeten fotografen leihen.

    oder man macht eben seine arbeit generell damit und gibt sich so eine besondere note.

  • omori sagt:

    @ Guido: Niemand wird sich für ein solches Setup extra 5 Aufsteckblitze anschaffen. Aber sicher hat der eine oder andere aus seiner fotografischen Vergangenheit Aufsteckblitze in der Schublade liegen, die er nicht mehr benötigt.

    Fotografisches Können heißt manchmal eben auch, aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste zu machen und nicht ständig zu denken: Wenn ich das Geld für eine CANON 1 Ds MKIII und Profoto-Blitze hätte, könnte ich auch gute Fotos machen …

  • Matthias sagt:

    Ja klar, ich habe auch irgendwo noch 5 Aufsteckblitze herumliegen…

    Zuerst habe ich mich gefreut, endlich mal Tipps zur Produktfotografie ohne Studio lesen zu können, da ich oft Produkte in der Produktionshalle unserer Firma fotografieren muss und manchmal schwierige Lichtverhältnisse habe. Dann sehe ich das Bild mit den 5 Aufsteckblitzen und das Thema ist für mich erledigt. Mir steht nun mal nur ein Aufsteckblitz zur Verfügung.

  • priono sagt:

    dann nimm doch statt der fünf kappa platten fünf spiegel. dann haste auch fünf blitze, sechs sogar… 🙂

  • omori sagt:

    @ Matthias: Du kannst auch mit nur einem Blitz gute Produktfotos hinbekommen. Ich würde einmal damit experimentieren, den Blitz zu entfesseln und Aufheller einzusetzen.

  • Matthias sagt:

    Danke für die Tipps.

    Ein paar helle Platten hatte ich mal, die sind aber leider anderweitig verwendet worden. Muss ich mal schauen, dass ich wieder welche bekomme. Entfesselt zu blitzen wäre natürlich eine interessante Alternative Da muss ich mich auch zuerst erkundigen, welche Möglichkteiten es gibt (arbeite mit der Canon 350d und benutze den Blitz 580EX). Tipps sind bei mir immer willkommen.

  • Daniel sagt:

    Auch wenn der Artikel etwas älter ist…
    Für kleinere Produktfotos nehme ich immer einen Quader, welcher aus Styroporplatten besteht und an einer Seite offen ist. Mit einem(!) Systemblitz dann einfach an die Decke des Quaders leuchten und schön weiches Licht fällt zurück direkt auf das Produkt.

    Beispielfoto : http://www.sypke.de/wp-content/gallery/intern/eneloop-03.jpg

  • Ich muß auch sagen, ein Set mit 5 Systemblitzen hat nicht gerade jeder rumliegen. Auch nach jahrelanger Fotoerfahrung nicht. Insofern stimme ich mit der Kritik, daß der Artikel nicht hält, was der Titel verspricht, überein.
    Guido muß ich trotzdem widersprechen: Mit dem von ihm genannten Set wäre das auch nicht umsetzbar gewesen, schon gar nicht besser.
    Und daß ein 349 Euro-ebay-Set bessere Qualität und weniger Frust liefert als (alte) Nikon-Blitze gehört ins Land der Mythen.

  • P.S.: Mir fällt grade auf, daß einige Blitze für dne gezeigten Bildausschnitt völlig irrelavant sein dürften. Es geht also auch mit etwas weniger. 😉

  • Carlo Schüller sagt:

    Mir fällt auf, dass ein Blitz noch fehlt. Derjenige der die anderen triggert oder der entsprechende Auslöseeinheit. Keiner der sichtbaren Blitze ist mit einem Kabel verbunden. Meiner Erfahrung nach geben diese Blitze auch kein besonders gleichmässiges Licht ab. Das Resultat ist zudem nur schwer vorhersehbar, da diese Blitze auch kein Einstellicht haben. Insofern kann der Fotograf die Wirkung des Lichtes aufs Objekt ausschliesslich mit der Aufnahme kontrollieren. Das ist ziemlich zeitintensiv.

  • „Fotografisches Können heißt manchmal eben auch, aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste zu machen und nicht ständig zu denken: Wenn ich das Geld für eine CANON 1 Ds MKIII und Profoto-Blitze hätte, könnte ich auch gute Fotos machen …“

    Dito, das denke ich mir immer wenn ich in Fotoforen oder Community unterwegs bin und Kommentare sichte.

  • Kunta sagt:

    Produktfoto? Was ist denn hier das Produkt? Die Gitarre kann es ja wohl nicht sein, denn die ist absolut nicht zu identifizieren. So fotografiert, kann das jeder x-beliebige Hobel sein. Dann wird es wohl der Steg sein, oder?

  • Emerson sagt:

    Ich vermute, dass es nicht nur um das eine hier gezeigte Detailbild geht. Dafür ist der Aufbau viel zu umfangreich.

  • Boris sagt:

    Absolut! Bin zwar bisserl spät erst auf deiner Seite gelandet, aber genau das habe ich gesucht, danke. Geiles Setting, mit ein paar Handgriffen umgesetzt, zur Not auch am heimischen Küchentisch. Mit so wenig Aufwand so viel erreichen, das will ich auch. Danke für deine Tipps. Und wie man sieht – gute Arbeit ist einfach zeitlos…. 🙂

  • Werner sagt:

    Es geht bei kleinen Gegenständen noch viel einfacher:
    Teil in die weiße Badewanne – Blitz gegen die weiße Decke (weiße Pappe) – fertig.
    Das Licht „vagabundiert“ weich um das zu fotografierende Teil und es bleiben ganz weiche Schatten, die m.E. wichtig sind.

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