Portraitfotografie

Babyfotografie: Nadine beschreibt, wie ihr Einstieg gelang

Von 3. Dezember 2014 20 Kommentare

Gastartikel von Nadine Kollakowski

nadineMein Name ist Nadine, ich bin 24 Jahre alt und leidenschaftliche Neugeborenenfotografin.

Fangen wir mal vorne an: Meine Ausbildung beendete ich 2011 als Bürokauffrau, mit der Fotografie beschäftige ich mich nun seit gut drei Jahren. Niemals hätte ich damit gerechnet, irgendwann mal eine Spiegelreflexkamera zu besitzen, geschweige denn die Fotografie gewerblich zu betreiben.

Doch dann kam mein Freund, er fotografiert selber und plötzlich war ich Feuer und Flamme. Es ging recht schnell, ich kaufte meine erste Kamera, lernte theroretische Dinge und dann wollte ich nur fotografieren – Menschen. Für mich kam nichts anderes in Frage. Ich fotografierte viel und habe es immer geschafft, dass umzusetzen was ich wollte.

 

Neugeborenen Fotografie

Im Januar 2013 war es dann soweit und ich habe auf Grund der hohen Nachfrage mein Gewerbe angemeldet, arbeite aber weitherhin hauptberuflich im Büro. Zufällig bin ich auf die bekannte Neugeborenenfotografin Peggy Engel aufmerksam geworden. Ich war fasziniert von ihren Bildern und der Bearbeitung, es war etwas besonderes. Mir wurde sofort klar, so etwas ist genau dein Ding, du musst das auch machen.

Leichter gesagt, als getan – das vorweg. Ich fing also an mir mein Equipment dafür aufzubauen – mobiles Hintergrundsystem, Hintergründe, Decken, Felle, Kleidung, Mützen, Körbe, Kisten etc. Es war eine Menge die man brauchte, mit viel Liebe und vor allem Leidenschaft besorgte ich alles und machte einige Teile sogar selbst.

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Nach dem ich Bücher gelesen, Videos angeschaut (Ana Brandt ist sehr empfehlenswert) und mich mit anderen ausgetauscht hatte, kam auch schon das erste Shooting. Es ist eine große Verantwortung, die man bei so einem Shooting trägt und von den Eltern übertragen bekommt.

Nach meinem ersten Shooting wusste ich, Nadine du musst weiter machen, du liebst es. Wer mich privat kennt, weiß das ich wirklich absolut kein geduldiger Mensch bin, alles muss bei mir sofort passieren. Das ist bei Neugeborenen aber das komplette Gegenteil – anders geht es auch nicht. Im besten Fall bekommen die Kleinen nichts von dem Shooting mit, da sie die ganze Zeit über schlafen. Es gibt aber Babys die nur einen leichten Schlaf haben und bei der kleinsten Kleinigkeit aufwachen, das kostet viel Zeit und vorallem Geduld.

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Es ist wirklich nicht nur die reine Fotografie, die bei so einem Shooting entscheidend ist: Man muss auf die Sicherheit des Babys achten, den richtigen Moment abpassen, sehr geduldig sein, ein gutes Auge für den richtigen Sitz der Kleidung und der Decken haben etc. Das alles macht es für mich spannend und jedes Shooting zu einem einmalige Erlebnis.

Die Shootings finden bei den Eltern zu Hause statt, da ich kein Studio besitze. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es für die Eltern sehr angenehm ist, wenn sie nicht alle Sachen packen müssen, sondern sich zu Hause entspannt zurück lehnen können. Die Geburt und der Krankenhausaufenthalt waren ja schließlich schon stressig genug.

Die Arbeit mit den Neugeborenen bereitet mir jedes Mal eine große Freude, wenn die Eltern von den Ergebnissen so begeistert sind, sich die Bilder aufhängen und einfach stolz auf ihr Baby sind.

Hier habe ich noch ein paar Tipps für euch zusammen gefasst:

  • Perfektes Shootingalter: 4 – 14 Tage
  • Die Raumtemperatur sollte 28 Grad betragen
  • Ich fotografiere nur mit Tageslicht. Das Posing Bag sollte 45 Grad zum Fenster ausgerichtet sein
  • Macht anfangs einfache Posen, bei denen ihr euch sicher fühlt und experimentiert nicht.
  • Die App „Sound Sleeper“ ist bei der Entspannung eine große Hilfe

Wenn Ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr sie gerne hier in den Kommentaren stellen oder mich auf meiner Homepage besuchen.

Autor dieses Artikels ist Nadine Kollakowski, die als Baby- und Hochzeitsfotografin arbeitet.

Und hier noch ein Buchtipp zur Babyfotografie:

Babys fotografieren: Die ersten Wochen perfekt in Szene setzen


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20 Kommentare

  • Felix sagt:

    Was macht denn die App? Die Babys entspannen?
    Grüsse Felix

  • Die App hilft beim einschlafen und entspannen 😉 Da sind verschiedene Geräuschkulissen in 30 Minuten Intervallen drauf – Marktgetümmel, Wasserfall, Regen… Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Einfach mal testen!

  • Sehr schön geschrieben. Allerdings finde ich die arrangieren Bilder von schlafenden Babies nicht so sehr ansprechend, ich mag eher die mit offenen Augen und mehr leben. Aber jedem das seine. Wie es der Zufall will werde ich am kommenden Wochenende mein erstes Baby fotografieren, nachdem ich schon die Schwangerschaft aufnehmen durfte. Da werde ich dann ja sehen, warum ein Fotograf das Baby lieber schlafend hat – aber hoffentlich nicht 😉

  • In den ersten 14 Tagen schlafen sie ja noch sehr viel und die Bewegungen des Babys sind ganz anders. Später sind sie lebendiger, wacher und bewegen sich ständig. Das ist für die typischen Newbornbilder eben nicht wirklich vorteilhaft. Das Schöne an den schlafenden Bildern ist, dass es für die Babys nicht anstrengend ist, sie schlafen ja und bekommen nichts mit. Für ein waches Baby wird es auch schnell langweilig und geduldig sein ist alles andere als ihre Stärke 😉 Viel Spaß beim Shooting!

  • Jane sagt:

    Hi,
    sehr schöne Artikel hast du! Darf ich dir fragen was du für einen Hintergrund verwendest? Ist das Tapeten, das du verwendest? Es ist total schön!
    LG

    • Hallo Jane,
      danke! Nein, es ist keine Tapete. Es ist eher eine Tischdecke in Holzoptik. Ich habe aber verschiedene Backdrops, diese sind dann auch etwas fester, Tischdecken sind ja eher dünner und knittern schneller. Da gibt es sehr viele Anbieter…
      Grüße Nadine

  • Bisher hatte ich leider noch keine Gelegenheit Neugeborene zu fotografieren.
    Aber deine Tipps werden sicherlich hilfreich sein, sollte es mal soweit sein 😉

  • Steffi sagt:

    Hallo Nadine, super Bericht! Woher hast Du die Decken und Hintergründe?

  • Claudia sagt:

    Toller Bericht, kannst du mir sagen welche Kameraausrüstung du benutzt und empfiehlt es sich mit einem Blitz zu fotografieren? Softbox?
    Erwarte im
    August ein Jungen. Und Plane ebenfalls Fotos zu machen.
    Lg

  • Andrea sagt:

    Hallo Nadine, hast Du einen Tipp, wo man all die tollen Requisiten herbekommt, v.a. die Backdrops, Körbe, Wickeltücher und Kopfbänder?

  • […] knapp einem Jahr durfte ich für Fotografr bereits einen Gastbeitrag zum Thema Babyfotografie schreiben. Der Beitrag brachte viele weitere Fragen auf, sodass ich diese in einem weiteren Beitrag […]

  • Jenny sagt:

    Hi Nadine!
    Danke für deine Tipps 🙂
    Du schreibst du fotografierst nur bei Tageslicht. Reicht das denn auch in den Wintermonaten aus bzw bei ganz schlechtem Wetter, wenn die Sonne nicht richtig durch kommt?
    Liebe Grüße!

  • Giulia Scollo sagt:

    Hallo Nadine,

    Ich fotografiere auch leidenschaftlich. Schon immer. Seit einigen Wochen allerdings intensiver. Vorallem newborn shooting.
    Ich schaue mir auch mehrere Videos im Internet an. Nun meine Frage: Woher bekommst du deine backdrops oder auch props ?

  • Hallo ihr Lieben,
    ich freue mich, dass ich euch weiterhelfen kann 🙂
    Es gibt mittlerweile einen weiteren Artikel, wo ich viele eurer Fragen beantworte. Schaut mal hier:
    https://fotografr.de/21030/babyfotografie-fragen-und-antworten/
    Grüße Nadine

  • Lene sagt:

    Liebe Nadine,
    vielen Dank für Deine tollen Tipps und Einblicke. Deine Homepage ist auch super geworden! Du hast Dich in kurzer Zeit zum Profi entwickelt!
    Habe mir Deine empfohlenen Shops angeguckt und die tollen Backdrops gefunden. Allerdings würde ich noch gerne wissen, mit welchem Hintergrundsystem Du sie befestigst? Deines scheint klein und somit handlich zu sein. Welche Größe hat z.B. Dein oben abgebildetes Back-Drop (Holz-Optik)?
    Lieben Dank und viele Grüße
    Lene

  • Liebe Nadine!
    dein Artikel hat mich begeistert und animiert in diesen Bereich weiter zu arbeiten.
    Dein Fragen und Antworten – Artikel finde ich auch sehr hilfreich und informativ.
    Vielen Dank für deine genialen Tipps!
    Herzlichen Dank und viele Grüße Helga 🙂

  • kirsty sagt:

    Darf ich fragen wie viel du für so ein shooting verlangst?

  • Nina sagt:

    Sehr schöner Artikel und viel Erfolg für dein Business!

  • Jacqueline Gaede sagt:

    Hallo Liebe Nadine ganz toller Blog,den ich ebend erspäht habe.Ich würde gerne wissen welchen mobilen Hintergrund du verwendest.LG und weiter so 🙂

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